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(Islam ist “Frieden, Reinheit, Hingabe” und “Gehorsam”) "Der Mensch ist Richter über die Worte die er noch nicht ausgesprochen hat und Gefangener seiner Worte nachdem er es ausgesprochen hat." Hazreti Ali 7.Jh & 'Daß du das Band knüpfst zu dem, der es zerreßt; daß du verzeihst dem, der dir Unrecht tut; daß du gibst dem, der dich beraubt."(Der Prophet Muhammed sallallahu 'aleihi wesellem)
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 Die Sahabe(Freunde des Propheten Muhammed a.s.)
Kemal06 Offline

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Beiträge: 559

01.12.2006 20:58
Salman Al-Farisyy ( Allahs wohlgefalle auf ihm) antworten
(Salman der Perser) war der erste Nichtaraber, der sich zum Islam bekehrte, und einer der frühesten

und zutiefst ergebenen Gefährten des Propheten Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm.

Salman (r) erzählt selbst seine eigene Geschichte, die wie folgt zusammengefaßt ist: ”Ich bin ein Mann

aus Persien. Mein Vater war ein Großgrundbesitzer und zählte zu den reichsten und vornehmsten Leuten

des Dorfes. Seit meiner Geburt war ich der, den er am meisten liebte, und seine Liebe zu mir ging soweit,

daß er mich im Hause wie ein Mädchen einsperrte. In der zoroastrischen Religion war ich so stark

engagiert, daß ich mich ständig beim heiligen Feuer aufhielt, damit es nicht an Kraft nachgibt.

Eines Tages beauftragte mich mein Vater mit einigen Arbeiten auf unserem Land. Auf meinem Weg

dorthin kam ich an einer christlichen Kirche vorbei. Als ich die Stimmen der Betenden hörte, traf es

meine besondere Aufmerksamkeit; denn bis zu jenem Zeitpunkt war ich ahnungslos über diese Religion.

Ich trat zu ihnen hinein, um mich umzuschauen. Ihr Gebet hat mir so gefallen, daß ich mich für diese

Religion entschlossen habe. Ich wartete bis zum Sonnenuntergang, bis ich erfuhr, daß der Ursprung der

Religion in Syrien ist.

Danach kehrte ich zu meinem Vater zurück, der mich fragte, wo ich mich solange aufgehalten habe. Als

ich ihm meine Erlebnisse geschildert hatte, war er sehr besorgt. Er sperrte mich wieder daheim ein und

legte meine Füße in eine Eisenkette. Als ich erfuhr, daß eine Handelskarawane aus Syrien angekommen

war und sich die Leute bald auf die Rückreise machen wollten, befreite ich mich von meinen Fesseln und

verließ das Elternhaus.

Zusammen mit der Karawane brach ich nach Syrien auf. Als ich dort ankam, fragte ich nach dem Bischof,

dem ich meine Geschichte erzählte und meinen Wunsch darüber äußerte, daß ich gern bei ihm bleiben

wolle. Der Bischof nahm mich auf und stellte mich in seinen Dienst ein. Nach kurzer Zeit entdeckte ich,

daß der Bischof ein übler Mensch war: Er nahm Spendengelder ein und hortete sie für sich selbst, bis er

sieben Krüge voll mit Gold besaß. Dann starb der Bischof, und die Leute versammelten sich, um ihm die

letzte Ehre beim Beerdigungszug zu erweisen. Ich sagte zu ihnen: »Wißt ihr überhaupt, was euer Bischof

für ein Mensch war?« Ich lüftete das Geheimnis um die Goldkrüge. Sie ließen sich überzeugen und waren

sehr zornig darüber. Daraufhin kreuzigten sie den toten Bischof, hingen ihn an einen Pfahl und bewarfen

ihn mit Steinen. Sie ernannten danach einen neuen Bischof.

Ich hatte bis dahin keinen Menschen gesehen, der besser war als er. Er trachtete nach dem Leben im

Jenseits. Er betete eifrig und verrichtete gute Taten. Ich habe ihn deshalb sehr geliebt. Als dann seine

Stunde kam, und er im Sterben lag, fragte ich ihn, wen er mir nach seinem Abschied empfehlen würde.

Er sagte: »Mein Sohn, ich kenne keinen Menschen, der solch eine Lebensweise führt wie ich, außer

einem Mann in Mausil.«

Als der Bischof dann starb, begab ich mich zu diesem Mann, erzählte ihm meine Geschichte und blieb für

einige Zeit bei ihm. Als seine Todesstunde nahte, empfahl er mir einen anderen, und jener wiederum

einen anderen und so weiter, bis ich vom letzten erfuhr, daß ein Prophet im Land der Araber mit der

wahren Religion Abrahams entsandt worden sei. Er beschrieb mir den neuen Propheten als den Mann,

der seine Heimat verläßt und sich an einen anderen Ort begibt, wo reichlich Dattelpalmen wachsen. Er

sagte: »Wenn es dir möglich ist, zu ihm zu gehen, dann tue es. Er nimmt keine Almosen, jedoch

Geschenke an, und zwischen seinen Schultern gibt es das Siegel des Prophetentums.«

Als dieser Mann starb, kam bei mir eine Karawane aus dem Land des Propheten vorbei, und ich bot ihnen

meine Kühe und meine Ziegen an, damit sie mich in ihre Heimat mitnehmen sollen. Sie waren damit

einverstanden und nahmen mich mit. Auf dem Weg verkauften sie mich als Sklaven an einen jüdischen

Mann, in dessen Landbesitz ich die Dattelpalmen sah. Da wünschte ich mir, es handele sich um jenen Ort

des Propheten, wie er mir beschrieben worden war. Meine diesbezüglichen Erwartungen wurden

enttäuscht, und ich wurde einige Zeit später an einen anderen Juden verkauft, mit dem ich nach Al-

Madina zog.

Bei Allah! Ich brauchte nur umherzuschauen, da erkannte ich, daß es sich um die mir beschriebenen

Dattelpalmen handelte. Eines Tages versammelten sich die Stadtbewohner um einen Mann, über den die

Nachricht herumging, er sei ein Prophet. Kaum hörte ich diese Meldung, da überkam mich ein

Schüttelfrost, und die Palme, auf deren Spitze ich saß, begann unter mir zu wanken. Daraufhin konnte

ich mich fassen und endlich hinabsteigen.

Ich befragte meinen Herrn, der gerade da saß, über diese Nachricht; da versetzte er mir einen heftigen

Hieb mit der Faust und forderte mich auf, an die Arbeit zu gehen. Am Abend nahm ich einige Datteln, die

ich zuvor gesammelt hatte und ging hinaus, bis ich zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf

ihm, kam, als er sich noch in Quba’ aufhielt. Ich trat zu ihm ein, wo einige seiner Gefährten bei ihm

waren. Ich sagte zu ihm: »Mir wurde gesagt, daß du nichts besitzt, Gefährten bei dir hast, und daß ihr

alle Leute seid, die unter einer Not leiden. Ich habe etwas für Almosen beiseite gelegt, das ich euch zur

Verfügung stellen will.« Darauf legte ich es vor ihn hin, und er sagte zu den anderen: »Eßt!« Er selbst

aber aß nichts davon. Ich dachte: Bei Allah, das ist wahrlich eines der Zeichen!

Anschließend kehrte ich um, und der Prophet zog weiter nach Al-Madina. Ich stellte einige Sachen

zusammen und brachte sie zu ihm. Ich sagte zu ihm: »Ich habe etwas, das ich dir schenken möchte.« Da

aß er davon und gab seinen Gefährten davon. Ich dachte: Das ist noch ein weiteres Zeichen! Ein

weiteres Mal sah ich ihn auf dem Friedhof von Al-Madina bei einer Beerdigung. Ich grüßte ihn und beugte

mich dann, um auf seinen Rücken zu sehen. Als er dies bemerkte, ergriff er sein Schultertuch und warf

es von seinem Rücken herunter. So konnte ich das Siegel des Prophetentums sehen, das mir einst mein

Gefährte beschrieben hatte. Ich konnte mich nicht beherrschen, da beugte ich mich über den Propheten,

Allahs Segen und Friede auf ihm, küßte das Siegel auf seinem Rücken und weinte. Ich erzählte ihm dann

meine Geschichte und trat daraufhin zum Islam über, blieb aber weiterhin in meinem Status als Sklave.

Schließlich teilte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, mir mit, daß ich mit meinem

Herrn einen Freilassungsvertrag abschließen solle! So forderte ich dies so oft von meinem Herrn, bis er

einwilligte und mit mir unter der Bedingung einen Vertrag auf Freilassung abschloß, daß ich ihm als

Gegenleistung dreihundert junge Dattelpalmen einpflanze und vierzig Unzen Silber zahle. Als der

Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, von diesen Bedingungen erfuhr, sagte er zu seinen

Gefährten: »Helft eurem Bruder bei der Einpflanzung der jungen Palmen!« So half jeder nach seinen

Kräften mit. Darauf sagte der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm: »Salman, gehe hin und grabe

Becken für die Palmen aus! Und wenn du fertig bist, dann benachrichtige mich, so werde ich sie dann mit

meinen eigenen Händen setzen.« Da machte ich mich also an die Arbeit, wobei mir einige Gefährten des

Propheten mithalfen, bis wir dreihundert Becken bereit hatten. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und

Friede auf ihm, begann dann, die Palmen mit seiner Hand zu setzen, die Erde über den Wurzeln

einzuebnen und über ihnen den Segenswunsch auszusprechen, bis er mit allem fertig war.

Bei Allah, in Dessen Hand die Seele Salmans ist, es ging von ihnen kein Sprößling ein! Und danach

blieben nur noch die vierzig Unzen Silber zu zahlen. Während der Gesandte Allahs, Allahs Segen und

Friede auf ihm, eines Tages mit seinen Gefährten zusammen war, brachte ihm jemand ein Goldstück in

der Größe eines Hühnereis, das er dem Propheten als Almosen gab. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen

und Friede auf ihm, sagte: »Was macht eigentlich der arme Perser mit seinem Freilassungsvertrag? Er

soll zu mir kommen!« Als ich mich bei ihm einfand, sagte er zu mir: »Gehe mit diesem Goldstück und

bezahle damit, was du an Schulden noch zu entrichten hast!«“

Somit wurde Salman schließlich frei und konnte an der Grabenschlacht teilnehmen. Am Tage dieser

Schlacht standen die Al-Ansar und sagten: ”Salman ist einer von uns“, während die makkanischen

Auswanderer sagten: ”Nein! Salman ist einer von uns!“ Da rief der Gesandte Allahs, Allahs Segen und

Friede auf ihm, ihnen zu: ”Salman gehört zur Familie des Propheten!“

Vor dem Anrücken der Makkaner vor Al-Madina erhielten die Muslime Nachricht vom bevorstehenden

Angriff. Salman war derjenige, der dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, den Rat gab,

einen großen Graben um die muslimischen Stellungen zu schaufeln. Dies war ein Kniff in der Kriegskunst,

der den Arabern noch unbekannt war. Salman nahm an mehreren Schlachten teil, und jedes Mal zeigte

er kämpferische Fähigkeiten und kriegerische Kunststücke. Salman stand treu und standhaft im Dienst

des Islam, bis er im Jahre 35 n.H. starb.

Literatur:Perlen um den Propheten

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