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(Islam ist “Frieden, Reinheit, Hingabe” und “Gehorsam”) "Der Mensch ist Richter über die Worte die er noch nicht ausgesprochen hat und Gefangener seiner Worte nachdem er es ausgesprochen hat." Hazreti Ali 7.Jh & 'Daß du das Band knüpfst zu dem, der es zerreßt; daß du verzeihst dem, der dir Unrecht tut; daß du gibst dem, der dich beraubt."(Der Prophet Muhammed sallallahu 'aleihi wesellem)
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 Tasawwuf
Kemal06 Offline

Mitglied

Beiträge: 559

28.01.2008 22:10
„Bustanul Arifin fi Zuhd wal Tasawwuf“ antworten

Scheichulislam Imam Muhyiddin al-Nawawi sagt in seinem Buch „Bustanul Arifin fi Zuhd wal Tasawwuf“ [Der Garten der Arifs im Asketentum und der Selbstreinigung], Seite 53-54:

Ich werde in diesem Buch ein Kapitel erwähnen, wenn Allah will, in welchem du verschiedene Arten des Wunders sehen wirst, welche deine Augen kühlen werden. Um die Größe der Verborgenheit der Heuchelei aufzuzeigen, müssen wir nur folgendes von dem Lehrer und Imam Abul Kasim al-Quschayri (Rahmetullahi Aleyh) überliefern, mit einer Isnad die folgt.

Er sagt: „Ich hörte Muhammed ibnul Husayn sagen: Ich hörte Ahmed ibn Ali ibn Dschafar sagen: Ich hörte Hasan ibn Alawiyya sagen: Abu Yazid [Al-Bistami] (Rahmetullahi Aleyh) sagte: „Ich war zwölf Jahre lang der Schmiede meines Egos. [Haddadu Nafsi] Dann für fünf Jahre, wurde ich der Spiegel meines Herzens [Miratul Qalbi]. Dann, für ein Jahr, sah ich was zwischen diesen beiden lag und ich sah um mich ein sichtbaren Zunnar [Christen Gürtel – Ein Zeichen für die Nichtmuslime im islamischen Staat]. Ich strengte mich weiter zwölf Jahre an, um den Gürtel abzuschneiden. Daraufhin sah ich mich erneut an und sah einen versteckten Gürtel um mich. So strengte ich mich fünf Jahre an, um herauszufinden, wie ich diesen löse. Daraufhin wurde es mir entschleiert [kuschifa li] und ich sah auf die Schöpfung und sah, dass sie alle tot waren. So rezitierte ich das Totengebet über sie.“

Ich sage: Dass die Heuchelei so geheimnisvoll versteckt ist für die unvergleichlichen Meister dieses Pfades [d.h. des Tasawwuf], ist genug um zu zeigen, wie großartig versteckt dies ist. Sein Satz: „Ich sah sie Tod.“, ist die Spitze des Werts und der Schönheit, und selten beinhalten Aussagen von anderen, als vom Propheten (Sallallahu aleyhi wa sallam) selbst, solch ein Reichtum an Bedeutung. Ich werde kurz die Bedeutung anschneiden. Es bedeutet, nachdem er lange hart gearbeitet hat und sein Nefs erzogen wurde und sein Herz erleuchtet war, sein Nefs besiegt, gebändigt, sowie vollkommene Kontrolle über ihn erlangt war, sich ihm selbst vollkommen ergeben hatte, da sah er auf jegliche Schöpfung und sah, dass sie vollkommen Tod waren und absolut machtlos:

Sie können weder schaden noch nutzen;
Sie können weder geben noch enthalten;
Sie können weder leben geben noch tod;
Sie können weder übermitteln noch verhindern;
Sie können weder näher bringen noch weg nehmen;
Sie können weder glücklich machen noch traurig;
Sie können weder schenken noch können sie berauben;
Sie besitzen für sich selber weder Nutzen noch Schaden,
weder Tod, noch Leben, noch Wiederauferstehung.


Dies charakterisiert die Menschen als Tod: Sie werden als Tod betrachtet in Angesicht der oben erwähnten Aspekte, sie sind weder gefürchtet noch ersucht, was sie haben ist nicht begehrt, sie sind nicht zum angeben noch zum einschmeicheln, man bezieht sich nicht auf sie, sie werden nicht beneidet noch verunglimpft, ihr Mangel wird nicht erwähnt noch wird ihren Fehlern nachgegangen oder erforscht, man ist nicht eifersüchtig auf sie oder denkt über die von Allah ihnen gegebenen Wohltaten nach, sie sind zu vergeben und zu entschuldigen bei ihren Mängeln und ebenfalls sind die legalen Bestrafungen an ihnen auszuüben, nach dem Gesetz. Die Ausführung des Gesetzes jedoch, schließt das davor erwähnte nicht aus, noch entbindet es uns von unserem bemühen, ihre Fehler aufzuzeigen, ohne sie dabei zu verunglimpfen.

Dies ist, wie die Toten betrachtet werden, und wenn jemand die Menschen erwähnt in einer unehrenhaften Art, verbieten wir ihm dieses Thema weiterzuführen, genauso, wenn er anfangen würde, über eine Tote Person Untersuchungen anzustellen. Wir tun nichts für ihr wohlgefallen noch verlassen wir Ihn [Allah] für sie. Ebenfalls stoppen wir niemals uns selbst vom ausführen einer Tat der Dienerschaft gegenüber Allah, für sie [die Menschen], genauso wenig wie wir es für einen toten machen würden und wir über-loben sie nicht. Weder lieben wir ihren Lob über uns, noch hassen wir ihre Beleidigungen, ebenfalls erwidern wir sie nicht.

Zusammengefasst: Sie sind, als wären sie nicht existent, in Anbetracht der erwähnten Aspekte. Sie sind unter Allahs vollkommener Sorge und Zuständigkeit. Wer auch immer mit ihnen auf diese Art umgeht, hat das Gute für die nächste Welt kombiniert mit der niedrigen Welt. Möge Allah uns siegreich darin machen, dies zu erlangen. Diese wenigen Worte genügen für die Erläuterung der Wörter Abu Yazid al-Bistamis (Rahmetullahi Aleyh).

O Allah führe mich auf dem Weg der Weisen!

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