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(Islam ist “Frieden, Reinheit, Hingabe” und “Gehorsam”) "Der Mensch ist Richter über die Worte die er noch nicht ausgesprochen hat und Gefangener seiner Worte nachdem er es ausgesprochen hat." Hazreti Ali 7.Jh & 'Daß du das Band knüpfst zu dem, der es zerreßt; daß du verzeihst dem, der dir Unrecht tut; daß du gibst dem, der dich beraubt."(Der Prophet Muhammed sallallahu 'aleihi wesellem)
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 Rechtsschulen im Islam
Kemal06 Offline

Mitglied

Beiträge: 559

08.06.2008 16:48
Imam Schafi´î’s Methode zur Konflikt-Lösung bei Quellentexten antworten

Bismillahi tealaaa

Von 'Abdulhakim Murad übersetzt von Bruder Abdulhafid-Wenzel



Imam Schafi´î’s Methode zur Konflikt-Lösung bei Quellentexten

Diese sorgfältige Artikulation der Methoden zur Lösung von Widersprüchen bei Quellentexten, – so lebenswichtig für die exakte Ableitung der Schari´ah aus den offenbarten Quellen – , verdanken wir in erster Linie dem Schaffen des Imam Schafi´i. Konfrontiert mit der Verwirrung und der Uneinigkeit seiner zeitgenössischen Juristen und entschlossen, eine schlüssige Methodologie festzulegen, die die Etablierung eines Fiqh ermöglichte, in dem die Gefahr von Fehlern so weit wie menschenmöglich ausgeschlossen war, schrieb Schafi´îsein brilliantes Risala (Abhandlung der islamischen Rechtslehre). Seine Ideen wurden in unterschiedlicher Art und Weise von Juristen der wichtigsten anderen Gesetzesschulen übernommen und heute sind sie grundlegender Bestandteil bei der formellen Anwendung der Schari´ah .


Schafi´î’s System zur Vermeidung von Fehlern bei der Ableitung von islamischen Regeln aus der Vielzahl der Beweisquellen wurde bekannt als Usul al-fiqh (die "Wurzeln des Fiqh"). Ebenso wie die übrigen formalen akademischen Wissenschaftszweige des Islam war dies keine Neuerung im negativen Sinne, sondern ein Herausarbeiten von Prinzipien, die bereits zur Zeit der frühesten Muslime erkennbar waren. Im Laufe der Zeit kodifizierte jede der großen Rechtsschulen ihre eigene Form dieser "Wurzeln", die in manchen Fällen auseinanderstrebende "Zweige" hervorbrachten (d.h. unterschiedliche praktische Regelungen). Doch wenn auch die Debatten, die von diesen Abweichungen ausgelöst wurden gelegentlich recht energisch geführt wurden, waren sie bedeutungslos verglichen mit den großen sektiererischen und das Gesetz betreffenden Auseinandersetzungen, die während der ersten zwei Jahrhunderte des Islam stattgefunden hatten, bevor die Wissenschaft der Usul al-fiqh dieser chaotischen Uneinigkeit ein Ende machte.

Es bedarf kaum der Erwähnung, daß, obwohl die vier Imame Abu Hanifa, Malik ibn Anas, asch-Schafi´îund Ibn Hanbal als Gründer dieser vier großen Rechtsschulen betrachtet werden, die wir, nach einer Definition gefragt zusammenfassend als "ausgefeilte Techniken zur Vermeidung von Neuerungen" bezeichnen könnten, ihre Rechtsschulen erst von späteren Generationen von Gelehrten bis zur Vollkommenheit systematisiert wurden. Die sunnitischen ´Ulema erkannten schnell die Exzellenz der vier Imame und gegen Ende des dritten Jahrhunderts des Islam finden wir kaum einen Gelehrten der einer anderen Schule folgt. Die großen Hadith-Spezialisten, einschließlich al-Buchari und Muslim waren allesamt loyale Anhänger des einen oder anderen Madhhab , speziell desjenigen des Imam Schafi´i.

O Allah führe mich auf dem Weg der Weisen!

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