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(Islam ist “Frieden, Reinheit, Hingabe” und “Gehorsam”) "Der Mensch ist Richter über die Worte die er noch nicht ausgesprochen hat und Gefangener seiner Worte nachdem er es ausgesprochen hat." Hazreti Ali 7.Jh & 'Daß du das Band knüpfst zu dem, der es zerreßt; daß du verzeihst dem, der dir Unrecht tut; daß du gibst dem, der dich beraubt."(Der Prophet Muhammed sallallahu 'aleihi wesellem)
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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 963 mal aufgerufen
 Auszüge aus den Büchern von Imam Gazali Rahmetullahialeyh
Kemal06 Offline

Mitglied

Beiträge: 559

30.03.2008 18:48
Das Elixier der Glückseligkeit antworten

"Du sollst keinem Muslim das gegebene Wort brechen. Denn es heißt in der Überlieferung: 'Drei Dinge gibt es, die beweisen, daß ein Mensch ein Heuchler ist, mag er noch so viel beten und fasten, das sind lügen, ein gegebenes Wort brechen und anvertrautes Gut veruntreuen.' "

"Wer heimlich horcht, was die Leute hinter seinem Rücken sagen, dem wird am Jünsten Tage geschmolzenes Beli in die Ohren gegossen werden." (Hadis)

"Hasan el-Basri. 'Wer Gott recht erkennt,der liebt ihn, und wer die Welt recht erkennt, der haßt sie; nur so lange ist der Gläubige lustig, als er gedankenlos ist, wenn er aber nachdenkt, so wird er ernst.' "

"Die Schönheit eines Dinges besteht darin, daß die seinem Wesen entsprechende und ihm mögliche Vollkommenheit an ihm in Erscheinung tritt."

"Wer wissen will, welche Stelle er bei Gott einnimmt, der sehe zu, welche Stelle Gott bei ihm einnimmt, denn Gott räumt de Knechte bei sich denselben Platz ein, den der Knecht Gott bei sich einräumt." (Hadis)

"In dem Gebetsgespräch Mosis heißt es: 'Herr, wer ist dir am liebsten von den Menschen, die du geschaffen hast?' Gott antwortete: 'Der, der mir treu bleibt, wenn ich ihm sein Liebstes nehme.' Sprach Mose: 'Und welchen von ihnen zürnst du?' Gott antwortete: 'Den, der mich um etwas bittet und dann mit dem, was ich über ihn beschließe, unzufrieden ist.' "

"Fudail sagt: 'Wenn du nicht ertragen kannst was Gott dir bestimmt, so kannst du auch nicht ertragen, was du selbst dir bestimmst.' "

O Allah führe mich auf dem Weg der Weisen!

Kemal06 Offline

Mitglied

Beiträge: 559

30.03.2008 18:49
#2 RE: Das Elixier der Glückseligkeit antworten

Man fragte den Gesandten Gottes: 'Was ist das Beste, was dem Menschen gegeben ist?' Er sagte: 'Die gute Sinnesart (als der gute Charakter zu verstehen).' Und weiter sprach der Gesandte Gottes: 'Ich bin gesandt, um die gute Sinnesart zur Vollendung zu bringen.' Und weiter sprach der Prophet: 'Sei guter Sinnesart, O Abu Hureira!' Da sprach Abu Hureira: 'Was ist gute Sinnesart, O Gesandter Gottes?' Er sprach: 'Daß du das Band knüpfst zu dem, der es zerreßt; daß du verzeihst dem, der dir Unrecht tut; daß du gibst dem, der dich beraut.' "

"Mit wem Gott Gutes vorhat, dem beschert er einen frommen Freund, der erinnert ihn, wenn er Gott vergißt, und hilft ihm, wenn er sich erinnert."

"Denn das Mittel erhält Wertung und Bedeutung durch den Zweck, den es vermittelt."

"Aber nicht jeder, der säet, erntet; nicht jeder, der wandert, gelangt ans Ziel; und nicht jeder, der sucht, findet; sondern je kostbarer ein Ding ist, umso mehr Bedingungen sind daran geknüpft, und um so seltener ist es zu finden."

"Die Wunde schmerzt nicht mehr,wenn sie dir wohlgefällt."

"Ich will zu ihm, doch er wünscht, daß ich gehe,
So geb ich meinen Wunsch hin dem Seinem."

"Weiter gehört zu dieser Pflicht (damit ist eine der Pflichten in der Bruderschaft gemeint), daß du das Geheimnis nicht verrätst, das der Bruder dir anvertraut. Du darfst das Geheimnis ableugnen, auch wenn du dazu lügen mußt, denn nicht jeden Ortes ist es Pflicht, die Wahrheit zu sagen. Sondern so wie es einem Menschen erlaubt ist, seine eigenen Fehler und Geheimnisse zu verbergen, auch wenn er dazu lügen muß, so darf er das auch für seinen Bruder tun. Denn der Bruder gilt doch für ihn so viel wie er selbst, sie sind ja wie eine Person und unterscheiden sich nur dem Leibe voneinander, denn darin besteht ja das Wesen der Bruderschaft."

"Wer die Blöße seiner Brüder bedeckt, den bedeckt Gott in dieser und jener Welt." (Hadis)

"Die Herzen freier Männer sind die Gräber der Geheimnisse."

"Das Herz des Einfältigen ist auf seiner Zunge, aber die Zunge des Weisen ist in seinem Herzen."

"Dhun n-Nun /el-Misri): 'Nicht taugt zum Freunde, wer dich nicht von aller Schuld frei sehen möchte.' "

"Streiten und Rechten ist es vorallem, was die Flamme des Grolles zwischen Brüdern entfacht, und es ist ja im Grunde nicht anderes als ruch und Entzweiung. Denn man entzweit sich zuerst mit den Ansichten, dann mit den Worten und dann mit den Leibern."

"Einer der Alten hat gesagt: 'Ein jämmerlicher Mensch ist, wer es verfehlt, sich Brüder zu suchen, noch jämmerlicher aber ist der, der sich selber um den betrügt, den er gefunden hat."

"Beschenkt euch untereinander, so gewinnnt ihr einander lieb." (Hadis)

"Ali (ra) sagt: 'Wer seinem Bruder nicht für seinen guten Willen dankbar ist, der dankt ihm auch nicht die gute Tat.' "

"Du sollst ihn (deinen Freund) auf seine Fehler aufmerksam machen und ihm das Häßliche häßlich und das Schöne schön erscheinen lassen. Auch darfst du das nur unter vier Augen tun, so daß es niemand erfährt. Denn was unter vier Augen sorgende Liebe und guter Rat ist, wird in Gegenwart anderer zu Beschimpfung und Beschämung."

"Denn die Absicht, die du bei der Freundschaft zu dem Bruder hast, muß doch die sein, daß du dich selbst erziehst, in dem, daß du auf ihn Rücksicht nimmst und die Pflichten gegen ihn erfüllst und seine Schwächen erträgst, nicht aber die, Hilfe und Liebesdienste von ihm in Anspruch zu nehmen."

"Abu Ali er-Ribati erzählt: ' Ich begleitete Abdallah el-Mervezi auf seinen Fährten in die Wüste. Er sagte: 'Entweder muß du der sein, der zu befehlen hat, und ich der, der zu gehorchen hat, oder ich will befehlen und du mußt' Ich sagte: 'Du sollst der sein, der zu befehlen hat.' Sprach er: ' So hast du zu gehorchen! Ich sagte: 'Gut.' Da nahm er einen Rucksack, legte unsere Vorräte hinein und lud ihn sich auf den Rücken. Ich sagte: 'Gib ihn doch mir!' Er sagte: 'Hast du nicht gesagt, ich solle befehlen? Also hast du zu gehorchen!' Des Nachts wurden wir vom Regen überrascht. Da stand er bis zum Morgen und hielt mir mit seinem Gewand den Regen ab, und sobald ich etwas sagen wollte, sprach er: 'Ich habe zu befehlen und du hast zugehorchen.' Da dachte ich bei mir: 'Wäre ich doch gestorben und hätte nicht gesagt: Du sollst befehlen."

"Die Liebe wird gesucht um der Ewigkeit willen; und wenn die Liebe vor dem Tode aufhört, so ist das Tun unnütz und die Mühe verloren."

"Daher sagt der Gesandte Gottes: 'Zu den sieben, die Gott in seinem Schatten wird ruhen lassen, gehört das Paar der Freunde, die sich in Gott liebten und in gleicher Liebe zusammenkamen und voneinander schieden.' "

"Bischr el-Hafi pflegte zu sagen: 'Wenn ein Mensch im Gehorsam Gottes säumig ist, so nimmt ihm Gott den, den, mit dem er gerne umgeht.' "

"Einer sagte: 'Begegne den leuten der Welt mit Höflcihkeit, den Leuten des Jenseits mit Gottesgelehrtheit, den Leuten der Erkenntnis aber so, wie du willst.' "

"Der Gesandte Gottes spricht: 'Schon damit erweist sich der Gläubige als schlecht, daß er seinen Bruder Muslim verachtet.' "

"Die Gläubigen sind alle wie ein Leib; wenn eines seiner Glieder leidet, so merken es alle andern Glieder und leiden mit."

O Allah führe mich auf dem Weg der Weisen!

Kemal06 Offline

Mitglied

Beiträge: 559

02.05.2008 11:26
#3 RE: Das Elixier der Glückseligkeit antworten

Imam Ghazali - möge Allah barmherzig mit ihm sein - überliefert folgende Begebenheit in seinem Kimya-i Saadat [Elixier der Glückseligkeit]:

Abdullah ibn Khafif - möge Allah barmherzig mit ihm sein - sagte: „Man sagte, dass in der Stadt Surr ein junger Mann und ein älterer Mann sich dauernd in Muraqaba [Bewachung des Herzens, damit keine Gedanken außer Allah hinein finden] befinden. Ich ging dorthhin und sah zwei Leute, die ihre Gesichter gegen die Qibla gewandt hatten. Dreimal gab ich ihnen den Salam Gruß, doch sie antworteten mir nicht. Darauf sagte ich: „Mein Salam ist für Allah! Antwortet mir!“

Der Jüngere hob seinen Kopf, schaute mir in die Augen und sagte: „O Sohn des Khafif! Die Dunya ist gering und seine Zeit ist von kurzer Dauer. Von dieser kurzen Dauer ist nur noch sehr wenig geblieben. Also habe viel Anteil von diesem noch geringen! O Ibn Khafif! Wie leer bist du, oder wie leichtsinnig bist du auf dieser Dunya, dass du dich mit unserem Salam so sehr beschäftigst?“, worauf er seine Augen schloss und sein Kopf wieder nach vorne beugte.

Hunger und Durst kamen über mich, aber (in ihrer Gegenwart) vergaß ich meinen Zustand. Sie nahmen mich von mir selbst hinweg. So blieb ich dann dort und machte mein Mittags- und Nachmittagsgebet in ihrer Gemeinschaft. Später fragte ich sie: „Gebt ihr mir einen Ratschlag?“ Er antwortete: „O Sohn des Khafif! Wir sind Leute des Kummers und der Gram. Wir haben keine Zunge für Ratschläge.“

Ich blieb drei weitere Tage dort ohne weder etwas gegessen noch geschlafen zu haben. Später sagte ich zu mir selbst: „Vielleicht sollte ich ihnen ein wenig Geld geben, damit sie mir einen Ratschlag geben.” Der Junge hob plötzlich seinen Kopf und sagte: „Erwünsche die Sohbat [Predigt] einer Person, dessen alleiniger Anblick dich Allahu Taala gedenken lässt. Dadurch soll die Ehrfurcht vor Allahu Taala in dein Herz fallen und er soll dir nicht mit seiner Zunge sagen, was du tun sollst, sondern mit seinem Zustand!”

Wo sind die Awliya und wo sind wir? Während wir uns mit verschiedensten Dingen vergnügen, haben sie sich selbst aufgegeben, nur um Allah zu dienen und das wahre Gut - nämlich Allahu Taala selbst - zu ergattern. Für Allah haben sie alles aufgegeben und waren nur darauf bedacht, Ibadah zu machen! Wo sind sie und wo sind wir?

O Allah führe mich auf dem Weg der Weisen!

 Sprung  
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