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(Islam ist “Frieden, Reinheit, Hingabe” und “Gehorsam”) "Der Mensch ist Richter über die Worte die er noch nicht ausgesprochen hat und Gefangener seiner Worte nachdem er es ausgesprochen hat." Hazreti Ali 7.Jh & 'Daß du das Band knüpfst zu dem, der es zerreßt; daß du verzeihst dem, der dir Unrecht tut; daß du gibst dem, der dich beraubt."(Der Prophet Muhammed sallallahu 'aleihi wesellem)
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Kemal06 Offline

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Beiträge: 559

08.10.2007 18:50
Frage: Was ist die Meinung der Islamischen Gelehrten über das Sehen von Allah in Träumen, im wachen Zustand und nach dem Tode? antworten

Antwort: In Allahs Namen, dem Gnädigen, dem Barmherzigen.




Die Meinung der Hauptströmungen der Ahl al-Sunnah wa al-Jama'ah (Asha'ira und Maturidiyya) ist, dass die Vision von Allah, dem Erhabenen, mit den Augen rational möglich ist und dass der Gläubige im Jenseits gesegnet wird mit dieser Vision.

Diese Vision jedoch, wird ohne Einschließung (ihata) oder Abgrenzungen (tahdid) von irgendeiner Grenze (hadd) sein, weder von vorne, hinten, oben, unten, rechts oder links. Allah, der Erhabene, wird man nicht (anders als ein materielles Sein) in einem Ort oder einer Richtung sehen, noch mit einer Verbindung von Lichtstrahlen, noch durch eine bestimmte Entfernung zwischen dem Sehenden und Allah.

In anderen Worten, die Gläubigen werden Allah, den Erhabenen, im Paradies sehen ohne unsere Beschreibung. Wie und in was für eine Art, das weiß Allah am besten. Es ist unmöglich und falsch einen Vergleich für das Ungesehene vom Gesehenen zu ziehen. Diese Vision von Allah ist sicherlich anders, als die Visionen von materiellen Sachen dieser Welt. Für Visionen in dieser Welt ist es nötig, dass das Gesehene sich in einem Ort, Richtung, einer bestimmten Entfernung, etc. befindet, während die Vision von Allah, den Erhabenen, im Jenseits frei sein wird von solchen Einschränkungen. Allah, der Erhabene, wird es den Gläubigen ermöglichen Sein hochgeschätztes Selbst zu sehen. (Gesammelt von Mulla Ali al-Qaris Sharh Fiqh al-Akbar Seite 245-246, Taftazanis Sharh al-Aqa'id al-Nasafiyya Seite 131, Nuh Ali Suleymans Auslegung zu Jawhara al-Tawhid Seite 113 und Bajuris Auslegung zum Jawhara Seite 114)

Das Obengenannte ist die Meinung, die die Ahl al-Sunnah wa al-Jama'ah Gelehrten immer gehütet haben. Die Mu'tazila und manche andere Gruppen wie die Shi'a halten jedoch daran fest, dass Allah, der Erhabene, nicht gesehen werden kann, auch am Tag der Auferstehung oder im Paradies nicht. Sie interpretierten bestimmte Verse des Qur'ans falsch, verwarfen einige gesunde Hadithe und behaupten, dass solche Visionen mit Allah einen physischen Körper oder eine Richtung erfordern, von welchem Er, der Erhabene, frei von ist. Die Stellung der Ahl al-Sunnah wa al-Jama'ah jedoch wird von vielen Beweisen aus dem Qur'an und der Sunnah gestützt, welche einige hier gezeigt werden:

1) Allah, der Erhabene, sagt:

"An jenem Tage wird es strahlende Gesichter geben, die zu ihrem Herrn schauen." (Surah al-Qiyama, Verse 22-23)

2) Allah, der Erhabene, sagt zum Propheten Sayyiduna Musa (Friede sei auf ihm):

"Und als Moses zu Unserem Termin gekommen war und sein Herr zu ihm gesprochen hatte, sagte er: ""Mein Herr, zeige (Dich) mir, auf dass ich Dich schauen mag."" Er sprach: ""Du wirst Mich nicht sehen, doch blicke auf den Berg; wenn er unverrückt an seinem Ort bleibt, dann wirst du Mich sehen."" Als nun sein Herr dem Berg erschien, da ließ Er ihn zu Schutt zerfallen, und Moses stürzte ohnmächtig nieder. Und als er zu sich kam, sagte er: ""Gepriesen seist Du, ich bekehre mich zu Dir, und ich bin der Erste der Gläubigen." (Surah al-A'raf, Vers 143)

Im obengenannten Vers bat Sayyiduna Musa (Friede sei auf ihm) Allah, den Erhabenen, zu sehen. Wäre eine Vision von Allah unmöglich, dann hätte Sayyiduna Musa (Friede sei auf ihm) aus Unwissenheit oder Dummheit gefragt oder er würde eine Bitte für das Unmögliche aussprechen, wobei alle Propheten von Allah von solchen Sachen weit entfernt sind. Allah, der Erhabene, brachte die Vision mit dem unverrückten Berg auf seinem Platz, welches in sich möglich ist, in Verbindung. Deswegen ist etwas was mit der Möglichkeit verbunden ist, auch möglich. (Taftazani und Nasafi, Sharh al-Aqa'id al-Nasafiyya, Seite 127-128)

3) Allah, der Erhabene, sagt:

"Sie haben darin, was immer sie begehren, und in Unserer Anwesenheit ist noch weit mehr." (Surah Qaf, Vers 35)

Der Gesandte Allahs (Allahs Friede und Segen sei auf ihm) interpretierte das Wort "mehr" mit den Visionen von Allah, dem Erhabenen. (Überliefert von Muslim und anderen)

4) Allah, der Erhabene, sagt zu den Ungläubigen:

"Wahrlich, an dem Tag werden sie von ihrem Herrn verschleiert werden."(Surah al-Mutaffifin, Vers 15)

Dieser Vers erklärt, dass die Ungläubigen die Visionen von Allah entzogen werden; im Gegensatz weist dieser Vers darauf hin, dass die Gläubigen mit dieser Vision gesegnet werden. Deswegen sagte Sayyiduna Imam Shafi'i (Allahs Barmherzigkeit sei auf ihm):

"Allahs, der Erhabene, Verhüllung von sich selbst von einem Menschen (Ungläubigen), aufgrund Seiner Unzufriedenheit, zeigt, dass eine Gruppe (Gläubige) Ihn mit Seiner Freude sehen wird. Bei Allah, wäre Muhammad ibn Idrees (Shafi'i selbst) nicht überzeugt, dass er seinen Herrn im Jenseits sehen wird, dann hätte er Ihn nicht angebetet in dieser Welt!" (Bajuri, Tuhfat al-Murid)

5) Sayyiduna Abu Hurayra (Allah möge mit ihm zufrieden sein) erzählt, dass die Leute (die Gefährten) sagten: "O Gesandter Allahs! Werden wir unseren Herrn am Tage der Auferstehung sehen?“ Er antwortete: "Habt ihr irgendeinen Zweifel, dass man einen Vollmond in einer klaren (unbewölkten) Nacht sehen kann?" Sie antworteten: "Nein, O Gesandter Allahs." Er sagte: "Habt ihr irgendeinen Zweifel darin, die Sonne zu sehen, wenn es keine Wolken gibt?" Sie verneinten. Er sagte: "Ihr werdet Allah (euren Herrn) in der selben Art und Weise sehen…" (Sahih al-Bukhari, Nummer 773)

6) Sayyiduna Jarir ibn Abd Allah (Allah möge mit ihm zufrieden sein) erzählt, dass wir in der Gesellschaft des Gesandten von Allahs (Allahs Friede und Segen sei auf ihm) in einer 14. Nacht (im Lunarmonat) saßen und er zum Vollmond guckte und sagte: "Ihr werdet euren Herrn sehen, so wie ihr den Mond seht. Ihr habt keine Probleme ihn zu sehen. Deshalb, wer auch immer kann, sollte es nicht versäumen das Gebet vor Sonnenaufgang (Fajr Gebet) und vor Sonnenuntergang ('Asr Gebet) zu verrichten." Dann rezitierte der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen sei auf ihm): "Und lobe deinen Herren bevor die Sonne aufgeht und bevor sie untergeht. (Sahih al-Bukhari, Nummer 4570 und andere)

7) Außerdem wird das Ereignis Allah zu sehen von Sayyiduna Abu Bakr, Sayyiduna Huzayfa ibn al-Yaman, Sayyiduna Abd Allah ibn Mas'ud, Sayyiduna Abd Allah ibn Abbas, Sayyiduna Abu Musa al-Ash'ari und vielen anderen (Allah möge mit allen zufrieden sein). Es wird nirgends berichtet, dass ein Gefährte (sahabi) vom Gesandten Allahs eine Vision von Allah verwarf; Daher gibt es einen kompletten Konsens der Gefährten darüber. (Sharh al-Aqa'id al-Nasafiyya, Seite 131 & Tuhfat al-Murid Sharh al-Jawhara, Seite 115)

Bezüglich des Verses "Blicke können Ihn nicht erreichen, Er aber erreicht die Blicke. Und Er ist der Allgütige, der Allkundige." (6:103) bezieht sich auf das Umfassen von Allah, dem Erhabenen, mit unseren Visionen. Vision und Umfassen sind zwei verschiedene Sachen. Das Umfassen wird in diesem Vers verworfen, weil die Visionen von Menschen nicht im Stande sind Allah, den Erhabenen, zu umfassen (auch nicht im Jenseits), während die Visionen in vielen Versen des Qur'ans und in vielen Hadithen bewiesen wurde.

Vision von Allah, dem Erhabenen, in dieser Welt

Die paar genannten Beweise oben beziehen sich auf die Möglichkeit Allah zu sehen und dass die Gläubigen Ihn, den Erhabenen, im Jenseits sehen werden. Bezüglich des Sehens von Allah, dem Erhabenen, in dieser Welt gibt es zwei Situationen. Einmal Ihn im wachen Zustand zu sehen und einmal Ihn im Schlaf (Traum) zu sehen.

a) Allah zu sehen, während man wach ist

Da gibt es, mehr oder weniger, einen Konsens unter den Ahl al-Sunnah wa al-Jama'ah Gelehrten, dass, obwohl logisch möglich, niemand in der Lage ist Allah, den Erhabenen, in dieser Welt im wachen Zustand zu sehen. Jedoch gibt es eine unterschiedliche Meinung, ob der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen sei auf ihm) Allah, den Erhabenen, während der Himmelfahrt (miraj) gesehen hat oder nicht.

Der berühmte Hadith und Hanafi Gelehrte Mullah Ali al-Qari (Allahs möge mit ihm barmherzig sein) sagt:

"Es gibt eine Übereinstimmung unter den Muslimen (Gelehrte), dass kein Gläubiger Allah, den Erhabenen, mit seinen Augen in dieser Welt sehen wird. Die Gelehrten unterschieden beim Gesandten Allahs (Allah Friede und Segen sei auf ihm) nur im Hinblick auf das Sehen von Allah während seinem Aufstieg in die Himmel." (Sharh Fiqh al-Akbar, Seite 354)

Mulla Ali a-Qari sagte dann, es gebe einen Konsens über die Tatsache, dass die Vision von Allah nicht in dieser Welt Platz nehmen kann für andere als den Gesandten Allahs (Allah Frieden und Segen sei auf ihm). Er zitierte Ibn al-Salah und Abu Shama, die sagen, dass dem, der behauptet Allah gesehen zu haben während er wach war, nicht geglaubt wird, weil dies (Visionen von Allah während man wach ist) etwas ist, dass sogar Sayyiduna Musa (Friede sei auf ihm) von Allah, dem Erhabenen, verwehrt wurde, in der Er ihm sagte: "Du wirst Mich nicht sehen." Jedoch gibt es eine unterschiedliche Meinung, ob diese Vision dem Gesandten Allahs (Allahs Friede und Segen sei auf ihm) ereignete.

Manche Gelehrte betrachteten so eine Person, die behauptet Allah im wachen Zustand gesehen zu haben, als einen Kafir, obwohl die meisten Gelehrten darin vorsichtig waren und solch eine Person nicht als einen offensichtlichen Kafir sahen. Jedoch gibt es keinen Zweifel, dass diese Person als stark abgewichen betrachtet wird. Deshalb ist es keinen Individuum (außer dem Gesandten Allahs) möglich ist Allah, den Erhabenen, im wachen Zustand in dieser sterblichen Welt zu sehen.

Bezüglich des Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen sei auf ihm), unterschieden die Gefährten, ob er (Allahs Frieden und Segen sei auf ihm) Allah in der Nacht von Isra' und Miraj gesehen hat oder nicht. Sayyiduna Abd Allah ibn Abbas und andere (Allah möge mit ihnen allen zufrieden sein) erzählten, dass er Allah gesehen hat, während Sayyida A'isha, Sayyiduna Abd Allah ibn Mas'ud und andere (Allah möge mit ihnen allen zufrieden sein) der Meinung waren, dass er Allah mit seinen Augen während seiner Himmelfahrt nicht gesehen hat. Als Resultat ergibt sich, dass auch die Gelehrten der Ahl al-Sunnah verschiedene Ansichten zu diesem Thema haben.

Imam al-Bukhari erzählt, dass Sayyiduna Abd Allah ibn Abbas (Allah möge mit ihm zufrieden sein), bezüglich der Aussage von Allah: "Und Wir haben die (Himmels-) Besichtigung, die Wir dir ermöglicht haben, nur als eine Prüfung für die Menschen gemacht…" (17:60) sagte: "Das was den Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen sei auf ihm) gezeigt wurde, in der Nacht wo er zur Bayt al-Maqdis (in Jerusalem) gebracht wurde, waren wirkliche Anblicke (keine Träume). Und der verfluchte Baum (erwähnt) im Qur'an ist der Baum Zaqqum. " (Sahih al-Bukhari, Nummer 3675)

Imam Tirmidhi erzählte auch ein paar paar Überlieferungen von Abd Allah ibn Abbas (Allah möge mit ihm zufrieden sein) worin er sagt, dass der Gesandte Allahs (Allah Frieden und Segen sei auf ihm) seinen Herrn in der Nacht von Isra' und Miraj gesehen hat. (Siehe: Sunan Tirmidhi, Kapitel der Auslegungen des Qur'ans, Surah al-Najm)

Auf der anderen Seite hat Sayyida A'isha (Allah möge mit ihr zufrieden sein) es strikt abgelehnt, dass der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen sei auf ihm) Allah, den Erhabenen, mit seinen Augen gesehen hat. Die folgende Erzählung zeigt ihre Ansicht darüber:

Imam al-Bukhari (Allah möge mit ihm barmherzig sein) erzählt von Masruq: "Ich sagte zu A'isha: "O meine Mutter! Hat Muhammad (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) seinen Herrn gesehen?" Sie antwortete: "Meine Haare stehe zu Berge, wegen dem was du sagst. Weißt du nicht über die drei Dinge bescheid? (Erstens) Wer auch immer dir das sagt, der lügt. Und wer auch immer dir sagt, dass Muhammad (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) seinen Herrn gesehen hat, der lügt." Dann rezitierte sie: "Blicke können Ihn nicht erreichen, Er aber erreicht die Blicke. Und Er ist der Allgütige, der Allkundige." und "Und es ist nicht angemessen für einen Mann, dass Allah mit ihm reden sollte, außer durch Eingebung oder hinter einem Schleier." (Zweitens) Wer auch immer dir sagt, dass er weiß was morgen passiert, der lügt." Dann rezitierte sie: "Keine Seele weiß, was er sich morgen zufügen wird." Und (drittens) wer auch immer dir sagt, dass er (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) etwas versteckte, der lügt. Dann rezitierte sie: "O Gesandter. Rufe (die Botschaft) aus, was dir von deinem Herrn gesandt wurde." Jedoch sah er (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) Jibra'il (Friede sei auf ihm) zweimal in seinem tatsächlichen Wesen." (Sahih al-Bukhari, Nummer 4574)

Manche Gelehrte erklärten, dass der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) eine Vision mit den Augen des Herzens hatte und nicht mit seinen normalen Augen. Das wird von Ibn Abbas' erklärt in anderen Überlieferungen in Sahih Muslim und in einer anderen Stelle sagte er: "Er sah Ihn mit seinem Herzen." Deswegen stehen die beiden Meinungen im Einklang. (Ibn Hajar, Fath al-Bari, 8/430)

Imam al-Bajuri (Allah möge mit ihm zufrieden sein) sagte, dass die bevorzugte Meinung unter den Ulama ist, dass der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) seinen Herrn in der Nacht von al-Isra' und al-Miraj mit seinen Augen gesehen hat. Der Hadith von Sayyiduna Ibn Abbas (Allah möge mit ihm zufrieden sein) wird Vorrang gewährt vor der Meinung von Sayyida A'isha (Allah möge mit ihr zufrieden sein) wegen dem Grundsatz der besagt "Bejahung (ithbat) hat Vorrang vor Verneinung (nafi)". Deswegen werden die Meinungen von Ibn Abbas und anderen (Allah möge mit allen zufrieden sein) bevorzugt und deswegen wird gesagt, dass der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) mit der Vision seinen Herrn in der Nacht von al-Isra' und al-Miraj gesegnet wurde. (Bajuri, Tuhfat al-Murid, Seite 117-118)

Die beste Aussage über dieses Thema ist von Shaykh Muhyi al-Din ibn Arabi (Allah möge mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Diese Welt ist das was unter den Himmel liegt und alles was über den Himmeln, ist wird als Teil der nächsten Welt (akhira) bezeichnet. Deswegen wird die Vision vom Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) nicht als eine Vision dieser Welt angesehen; Vielmehr ist es eine Vision der nächsten Welt und es gibt keine Unstimmigkeiten bezüglich der Visionen im Jenseits. Deswegen war die Vision, die der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) hatte, eine Art Vision des Jenseits. (Siehe Ma'arif al-Qur'an, 3/412)

b) Allah in Träumen sehen

Bezüglich der Visionen von Allah, den Erhabenen, in einem Traum sagte Imam al-Taftazani (Allah möge mit ihm barmherzig sein) in Auslegung von Imam Nasafis al-Aqa'id:

"Bezüglich der Vision von Allah im Schlaf, ist es etwas, dass von mehreren Vorgängern (salaf) berichtet wurde. Und es gibt keinen Zweifel, dass dies eine Art der Beobachtung mit dem Herzen ist und nicht eine mit dem Auge." (Sharh al-Aqa'id al-Nasafiyya, Seite 135)

Mulla Ali al-Qari (Allah möge mit ihm zufrieden sein) sagt in seinem berühmten Sharh Fiqh al-Akbar:

"Die Mehrheit der Gelehrten sind der Ansicht, dass die Vision von Allah, den Erhabenen, im Schlaf möglich ist, ohne irgendwelche Beschreibungen der Art (Modalität) (kayfiyya), Richtung (jiha) oder Wesen (hay'a). Es wird berichtet, dass Imam Abu Hanifa (Allah möge mit ihm barmherzig sein) sagte: "Ich sah Allah, den Erhabenen, 99 mal im Schlaf." Es wird berichtet, dass Imam Ahmad (Allah möge mit ihm barmherzig sein) sagte: "Ich sah Allah, den Erhabenen, in einen Traum und sagte: "O Herr! Wie ist es möglich die Nähe zu Dir zu erreichen?" Er antwortete: "In der Rezitation meiner Worte (Qur'an)." Ich sagte: "O Herr! Rezitation in den man sie versteht oder (auch) wenn man sie nicht versteht?" Er antwortete: "Mit oder ohne sie zu verstehen." Es wird auch vom Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm), dass er sagte: "Ich sah meinen Herrn im Schlaf." Deshalb ist die Vision von Allah im Schlaf aufgezeichnet von vielen Vorgängern (salaf) und seine Art der Beaobachtung mit den Herzen dieser großartigen Menschen…" (Sharh Fiqh al-Akbar, Seite 356-357)

Imam al-Bajuri (Allah möge mit ihm barmherzig sein) sagt:

"Bezüglich des Sehens von Allah, den Erhabenen, erzählt Qadhi Iyadh, dass es keine unterschiedlichen Meinungen bezüglich dieses Ereignisses und der Wahrheit gibt, denn Shaytan kann nicht die "Gestalt" von Allah, den Erhabenen, annehmen, sowie er nicht die Gestalt der Propheten annehmen kann (Friede sei auf ihnen). (Tuhfat al-Murid, Seite 118)

Die paar oben genannten Texte der Gelehrten weisen klar darauf hin, dass Allah, der Erhabene, in Träumen gesehen werden kann (und auch gesehen wurde). Es ist etwas mit dem Seine edlen und frommen Diener gesegnet sind und niemand kann dieses Ereignis leugnen.

Imam al-Bajuri (Allah möge mit ihm barmherzig sein) hat ein paar zusätzliche Anmerkungen bezüglich der Vision von Allah im Schlaf in seiner Auslegung vom Jawhara al-Tawhid erwähnt.

Er sagt, dass wenn jemand Allah in einer Art und Weise sieht, welches nicht unmöglich für Allah ist, dann hat er Ihn gewiss gesehen. Wenn jedoch jemand Ihn sieht in einer Form, welche unmöglich für Ihn ist, wie z.B. Ihn in Form eines bestimmten Individuum zu sehen, dann ist das nicht Allah, vielmehr ist das ein Geschöpf Allahs und der Traum muss von jemanden, der dazu Kenntnisse hat, gedeutet werden. Manche Gelehrten sagten, dass auch in solch einem Fall jemand tatsächlich Allah gesehen hat, aber die Art des Gesehenen ist nicht die Realität von Allah; vielmehr ist es eine Reflektion der Sinne von demjenigen, der diese Vision hat. (Tuhfat al-Murid Sharh Jawhara al-Tawhid, Seite 118)

Imam Ibn Sirin (Allah möge mit ihm barmherzig sein), ein großer klassischer Gelehrter, gilt als ein Meister in der Wissenschaft des Träume Deutens. Er sagt in seinem berühmten Buch, Das Deuten der Träume: (Dieses Buch deckt übrigens über 900 Träume mit deren Bedeutungen. Es erklärt, welche Tatsachen in Erwägung gezogen werden sollten bei einer Interpretation eines Traumes, wann ein Traum als wahr oder falsch betrachtet wird, etc.)

"Sayyiduna Daniyal (Friede sei auf ihm) erzählt, dass wenn ein Gläubiger Allah, den Erhabenen, unvergleichlich gesehen hat, so wie es in den Versen des Qur'ans und in den Hadithen geschildert ist, wird er mit dem herrlichen Blick von Allah, den Erhabenen, gesegnet (im Jenseits) und all seine Bedürfnisse werden erfüllt. Wenn jemand im Traum auf eine Art sah, dass er vor Allah, den Erhabenen, stand und dass Er, der Erhabene, zu ihm guckte, dann ist der Traum ein Zeichen seiner Frömmigkeit und seinem religiösem Wohlstand. Er wird für Vergebung bestimmt werden und wenn er sündhaft ist, wird er bereuen." (Ta'bir al-Ru'ya, Seite 67)

Imam Ibn Sirin geht dann noch weiter viele Arten von Träumen zu erwähnen, in denen man Allah, den Erhabenen, sieht und gibt dazu ihre Auslegungen. Zum Beispiel, wenn jemand Allah, den Erhabenen, sieht, wie er mit ihm im Geheimen redet, dann bedeutet das, dass derjenige Allah, den Erhabenen, nahe ist. Wenn jemand sieht, dass Allah, der Erhabene, ihm einem einen Rat und Nasiha gibt, dann deutet das an, dass Allah, der Erhabene, nicht ganz glücklich mit den Handlungen desjenigen ist. Ein zufriedener Empfang von Allah ist ein Zeichen Seiner Freude und Ermahnung von Allah ist ein Zeichen Seines Zornes und Seiner Wut. Für mehr Details sollte man sich an Imam Ibn Sirins obengenannten Buch wenden, aber man sollte einen zuverlässigen Gelehrten, der Kenntnisse, Frömmigkeit und Weisheit besitzt aufsuchen, bevor man zu irgendeinem Schluss kommt.

Zusammenfassend: Die Vision von Allah, den Erhabenen, ist rational möglich und die Gläubigen werden mit dieser Vision im Jenseits gesegnet. Es ist aber keiner in der Lage Allah in dieser Welt zu sehen, während er wach ist, außer der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) und auch bezüglich des Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) gibt es verschiedene Meinungen unter den Gefährten (Allah möge mit ihnen allen zufrieden sein). Bezüglich des Sehens von Allah im Schlaf, ist es möglich und von vielen frommen Dienern Allahs und Awliya und Gelehrten überliefert.

Und Allah weiß es am besten

Muhammad ibn Adam al-Kawthari
Darul Iftaa, Leicester, UK
http://www.daruliftaa.com
http://qa.sunnipath.com/issue_view.a...D=6259&CATE=24

O Allah führe mich auf dem Weg der Weisen!

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