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(Islam ist “Frieden, Reinheit, Hingabe” und “Gehorsam”) "Der Mensch ist Richter über die Worte die er noch nicht ausgesprochen hat und Gefangener seiner Worte nachdem er es ausgesprochen hat." Hazreti Ali 7.Jh & 'Daß du das Band knüpfst zu dem, der es zerreßt; daß du verzeihst dem, der dir Unrecht tut; daß du gibst dem, der dich beraubt."(Der Prophet Muhammed sallallahu 'aleihi wesellem)
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 Rechtsschulen im Islam
Kemal06 Offline

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Beiträge: 559

11.05.2007 10:44
Das Gebet der Hanafis antworten

Aspekte des Gebets mit
Beweisen,
welche von der Hanafi
Madhab benutzt wird
[Sifatus Salaah: Die Methode des Gebets im Lichte der authentischen Ahadith]
Scheich Muhammed Ilyas Faisal
Madina al-Munawwara
Übersetzt vom Englischen ins Deutsche
Ahlu Sunnah Schura



Einleitung

Sehr oft wird folgende Frage an viele Menschen gestellt: „Folgst du der Din von Imam Abu Hanifa (r.a.) oder der Din von Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem)?“ „Natürlich der Din von Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem)“, kommt dann als Antwort. Dann kommt die zweite Frage: „Warum nennst du dich dann Hanafi?“ Die Person, die nicht viel Wissen hat, wird erst verwirrt sein. Zweifel werden in seinem Verstand geweckt. Langsam driftet er dann in die Richtung ab, den Taqlid abzuleugnen d.h. einen der vier Imame zu folgen, welche Imam Abu Hanifa, Imam Schafi, Imam Malik und Imam Ahmed ibn Hanbal (r.a) sind.

Die Absicht solcher Fragen, die wir oben erwähnten, ist es, im Verstand Zweifel zu wecken, nämlich, wenn du ein Hanafi bist, folgst du der Din von Imam Abu Hanifa, NICHT der Din von Muhammed (Sallallahu aleyhi we sellem). Das ist ein absoluter Irrtum. Imam Abu Hanifa, Imam Schafi und die anderen haben keine eigene Din kreiert. Sie folgten strikt den einen und einzigen Din – der Din des Islam welches von Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem) gebracht wurde. Seine Anhänger folgen ebenfalls der gleichen Din – der Din von Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem).

Warum einen Imam folgen?

Die Frage die dann hier auftaucht ist, warum dann überhaupt einen der vier Imame folgen? Dies kann mit einer Gegenfrage beantwortet werden: „Kennst du all die verschiedenen Gesetze der Din? Bist du fähig alle Gesetze ausfindig zu machen und herabzuleiten bzgl. Wudhu, Salaah, Zakaah etc. direkt vom Quran und Hadith? Weißt du welcher Hadith welchen aufgelöst hat? Hast du die Fähigkeit zwei verschiedene Ahadith, die sich äußerlich widersprechen, in Einklang zu bringen? Weißt du welcher der Aussagen im Quran generell in ihren Ausführungen sind und welche von anderen Texten qualifiziert werden? Etc. etc.“ Wenn jemand nicht das Wissen über diese Aspekte hat, dann hat er definitiv nicht die Fähigkeit Gesetze vom Quran und Hadith abzuleiten. Darum spricht die Ayat direkt jeden persönlich an: „Fragt die Wissenden, wenn ihr nicht wisst.“(43;7)Das heißt, wenn wir nicht das enorme Wissen haben und die Fachkenntnisse, welche benötigt sind um direkt vom Quran und Hadith Gesetze abzuleiten, müssen wir uns entscheiden einen der großen Gelehrten zu folgen, welche Meister in ihrem Felde waren, zwischen denen sich Imam Abu Hanifa befindet. Imam Abu Hanifa war ein Tabi’i (welcher ein Sahabi gesehen hat). Er bekam das Wissen über Hadith von ca. 4000 Meistern. Seine Frömmigkeit war so hoch, dass er 40 Jahre lang das Früh Gebet mit der Waschung des Nachts Gebets verrichtete(d.h. er schlief die ganze Nacht nicht). (Tarihul Bagdad) Sein Wissen, sein Glanz, seine Tugendhaftigkeit und Wahrhaftigkeit waren so, dass alle großen Gelehrten in seiner Zeit seine Meisterhaftigkeit bezeugt haben. Jeder kann sicher sein, dass so jemand die Kapazität hatte die Gesetze direkt von Quran und Hadith auszufiltern.

Ein anderer Grund einem Imam zu folgen ist aufgrund der Führung, die in folgender Ayat im Quran gemeint ist. Allah sagt: „Und folge dem Pfad von dem, der sich mir zugewandt hat.“ (31;15) Sich Allah „zuwenden“ geschieht durch zwei Aspekte, welche grundlegend sind – Wissen und nach dem Wissen praktizieren. In diesem Fall waren die vier Imame wohl in der höchsten Stufe. Imam Abu Hanifa wurde von den verschiedensten Gelehrten als derjenige angesehen, der das meiste Wissen in seiner Umgebung hatte. (Fußnote von Tahzibut Tahzib Band 1 S.451) Makki bin Ibrahim welcher einer der bekannten Lehrer von Imam Buhari war, war ein Student von Imam Abu Hanifa. Imam Abu Hanifa fertigte ein Buch über die Hadithe an, welches „Kitabu Athar“ genannt wird und 40.000 Ahadith beinhaltet. Diejenigen, die solch einem Führer folgen, können sicher sein das sie strikt den Befehlen Allahs und seinem Gesandten (Sallallahu aleyhi we sellem) folgen.

Unterschiedliche Ansichten

An diesem Punkt fragt sich vielleicht jemand: „Wenn doch alle Gelehrten die Gesetze direkt von Quran und Hadith abgeleitet haben, wie kann es dann sein dass sie in verschiedenen Aspekten verschiedene Ansichten haben?“ Um die Wahrheit dieser verschiedenen Ansichten zu verstehen, müssen wir direkt in die Geschichte der Sahaba zurückkehren.

Einst kam Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem) gerade zurück von einer Schlacht und befahl den Sahaba gleich zu dem Ort von Banu Quraizah zu gehen, ein Stamm von Juden welche außerhalb von Madina lebten. Die Absicht war sie zu belagern ,aufgrund des verletzten Abkommens, welche sie mit den Muslimen hatten. Um die Wichtigkeit der Angelegenheit der Sahaba klar zu machen, sagte Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem) zu ihnen: „Keiner von euch soll das Nachmittagsgebet vollziehen bis wir in Banu Quraizah sind.“ Als die Sahaba auf der Reise waren, kam die Zeit vom Nachmittagsgebet. Einige Sahaba fühlten sich verpflichtet sofort das Nachmittagsgebet zu verrichten. Sie sahen den Befehl von Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem) als ein Zeichen für die Eile, damit sie zügig zu ihrem Ziel voranschreiten. Es hieß aber nicht, dass man das Gebet während der Reise nicht verrichten konnte. Somit verrichtete eine Gruppe ihr Gebet auf der Reise. Eine andere Gruppe der Sahaba sahen den Befehl wörtlich und haben das Gebet erst vollzogen, als sie bei Banu Quraizah ankamen. Als später Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem) darüber informiert wurde, hatte er keine von beiden Gruppen zurückgewiesen. [Sahih Buhari]

Hier sehen wir, dass die Unterschiede durch die unterschiedlichen Interpretationen hervorkommen. Wie auch immer, diese Unterschiede in der Interpretation spielen nur eine Rolle, wenn sie von jemanden kommen der ein tiefes grundlegendes Wissen in dem Din hat und Meisterhaftigkeit im Quran, Hadith und anderen Aspekten erreicht hat. Von Zeit zu Zeit tauchen verschiedene Interpretationen auf, aufgrund der verschiedenen Überlieferungen, welche gefunden werden und zu einem bestimmten Aspekt gehören. Ein Imam gibt auf der Basis von verschiedenen Kriterien der einen Überlieferung mehr Wert und ein anderer Imam bevorzugt im Lichte seines Wissens eine andere Überlieferung. Dies ist der hauptsächliche Grund, warum Unterschiede auftauchen. Genauso wie Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem) nicht eine der Gruppen, welche oben erwähnt werden, in diesem Fall zurückgewiesen hat, genauso kann man die Imame, welche den Rang des Mudschtahid erlangt haben (jemand der die Kapazität hat direkt vom Quran und der Hadith Gesetze abzuleiten) nicht wegen ihren unterschiedlichen Ansichten beschuldigen, sogar wenn sie sich geirrt haben. Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem) sagt: „Wenn ein Hakim (Richter) ein Urteil fällt und sein möglichstes gegeben hat um ein korrektes Urteil zu finden und er Urteilt richtig, bekommt er doppelten Lohn. Wenn er sich jedoch irrt, nachdem er alles in seiner Kraft getan hat, bekommt er einfachen Lohn.“ (Buhari, Band 2, S.1092)
Ibn al Munzir (r.a) sagt in dem Kommentar zu diesem Hadith, dass ein Richter nur seinen Lohn bekommt, wenn er durchgehendes Wissen hat und im Lichte seines Wissens das Urteil fällt. (Siehe Fußnoten von Sahih Buhari) Die vier Imams hatten die Möglichkeit und das Wissen, das nötig war, um Idschtihad zu praktizieren. So fallen sie unter den Bereich der Hadithe.


Nur einem Imam folgen

Ein anderer Punkt der dann oft kommt ist: „Warum ist es nötig nur einen Imam zu folgen? Warum kann einer nicht einem Imam in einem bestimmten Bereich folgen und in einem anderen Bereich einen anderen Imam?“ Die simple Antwort dazu ist Folgende: Auf welcher Basis will jemand herauspicken und auswählen, da man doch nicht das ausreichende Wissen hat die Gesetze direkt von der Quelle zu finden. Dieser wird nicht die Fähigkeit haben die verschiedenen Schlussfolgerungen eines jeden Imams zu bewerten. Infolgedessen wird es selbstverständlich auf der Grundlage zu sein, die einem passt. Das ist nichts anderes als seinen Gelüsten zu folgen – von dem Allah oft in Quran warnt. Seinen Gelüsten zu folgen kann manchmal auch einen zum Kufr führen. Die größeren Juristen der späteren Zeit, unter ihnen Schah Waliyullah (r.a.) sagten, dass es Wajib sei einem Imam zu folgen.“

Authentizität des Hadith

Hier muss noch ein Punkt geklärt werden, bezüglich der Authentizität der Ahadith. Die generelle Masse ist der Ansicht, dass ein Hadith nur authentisch ist, wenn es in Sahih Buhari oder in Sahih Muslim enthalten ist. Das ist eine falsche Vorstellung. Die Authenzität des Hadith basiert auf der Kette der Überlieferer, egal ob es in den Sihah Sitta (die berühmten sechs authentischen Hadith Sammlungen) oder in einen neben diesen Büchern enthalten ist. Imam Muslim hat in seinem Mukaddama geschrieben (Vorwort von Sahih Muslim), dass er nicht jeden authentischen Hadith niedergeschrieben hat in seinem Sahih. Nach Imam Buhari und Imam Muslim gibt es mehr authentische Ahadith, welche nicht in ihren Büchern niedergeschrieben worden sind. Die Hanafi Madhab wurde vom Quran und Hadith hervorgebracht wie jede andere Madhab. Um wirklich die Übereinstimmung der Hanafi Madhab mit der Hadith zu begreifen und vollkommen zu verstehen, muss man folgende Bücher studieren bezüglich Hadith: (1) Scharah Ma'anil Aathar (2) Aldschawharan Naqi (3) Nasbur Rayah (4) I'la as-Sunan (5) Bazlul Madschhood (6) Fathul Mulhim (7) Awdschazul Masalik (8) Aathaarus Sunan, etc.

Der Zweck dieses Buches

Es wurde oben schon erwähnt, dass die Unterschiede zwischen den Imamen auf den verschiedenen Überlieferungen und verschiedenen Interpretationen basieren. Jedenfalls haben all die Imame ihre Beweise aus dem Quran und der Sunnah. Es ist die Aufgabe einer jeden Person, während er seinen Imam strikt folgt, die anderen Imame und ihre Anhänger zu respektieren. Trotz alldem, gibt es heutzutage viele Leute, welche das Folgen von den vier Imamen absolut verwerfen. Stattdessen behaupten sie direkt dem Quran und der Hadith zu folgen, doch in Wirklichkeit haben sie angefangen einigen modernen ghair muqallid (jemand der den Taqlid ablehnt) zu folgen (Taqlid zu machen).

So ist es, zusammen damit verunglimpfen sie die Anhänger eines Imams und klassifizieren jemanden damit, dass er der Din von Imam Abu Hanifa folge und von anderen – nicht der Din von Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem). Sie behaupten, sie seien die einzigen welchen den Hadith folgen wobei andere den Hadith widersprechen. Viele Menschen fallen auf diese Propaganda rein. Deswegen hat dieses Buch die Absicht gefasst, die Beweise speziell der Hanafi Madhab zu erklären, welche hauptsächlich ein generelles Ziel von Angriffen sind. Die Absicht ist es ganz simpel zu zeigen, dass derjenige der nicht viel Wissen hat, den Din von Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem) folgt und nicht einer anderen. Dieses Buch beabsichtigt nicht ein Gewitter der Debatten und Diskussionen zu wecken. Alle Imame haben ihre Beweise, wie schon erwähnt wurde. Wir hoffen nur, dass die fundamentlose Propaganda, die man gegen diejenigen die den vier Imamen folgen macht, in ihre Schranken gewiesen wird.

Über dieses Buch

Am Anfang wurde ein sehr detailliertes Buch über dieses Thema geschrieben in Urdu von Scheich Muhammed Ilyas Faisal aus Madina Munawwarah. Eine Kurzfassung wurde später veröffentlicht. Das ist die (Deutsche Übersetzung von der) englischen Übersetzung, welche von Mawlana Abdulkadir Wawda von Madrasah Talemuddin gemacht wurde. Es wurde einiges dazu ersetzt, wo man es als angemessen sah. Es muss ebenfalls gesagt werden, dass jede Überlieferung in diesem Buch höchste Authentizität hat und solch eine Stufe, welche nach den Muhaddithin benutzt werden darf, um Gesetze für die Din herzuleiten. Möge Allah Ta’ala diese bescheidene Anstrengung belohnen und soll es als einen Grund für unseren Frieden am Tage des Gerichts sein. Amin.











Masnoon des Wudhus[1]

Hazrat Usman (Radiyallahu Anhu) fragte einmal: „Soll ich dir nicht die Art zeigen, wie Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) den Wudhu ausgeführt hat?’’ Danach führte er den Wudhu in solch einer Weise durch, dass er jedes Glied dreimal wusch. [Sahih Muslim, Kapitel bzgl. wudhu, Hadith 23]

Masah[2]

Hazrat Abdullah ibn Umar (Radiyallahu Anhu) erzählt, dass Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) Folgendes sagte: „Wer auch immer den Wudhu ausführt und den Masah über den Nacken macht, wird am Tag des jüngsten Gerichts von dem Tragen einer Kette (aus Feuer) rundum seines Nackens geschützt.“ Der berühmte Kommentator Allamah Ibn Hajar Asqalani (Rahmetullahi Aleyh) von Sahih al-Buhari schreibt in seinem Buch Talkhisul Habir (Band. 1: S.92), dass diese Überlieferung Sahih ist. Allama Schawkani hat dies ebenfalls in Naylul Awtar (Band 1, S.202)bestätigt.
Ausführen des Masah über übliche Socken
(aus Baumwolle, Polyester, Nylon etc.)

Es ist nicht erlaubt beim Wudhu über übliche Socken den Masah auszuführen (alle Socken außer auf die aus Leder). Es gibt keine authentische Überlieferung, dass diese Handlung genehmigt ist. Im Kommentar von Tirmidhi (Tuhfatul Ahwazi) schreibt der berühmte Ahlul Hadith Gelehrte Allamah Mubarakpuri, dass die Praxis des Masah über Baumwolle, Wollstoff, Nylon und Socken die aus ähnlichem Materialien hergestellt worden sind, von keinem authentischen Hadith gesichert sind (Band 1, S. 333). Viele andere hochrangige Gelehrte von der ghair muqallid Sekte (jene die den Taqlid verbieten) haben diese Praxis widerlegt und es als unzulässig erklärt.

Empfohlene Zeiten für die täglichen fünf Gebete

Hazrat Abu Hurayra (Radiyallahu Anhu) erzählt: „Wenn die Länge deines Schattens (von der Sonne) identisch mit deiner Höhe ist, dann führe das Zuhur Salaah aus (Mittagsgebet). Wenn die Länge deines Schattens das Zweifache deiner Höhe wird, dann verrichte das Asr Salaah (Nachmittagsgebet). Wenn die Sonne untergegangen ist, dann verrichte das Maghrib Salaah (Abendgebet). Verrichte das Ischa Salaah (Nachtgebet) bevor ein drittel der Nacht vergangen ist und führe das Fadschr Salaah (Morgengebet) aus, während es noch dunkel ist.’’ [Muwatta Imaam Maalik Band1, S.8, Hadith 9]



Masnoon Zeit für das Mittagsgebet (Zuhur Salaah)

Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) sagte: „Wenn die Hitze sehr intensiv wird (nach dem Zenitpunkt), dann verzögert das Mittagsgebet bis es kühler wird, wahrlich die Intensität der Hitze ist ein Effekt von Dschahannam.“[Sahih Muslim, Hadith 615]

Masnoon Zeit für das Nachmittagsgebet (Asr Salaah)

Es war eine großartige Angewohnheit von Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem), dass er es zum Gebrauch gemacht hatte das Nachmittagsgebet solange zu verzögern, bis die Sonne weiß und klar wurde. [Abu Dawud; Waqtul Asr]

Masnoon Zeit für das Morgengebet (Fajar Salaah)

Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) berichtete: „Verrichte das Morgengebet, wenn der Himmel in der Zeit der Dämmerung erleuchtet wird, weil dies ein Mittel ist eine größere Belohnung zu verdienen.“ [Tirmidhi, Hadith 154]

Imam Tirmidhi erklärt, dass die Mehrheit der Sahaba (Radiyallahu Anhum) es zum Gebrauch gemacht hat, zu dieser Zeit zu beten. (wenn der Himmel dämmerte)

Masnoon Methode von Iqamah

Hazrat Bilal (Radiyallahu Anhu) (Rasulullahs(Sallallahu aleyhi we Sellem) Muadhin, benutzte das Ausrufen der Wörter beim Azan und Iqamah zweimal (Diese Hadith wurde als sahih eingestuft- Musannaf Abdur Razzaak; siehe Aatharus Sunan Band 1 S.53)

Die Muadhins von Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem), Abu Mahzora (Radiyallahu Anhu) und Sewban (Radiyallahu Anhu), benutzten ebenfalls den Ausruf des Azaan und Iqamah in der oben erwähnten Methode (die Wörter jeweils zweimal aufsagen). Allaamah Shawkani (r.a.) bestätigte die Authentizät der oben erwähnten Überlieferung in Naylul Awtar(Band 2, S. 24)

Bedecken des Kopfes während des Gebets

Ibn Umar (Radiyallahu Anh) überliefert, dass Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) eine weiße Gebetsmütze getragen hat. (Tabarani- Allama Suyuti stufte diesen Hadith als sehr authentisch ein: Siehe Sirajul Munir Band 4, S. 112) Dies steht geschrieben in Fataawa Thunaaiyya (Band 1, S. 525) und in der Fatawa der Ahlul Hadith Gelehrten (Band. 4, S. 291) steht geschrieben, dass Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem ) es immer zum Gebrauch machte seinen gesegnetenKopf während des Gebets zu verdecken. In dem gleichen Buch wird erwähnt, dass das absichtliche Entfernen der Kopfbedeckung und somit das Gebet ohne Kopfbedeckung zu verrichten, entgegengesetzt der Sunnah ist (Band 1, S.523)

Das Heben der Hände bis zu den Ohrläppchen

Hazrat Katade (Radiyallahu Anhu) erzählt, dass er Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) beim Ausführen des Gebets sah. Er erzählt, dass Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem), seine Hände hebte, bis sie in der Höhe der Ohrläppchen waren. [Sahih Muslim, Kapitel Istihbaabur Raf’, Hadith 391]

Das Binden der Hände unter den Bauchnabel

Hazrat Ali (Radiyallahu Anhu) überliefert, dass das Platzieren der einen Hand über der anderen Hand unter dem Bauchnabel, die Sunnah von Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) ist. [Abu Dawud, Kapitel Wad’ul Yumna, Hadith 756; Sunnan al-Bayhaqi 312, Musannaf Ibn Abi Shayba 1:39]

Die oben erwähnte Art über das Binden der Hände, wird außerdem auch von Hazrat Anas (Radiyallahu Anhu) überliefert.

Wa'il ibn Hujr (Radiyallahu Anh) überliefert:
„Ich sah Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem) wie er seine rechte Hand über die linke Hand gebunden hat und dann unter seinem Bauchnabel platziert hat.“ [Musannaf Ibn Abi Shayba, Athar al-Sunnan 90]

Hajjaj ibn al-Hasan überliefert:
Entweder hörte ich Abu Milijaz sagen oder es wurde mir berichtet, dass er gefragt wurde: „Wo sollte man seine Hände im Gebet platzieren?“ Er gab als antwort: „Man sollte die innere Handfläche der rechten Hand auf die linke legen und sie unter dem Bauchnabel platzieren.“ (Ibn Abi Schayba 1:390 Hasan nach Allama ibn Al-Turkmani al-Mardini)

Abu Hurayra (Radiyallahu Anh) überliefert: „Das Platzieren der Hände im Gebet sollte unter dem Bauchnabel sein.“ (Al-jawhar al-naqi 2:31 Hasan)

Anas (Radiyallahu Anh) überliefert, dass es drei Aspekte bzgl. Der Prophetenschaft gibt:
1-Das Fasten schnell zu brechen
2-Das Essen vor der Morgendämmerung hinauszögern
3-Die Hände unter dem Bauchnabel im Gebet zu binden(Al-Jawhar al-Naqi 2:31; Hasan)

Das leise Aufsagen von Bismillah

Hazrat Anas (Radiyallahu Anhu) sagte: „Ich verrichtete das Gebet in der Gemeinde hinter Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem), Abu Bakr, Umar und Osman (Radiyallahu Anhum) und ich hörte nie von ihnen das Bismillah rezitieren.“[Sahih Muslim, Hadith 399]

Imam Tirmidhi (r.a.) stellte klar, dass die Mehrheit der Sahaba (Radiyallahu Anhum) ebenfalls die Bismillah leise rezitierten.
Die Muqtadi (Anhänger) sollten zuhören und schweigsam verbleiben

Allahu Ta’ala sagt: „Und wenn der Quran verlesen wird, so hört zu und schweigt in Aufmerksamkeit, auf daß ihr Erbarmen finden möget.“ (6;204)

Hazrat Abdullah Ibn Mas'ud, Abu Hurayra, Abdullah Ibn Abbas and Abdullah Ibn Mughaffal (Radiyallahu Anhum) drückten aus, dass dieser Vers des Quran im Hinblick für die Khutba (des Juma’ah) und das Gebet offenbart wurde. [Tafsir Ibn Kathir, Band 1 S. 281]

Der Befehl dieses Verses von dem Heiligen Quran ist, dass wenn der Imam den Quran laut rezitiert, die Betenden hinter dem Imam aufmerksam zuhören müssen und wenn er leise rezitiert, müssen die Anhänger des Imams schweigsam verbleiben.

Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) berichtete: „Wenn ihr das Gemeinschaftsgebet verrichtet, dann macht eure Reihen gerade. Wenn der Imam danach den Tekbir (laut Allahu Akbar sagt) aufsagt, so bist du auch verpflichtet den Tekbir aufzusagen. Wie auch immer, wenn er anfängt den Quran vorzutragen, musst du schweigsam bleiben und wenn er weled da’alin rezitiert, dann solltest du Aameen sagen. Wenn du dein Gebet auf diese Art ausführst wird Allahu Ta’ala dich dafür lieben.’’[Muslim; Kapitel Taschahhud]

(Ein ähnlicher Hadith wurde von Abu Hurayra (Radiyallahu Anhu) überliefert- Imam Muslim hat die Authentizität bestätigt)

Der Muqtadi muss nicht die Sure Fatiha rezitieren

Es wurde von Hazrat Ata Ibn Yasir (Radiyallahu Anhu) berichtet, dass er Hazrat Zaid Ibn Thaabit (Radiyallahu Anhu) über das Rezitieren des Qira’at mit dem Imam gefragt hat.

Hazrat Zaid (Radiyallahu Anhu) antwortete: „Es gibt kein Rezitieren des ruhmvollen Quran in irgendeinem Gebet hinter dem Imam.“ [Sahih Muslim, Kapitel Sujood-ut-Tilaawah, Hadith 577]

Die Qiraat von dem Imam genügt für die Muqtadi

Hazrat Abdullah Ibn Umar (Radiyallahu Anhu) war es gewöhnt wiederholend zu sagen: „Wer auch immer das Gebet hinter dem Imam ausführt, ihm genügt die Qiraat des Imam.“ [Sunan Baihaqi; Im Kapitel über das Nichtrezitieren des Qiraat hinter dem Imam — Imaam Baihaqi (r.a.) hat diese Hadith als Sahih eingestuft]

Jene Person, die persönlich das Gebet ausführt, muss die Sure Fatiha rezitieren

Hazrat Abdullah Ibn Umar (Radiyallahu Anhu) wurde gefragt: „Muss der Muqtadi hinter den Imam rezitieren?“ Er antwortete, dass die Qiraat des Imam für die Muqtadi genügend ist. Aber wenn er das Gebet persönlich ausführt, dann muss er die Qiraat rezitieren. Dies war die Praxis von Hazrat Abdullah Ibn Umar (Radiyallahu Anhu), genau so, dass er nicht die Sure Fatiha hinter den Imam rezitierte. (Aathaarus Sunan (Band 1 S.89) dieser Hadith wurde als Sahih eingestuft).


Hazrat Dschabir (Radiyallahu Anhu) überliefert, dass derjenige der die Sure Fatiha in irgendeiner Rakat nicht rezitiert, dessen Gebet ungültig ist. Wenn er jedoch hinter den Imam ist, dann muss er nicht die Sure Fatiha rezitieren. (Die Authentizität dieser Hadith wurde als Hasan eingestuft— Tirmidhi- Kapitel: Nicht hinter den Imaam rezitieren). Auf Basis dieses Hadithes, dass Imam Tirmidhi (r.a.) dies von Imam Ahmad Hanbal [welcher der Lehrer von dem Lehrer von Imam Bukhari (r.a.) war] überliefert bekommen hat, dass die Schilderung: „Wer auch immer die Sure Fatiha im Gebet nicht rezitiert, dessen Gebet ist nicht vollständig“ auf jene bezogen ist, die das Gebet alleine verrichten. Der Muqtadi wird somit nicht einbezogen (Jami’ Tirmidhi). In der obigen Hadith wird es klar erwähnt, dass der Muqtadi nicht die Sure Fatiha rezitieren muss.
„Amin“ muss leise aufgesagt werden

Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) berichtete folgendes:„Beeile dich nicht vor den Imam! Wenn er den Takbir aufsagt, dann tue dasselbe. Wenn er Weled Da’alin rezitiert, dann solltest du Amin sagen. Wenn er in den Ruku geht, dann gehe auch in die Ruku und wenn er sami’-Allahu liman hamidah aufsagt, dann sprich Allahumma Rabbana wa lakal hamd." [Sahih Muslim, Hadith 415]

Im Hinblick auf das Aufsagen von Amin ist diese Überlieferung sehr klar und deutlich, wie im Ereignis wo der Imam Allahu Akbar und sami’-Allahu liman hamidah laut aufsagt, aber die ihm folgen sagen „Allahu Akbar“ und „Rabbana lakal hamd“ leise auf. Wenn der Imam "weled da’alin" laut rezitiert, wird auf die gleiche Art und Weise Amin leise ausgesprochen. Es wurde außerdem von Abu Ma’mar überliefert, dass Umar (Radiyallahu Anh) folgendes sagte: „Der Imaam soll vier dinge leise rezitieren- Ta’awwuz, Bismillah, Amin und Rabbana Lakal hamd.“ (Aini Band 1 S. 620)

Das Hochheben der Hände (in Höhe der Schulter) während des Gebets

Hazrat Dschabir Ibn Samurah (Radiyallahu Anhu) überliefert, dass einmal Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) aus seinem Haus in Richtung zu uns kam und sagte: „Warum ist es so, dass ich von euch allen die Hände hochheben sehe, wie die Schwänze von hartnäckigen Pferden. Seid gelassen im Gebet.“[Sahih Muslim, Hadith 430]

Allein dieser Hadith macht deutlich, dass dies zum Verbot dieser früheren Praxis geschildert wurde.



Beweise für das Ausführen des Gebets von Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem)

Hazrat Abdullah Ibn Mas'ud (Radiyallahu Anhu) sagte: „Soll ich euch nicht zeigen auf welche Art Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) sein Gebet ausgeführt hat?“ Danach führte er das Gebet aus und erhob seine Hände kein weiteres Mal, außer am Anfang des Gebets.[Tirmidhi, Hadith Nr.257] Dieser Hadith wurde als Hasan eingestuft. Ibn Hazm (r.a.) hat dies als Sahih erklärt. Ahmed Schakir (r.a.) hat es ebenfalls als Sahih eingestuft.

Beweise für das Ausführen des Gebets von den Sahaabah (Radiyallahu Anhum)

Es wird überliefert, dass es Hazrat Alis (Radiyallahu Anh) Gebrauch war die Hände am Anfang beim Tekbir (während des Gebets) hochzuheben. Danach tat er dies nicht mehr. [Sunan Bayhaqi]

(Die Kommentatoren von Buhari Scharif, Allama Ibn Hajar, Allama Zayla’i und Allama’ Ayni (r.a.) haben gesagt, dass diese Überlieferung und deren Überlieferkette Sahih sind)

Es sollte zu Kenntnis genommen werden, dass es Fakt ist, dass die Praxis von Hazrat Umar, den verbeleibenden Khulafa-i Raschidin, Hazrat Abdullah Ibn Mas’du und noch vielen anderen Sahabah (Radiyallahu Anhum) dieselbe waren, nämlich, dass sie ihre Hände nur zu der Zeit des ersten Takbir hochgehoben haben. Imam Tirmidhi (r.a.) bestätigt ebenfalls, dass dies die Praxis von einer großen Anzahl von Sahabah (Radiyallahu Anh)war.

Jalsatul Istiraaha- Das kurze Sitzen nach der zweiten Sajdah vom ersten oder dritten Rakaat

In einer Überlieferung von Ibn Sahl (Radiyallahu Anh) wird erwähnt, dass Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) beim Bewegen in die Sajdah gleichzeitig den Takbir aufgesagt hat. Danach sagte er gleichzeitig den Takbir beim Aufrecht stehen, ohne zu sitzen.[Abu Dawud, Hadith Nr. 966]

Im Sunan von Imam Bayhaqi (r.a.) ist es aufgezeichnet, dass dies dies Praxis von Hazrat Abdullah Ibn Mas’du (Radiyallahu Anh)war. In Nasabur Rayah von Allama Zayla’i (r.a.) steht geschrieben, dass dieses Vorgehen dieselbe Praxis von Umar, Ali, Abdullah Ibn Zubeyr und Abdullah Ibn Abbas (Radiyallahu Anh)war. (Band 1, S.289)

Auch Allamah Turkumani schrieb in seinem Jauharun Naqi bezüglich mehrerer Sahaba (Radiyallahu Anh), dass es deren Praxis warnach der ersten und dritten Rakat ohne zu sitzen von der Sajdah gerade aufzustehen. (Band 1, S.125)





Taschahhud

Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) sagte: „Wenn du während des Gebets sitzt, lese Folgendes- „Ettehiyatu lillahi….“ Danach sollte er sich was auch immer er sich wünscht von dem Bittgebet auswählen’’ [Sahih Muslim, Hadith Nr. 402; Sahih Bukhari, Kapitel über Tashahhud]

Das Heben des Zeigefingers, während des Taschahhud

Es wurde überliefert, dass es Rasulullah’s (Sallallahu aleyhi we Sellem) Gebrauch war, beim Sitzen des Bittgebets (Rezitieren des Tashahhud), seine rechte Hand auf sein rechten Oberschenkel zu legen und seine linke Hand auf sein linken Oberschenkel. Er zeigte seinen Zeigefinger nach oben, wo er die Schahadah rezitierte. Er hatte dabei das Ende seines Daumens mit dem Mittelfinger verbunden (dadurch einen Kreis geformt). [Sahih Muslim, Kapitel über die Beschreibung vom Sitzen Hadith Nr. 579]

Durood Sharif

Die Sahabah-i-Kiraam (Radiyallahu Anhum) fragten Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) welchen Durood sie rezitieren sollten (während des Gebets). Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) antwortete: „Rezitiert folgende durood- Allahumma salli ala Muhammed……..“

Das Heben der beiden Hände beim Dua

Es wurde überliefert, dass Abdullah Ibn Zubayr (Radiyallahu Anhu)einen Mann sah, der seine Hände erhob und Dua machte, bevor er sein Gebet vervollständigt hatte. Als er sein Gebet beendet hatte ging Abdullah Ibn Zubayr (Radiyallahu Anhu) zu ihm und sagte: „Wahrlich, Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) benutzte das Heben seiner Hände für Dua nur, wenn er sein Gebet beendet hatte.’’(Die Überlieferer dieser Hadith sind alle vertrauenswürdig- Majmauz Zawaaid, Band 1, S.169).

Es wird außerdem in Fatawa von Ahlu Hadith (Band 1,S.190) erwähnt, ebenso wie in Fatawa Naziriya (Band 1, S.566), dass im Lichte der Schariah die Dua nach dem Gebet eine authentisch gefestigte Praxis ist und Mustahab.

Sunnah vor Salat al-Zuhr (Mittagsgebet)

Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) sagte: „Wer auch immer vier Rakat vor dem Farz des Mittagsgebets und vier Rakat danach ausführt, denjenigen wird Allah Ta’ala das Feuer der Hölle Haram machen.“[Tirmidhi, Hadith Nr. 428]


Sunnah vor Salaat al-Asr (Nachmittagsgebet)

Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) sagte: „Möge Allah seine Barmherzigkeit über die Person zeigen, welcher vier Rakat vor dem Farz des Nachmittagsgebet ausführt.“ [Tirmidhi, Kapitel über die Überlieferung bezüglich der vier Rakats, Hadith Nr. 430]

Sunnahs des Salaat al-Maghrib(Abendgebets)

Hazrat Abu Ma’mar (Radiyallahu Anhu) sagte, dass die Sahaabah (Radiyallahu Anhum) die vier Rakaats nach dem Farz als Mustahab betrachtet haben. [Qiyaamul-Layl von Marwazi S.58]

Vier Rakaats vor dem Salaat al-Ischa (Nachtgebet)

Hazrat Sa’id Ibn Dschubair (Radiyallahu Anhu) überliefert, dass die Sahaabah (Radiyallahu Anhum), das Ausführen der vier Rakaats vor dem Farz des Nachtgebets als Mustahab berücksichtigten. [ibid, S.58]

Die drei Rakaats des Witr

Hazrat Aischa (Radiyallahu Anh) berichtete(Im Hinblick auf das Tahajjud Gebet von Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem)): „Er (Sallallahu aleyhi we Sellem) hatte nie mehr als elf Rakats ausgeführt, ob in Ramadhan oder außerhalb von Ramadhan. Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) führte zwei lange Rakaat Einheiten von den vier Rakaats aus, jede mit solch einer Vortrefflichkeit und Hingabe, welche nicht beschrieben werden können. Danach verrichtete er die drei Rakaats des Witr-Gebets.“ [Sahih Muslim, Kapitel über Salaatul Layl, Hadith Nr. 738]

Hazrat Asim (Radiyallahu Anhu) berichtete: „Ich fragte Hazrat Anas Ibn Malik betrefflich des Kunud des Witr. Er bestätigte, dass es ein Vorkommnis des Witr Gebets ist. Dann fragte ich ob man es vor dem Ruku oder danach rezitierte. Er antwortete: „Es sollte vor dem Ruku rezitiert werden.“ Dann informierte ich ihn über eine bestimmte Person welchen er sagen hören hat, dass man es nach dem Ruku rezitieren sollte. Hazrat Anas (Radiyallahu Anhu) lehnte dies heftig ab. Darüber hinaus sagte er: „Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) rezitierte die Kunud nach dem Ruku für nur ein Monat(bezogen auf die Kunud naazilah)“[Sahih Bukhari, Kapitel über Kunud vor dem Ruku]

In Musannaf von Ibn Abi Schaybah wird erwähnt, dass aufgrund dessen die Sahaaba-i-Kiraam (Radiyallahu Anhum) die Kunud vor dem Ruku rezitiert haben.

Allama Ibn Hajar (r.a.) sagt in seinem Kommentar von Buhari- Fath al Bari: „dass wir nach der Analyse von all den Überlieferungen lernen, dass es die reguläre Praxis war vor dem Ruku die Kunud zu rezitieren. Jedoch wird die Kunud bei bestimmten Vorfällen (befallen von einem Unglück etc.) nach dem Ruku gelesen.“ (Band 1, S. 291)



Der Salam sollte am Ende des Witr Gebets gegeben werden

Hazrat Aischa (Radiyallahu Anhu) erzählt, dass Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) gewöhnt war drei Rakats Witr zu verrichten, ohne zwischendrin den Salam zu geben ( z.B. nach zwei Rakaats)[Zadul Ma’aad, S.110]

Allama Ibn Hajar (r.a.) schrieb in Fathul Bari (dem Kommentar von Sahih Buhari), dass Hazrat Ubay Ibn Ka’b, Hazrat Umar, Abdullah Ibn Mas’ud und Anas Ibn Malik (Radiyallahu Anhum) gebrauchten den Salam am Ende der drei Rakats von Witr, nicht dazwischen (Band 1, S. 291)

Zwei Rakat Sunna von Fajr (Morgengebet)

Es wurde überliefert, dass einst Hazrat Abdullah Ibn Mas'ud (Radiyallahu Anhu) die Masjid (Gebetstätte) erreichte, während der Imam zur Führung des Morgengebets sich mit den Betenden versammelte. Deswegen hatte er bis jetzt nicht die zwei Rakaat Sunnah des Morgengebets ausgeführt, er stand hinter einem der Pfeiler von der Masjid und verrichtete die zwei Rakat Sunnah (Während die Jama’ah in Vorwärtskommen war). Danach schloss er sich der Jama’ah an. [Majmauz-Zawaaid, Band 1, S.75]

Dies war außerdem die Praxis von Abdullah Ibn Abbas, Abu Dardaa und Uthmaan (Radiyallahu Anh)

Kadha der zwei Rakat Sunnah von Salaat al-Fajr (Morgengebet)

Es wurde berichtet das Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) Folgendes sagte: „Wer auch immer die Sunnah vom Morgengebet nicht ausführt, der soll es nach dem Sonnenaufgang verrichten.“[Tirmidhi, Hadith Nr. 423]

In Muwatta von Imam Malik (r.a.) wird überliefert, dass dies auch die Praxis von Abdullah Ibn Umar (Radiyallahu Anh) war.

Salaat al-Tarawih während der Lebenszeit von Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem)

Es wurde überliefert, dass eines Nachts während des Ramadhan, Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) das Tarawih Gebet in der Masjid verrichtete. Eine Gruppe von Sahabah hatte sich ihm während des Gebets angeschlossen. In der nachfolgenden Nacht ereignete sich dasselbe wie in der vorhergehenden Nacht, außer, dass sich die Anzahl der Angeschlossenen sich enorm erhöht hatte. Infolgedessen, in der dritten oder vierten Nacht kam Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) nicht zur Masjid um das Tarawih Gebet mit den Leuten auszuführen. Am folgenden Morgen sprach er zu ihnen: „Ich habe wahrhaftig euren Eifer gesehen (Tarawih hinter mir zu beten), aber ich habe befürchtet, dass während des Ramadhan dieses Gebet über euch Fardh (Pflicht) gemacht wird, deshalb kam ich nicht raus um euch während des Tarawih anzuschließen. [Muslim, Hadith Nr.761]

Salaat al-Tarawih während der Periode der rechtgeleiteten Khulafa (20 RAKAATS)

Hazrat Yazid Ibn Ruman (Radiyallahu Anhu) erzählt, dass während des Kalifats von Hazrat Umar (Radiyallahu Anhu), die Sahabas 20 Rakaats für das Tarawih und drei Rakaat des Witr Gebets ausgeführt haben (mit der Jamaat). [Muwwatta Imaam Maalik, Kapitel über das Stehen während des Gebets im Ramadhan]

Während des Kalifats von Abu Bakr (Radiyallahu Anhu) war das Tarawih mit der Jamaat nicht verbreitet. Die Praxis in jeder Nacht des Ramadhaans mit der Jamaat 20 Rakats auszuführen und den Quran zu vollenden begann nur während des Kalifats von Hazrat Umar (Radiyallahu Anhu). All die Sahabah waren über das Vorhandensein dieser Praxis einverstanden. Einschließlich der weiteren Kalifen Hazrat Umar, Hazrat Osman und Hazrat Ali (Radiyallahu Anhu), bis zu der heutigen muslimischen Ummah sind dieser Praxis gefolgt.

Die 20 Rakaats des Tarawih wurden also in den beiden Masjids von Makkah und Madinah bis zu der gegenwärtigen Zeit ausgeführt. Jedoch ist es sehr traurig, dass in letzter Zeit eine Gruppe von Leuten in Widerspruch mit der Übereinstimmung der Sahaabah (Radiyallahu Anhum) und den Rest der Ummah im Hinblick auf die Anzahl der Rakaats des Tarawih Gebets stehen.

Der Takbir des Salaat al-Iyd

Hazrat Abu Musa Asch’ari (Radiyallahu Anhu) wurde bezüglich der Anzahl der Takbirs gefragt, dass Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) in den beiden Iyd Gebeten aufsagte. Er antwortete: „Er (Sallallahu aleyhi we Sellem) gebrauchte vier Takbirs (in jeder Rakaat)zu sagen, auf dieselbe Weise benutzte er die Takbirs für das Janaaza Gebet(Totengebet).“ Außerdem bestätigte Hazrat Hudhaifa (Radiyallahu Anhu) diese Praxis von Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem). [Abu Dawud, Hadith Nr.. 1153]

Imam Tirmidhi (r.a.) hatte auch mehrere Überlieferungen über ähnlichen Bedeutungen von Abdullah Ibn Mas'ud und anderen Sahabah-i-Kiraam (Radiyallahu Anhum) aufgezeichnet.

Entfernen von Schar’i Safar (Reisen in der Schariah)

Es ist überliefert, dass Hazrat Abdullah Ibn Umar und Abdullah Ibn Abbas (Radiyallahu Anhu) das Qasr Gebet verrichten wollten und sie würden auch ihr Iftaar machen, wann immer sie die Distanz von vier Burud gereist sind. Vier Burud sind 16 Farsakh (48 Meilen). [Bukhari, Kapitel bezüglich der Distanz über einem der das Qasr Gebet ausführen möchte]

In Fatawa Thunaiyya wird erwähnt, dass die Mehrheit der Muhaddithin gesagt haben das 48 Meilen die korrekte Entfernung von Schar’i Safar (Reise) ist. Neun Meilen sind nicht richtig. (Band 1, S.482)

Die Dauer in Zusammenhang stehend mit der Zeit des Qasr

Hazrat Abdullah Ibn Umar (Radiyallahu Anhu) bestimmte, dass wer auch immer an irgendeinem Platz auf seiner Reise für 15 Tage einen Zwischenstopp beabsichtigt, der soll sein Gebet vollständig ausführen (Er sollte kein Qasr Gebet verrichten). [Tirmidhi, Hadith Nr. 548]

Methdode im saff gerade zu stehen (Reihen der Jamaah)

Es ist durch mehrere Hadithe gefestigt, dass die Saff (Reihen) völlig gerade sein sollten und kein Spalt sollte zwischen den Musallis (Betenden) gelassen werden. Jedoch bestehen einige Leute darauf ihre Füße auszubreiten und stehen in solch einer Art, dass ihre Knöchel die Knöchel der Nachbarn berühren. Was ist die Realität nach diesem Brauch zu stehen?

Jene die auf diese Weise stehen, deren Grundlage für diese Praxis ist die Hadith, die von Nu’maan bin Basheer (Radiyallahu Anhu) überliefert wird. Einmal wendete sich Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) zu uns und sagte: „Macht eure Reihen gerade.“ Er wiederholte dies dreimal: „Bei Allah, ihr müsst ziemlich sicher eure Reihen gerade machen, sonst wird Allah Ta’ala eure Herzen trennen.“ Hazrat Nu’maan bin Basheer (Radiyallahu Anhu) sagte: „Ich sah dann die Leute sich gemeinsam ihrer Schultern und Knöcheln zusammenschließen.“ [Abu Dawud, Sahih ibn Khuzaima]

Diese Darlegung von Hazrat Nu’maan (Radiyallahu Anhu) wird auch in Sahih Buhari berichtet.

Wie auch immer man diese Hadith näher untersucht, mehrere Meinungen kommen ans Licht: Erstens, Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) hatte niemals die Verbindung der Knöcheln befohlen. Keine Hadith wurde bis jetzt gefunden, worin Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) selbst die Sahaaba (Radiyallahu Anhu) anweist ihre Knöchel zu verbinden. Die Sahaaba (Radiyallahu Anhu) selbst hatten diese Handlung gemacht um den Befehl von den gerade halten der Saff zu erfüllen. Dies wurde von den Sahaaba (Radiyallahu Anhu) zu den Anfangszeiten des Gebets durchgeführt.

Zweitens, erwähnt dieser Hadith eindeutig, dass Nu’maan bin Basheer (Radiyallahu Anhu) die Sahaaba (Radiyallahu Anhu) nur zu den früheren Anfangszeiten des Gebets diese machten. Es gibt keine Erwähnung zu dieser Situation, dass dies nach den Anfangszeiten des Gebets aufrechterhalten wurde. Deswegen entdecken wir, dass die großen Muhaddithin wie Hafiz Ibn Hajar (r.a.) und Allame Schawkani (r.a.), die das vereinzelte Vorhaben der Sahabaa (Radiyallahu Anhu) um eine gerade Saff zu gewährleisten, mit extremen Mitteln berücksichtigten.

Tatsache ist, dass ein Hadith von Hazrat Anas (Radiyallahu Anhu) es völlig klar macht, dass diese Praxis lediglich ein Mittel war um die Saff vor dem Gebet gerade zu machen. Er sagte: „Wenn ich dies(Berühren der Knöchel)heute mit jemandem von ihnen (den Tabi’in) machen würde, dann würden sie wie wilde Maultiere wegrennen.“ [Fath al-Bari, Band 2, S.176]

Dies bedeutet einfach, dass die Tabi’indas Berühren ihrer Knöchel mit irgendjemanden strengstens nicht leiden konnten. Mehrere Meinungen sind davon zu verstehen:

1.Hazrat Anas (Radiyallahu Anhu) hat dies (Knöchel berühren) vollständig unterbrochen. Wenn dies eine Sunnah wäre und nicht nur eine Methode um das gerade machen der Saff sicher zu stellen, so ist es unmöglich dass Hazrat Anas (Radiyallahu Anhu) dies verlassen würde, weil dies bloß jemand nicht leiden kann.

2.Die Tabi’in würden dies niemals hassen, wenn sie bei einigen Sahaba (Radiyallahu Anh) diese Praxis fortlaufend beobachtet hätten. Aufgrund der Fakten, dass sie allgemein keine Sahaba (Radiyallahu Anh) bei dem Erhalten dieser Prozedur beobachtet hatten, konnten sie entsprechend dessen, dies nicht leiden. Deswegen macht dies kristallklar, dass die Sahaaba (Radiyallahu Anhum) nur gelegentlich diese Praxis für das Geradehalten der Saff angewendet hatten. In sich selbst war dies keine Sunnah, sonst würden sie dies nicht verlassen.

Es wurde bereits deutlich gemacht, dass Rasulullah (Sallallahu aleyhi we Sellem) selbst nie das Berühren der Knöchel gelehrt hat, noch gibt es irgendeine Erwähnung von den Sahaba (Radiyallahu Anhum), dass sie mit diese Positionierung im Gebet aufrechterhalten haben. Wie auch immer, wenn wir diese Stellung für einen Moment während das Verrichten des Gebets als akzeptiert ansehen, stellt man sich folgende Frage:

In welcher Körperhaltung des Gebets muss diese Stellung andauern? Muss dies während des Qiyam, Ruku, Sajdah und Qa’dah oder nur in einigen dieser Körperhaltungen andauern? Wenn jemand sagt, dass die Knöchel nur in der Qiyam Haltung verbunden sein sollten, aus welcher Grundlage werden dann die anderen Körperhaltungen ausgeschlossen? Wenn begründet wird, dass diese Haltung in der Sajdah und Ruku zu schwierig sind, so könnte man dasselbe für den Qiyaam sagen. Denn das Stehen mit einem einzelnen ausgebreiteten Fuß ist selbstverständlich unbequem und deswegen präsentiert dies eine bestimmte Menge an Schwierigkeit und Unbehagen für viele Leute. In Kürze, diese Praxis ist nicht in der Sunnah des Gebets aufgebaut. Es wurde lediglich zu den Anfangszeiten von den Sahaaba (Radiyallahu Anhum) praktiziert und dies nur vor dem Anfang des Gebets für die Garantie, dass die Reihen gerade waren.



Und Allahu Taala weiß es am besten.






[1] rituelle Waschung

[2] mit nassen Fingern über eine Stelle streichen

O Allah führe mich auf dem Weg der Weisen!

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