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(Islam ist “Frieden, Reinheit, Hingabe” und “Gehorsam”) "Der Mensch ist Richter über die Worte die er noch nicht ausgesprochen hat und Gefangener seiner Worte nachdem er es ausgesprochen hat." Hazreti Ali 7.Jh & 'Daß du das Band knüpfst zu dem, der es zerreßt; daß du verzeihst dem, der dir Unrecht tut; daß du gibst dem, der dich beraubt."(Der Prophet Muhammed sallallahu 'aleihi wesellem)
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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 2.532 mal aufgerufen
 Islamische Gelehrten
Kemal06 Offline

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Beiträge: 559

07.05.2007 12:43
Lasst uns den Gelehrten Imam Azam Ebu Hanife kennenlernen antworten
Imam Abu Hanifa, der kein Araber war, ist allgemein bekannt durch seine Kunja "Abu Hanifa". Er stammte aus einer persischen Familie (manche sagen türkischen, Allahu Alem). Seine Vorfahren waren persische Händler und zu seinen angesehenen Vorfahren konnte er auch den Prophetengefährten Salman al-Farsi , zählen. Imam Abu Hanifas Vater, Thabit Ibn Nu’mân, (der pers.Name war Sâbit, und der seines bereits früh Muslim gewordenen Großvaters Nu’mân) traf in Kufa den Khalifen ‘Ali Ibn Abi Talib Keremullah Vecce (Schwiegersohn des Propheten mit der Tochter dessen aus der1.Ehefrau), der ein Du’a (Bittgebet) für ihn und seine Nachkommen machte.

Er also wurde im Jahre 80 A.H.(698* /699ndZ) als Nu’man ibn Thabit in der Stadt Kufa geboren (sein vollständiger Name lautet Abû Hanîfa an-Nu‘mân ibn Thabit, genannt al-Imâm al-A‘zam, aber noch war er ja nicht Lehrer (Imam) noch irgendwessen Vater (Abu), sondern erstmal nur "Sohn"), Abu Hanifa An-Nu’man ibn Thabit at-Taima wurde spaeter von Abu Dawud als "Imam" bezeichnet und von Ibn Hadschar als "Imam derjenigen, die den Himmel erreichten". Einige sind der Meinung, dass Abu Hanifa das Ergebnis dieses Bittgebetes war.

Außerdem war Kufa die Stadt, die der vierte Khalif im Islam, ‘Ali ibn Abi Talib Keremulllah Vecce zu seiner Hauptstadt erwählt hatte. Kufa ist eine Stadt am Ufer des Euphrat, rund 10 Kilometer nordöstlich von Nadschaf in der Provinz Nadschaf. Kufa wurde gerade erst im Jahre 618ndZ von Saad ibn Abi Waqqas gegründet. 634-644ndZ während der Regierungszeit des II.Kalifen Umar ibn al-Chattab war ihr Statthalter Abdullah ibn Mas'ud . Sie wurde nun, in frühislamischer Zeit, sehr bedeutend. Kufa war die erste eigentliche Hauptstadt eines islamischen Reiches. (Die Einwohnerzahl beträgt Stand 1.Jan 2005 rund 128.000). Die so genannte Kufische Schrift ist nach ihr ebenso benannt wie die Kopfbedeckung Kufiyya (das "Palästinensertuch").

Der junge Nu’man Ibn Tabit (Abu Hanifa) lebte also in Kufa, das vom IV.Kalifen Ali Keremullah Vecce zur Hauptstadt gemacht worden war, und hat auch die Zeit des Umbruchs miterlebt.

Zuerst war Abu Hanifa kein Schüler der Wissenschaften. Während er unbeabsichtigt eines Tages vor dem Haus von Scha’bi (einem der bekannten, großen Gelehrten aus der Generation der Nachfolger (Tabi’i) vorbei ging, wurde er von dem Gelehrten angesprochen, der ihn mit einem seiner Schüler verwechselt hatte. Scha’bi sprach ihn mit den Worten an: "Wohin geht Du, junger Mann?" Abu Hanifa nannte ihm den Namen eines Händlers, den er besuchen wollte. "Was ich wissen wollte, war der Name des Lehrers, dessen Klasse du besuchst?", fragte der bekannte Lehrer "Keine", antwortete Abu Hanifa bedauernd. "Ich sehe Zeichen von Intelligenz in dir, du solltest in der Gemeinschaft von gelehrten Männern sitzen", riet ihm Scha’bi.

Nach dieser Begegnung begann der junge Nu’man Ibn Tabit seine Suche nach Wissen, die ihn zu vielen Leuten führen sollte.

Ein Hadith von al-Bukhari und Muslim bezeugt, dass Abu Huraira vom Propheten überlieferte: "Sollte sich der Din in den Plejaden [ein Sternbild] befinden, selbst dann würde ihn jemand aus Persien greifen oder einer seiner persischen Nachkommen würde ihn finden." - Imam as-Sujuti, ein Gelehrter aus der Schule von asch-Schafi’i ergänzte: "Es wurde einheitlich überliefert, dass sich dieses Hadith auf Abu Hanifa bezieht."

Kufa war zur Zeit der Geburt von Abu Hanifa ein Zentrum des Wissens und der Gelehrsamkeit, da viele Gefährten des Propheten (Allah g.i.S.u.F.) dort ihren Wohnsitz genommen hatten. Wegen der Anwesenheit dieser geehrten und respektierten Leute wurde praktisch jedes Haus in Kufa zu einem Zentrum ihrer Schüler und deren Wissenschaften.

Er wurde einer der ca. 4.000 Schüler Dschafar as-Sadiq.

Zu den Schujukh von Abu Hanifa gehörte auch Hammad ibn Sulaiman, dessen Studienkreis [Madschlis] er sich im Alter von 22 Jahren anschloss, nachdem er bereits ein bekannter Redner geworden war. Er studierte unter diesem Schaikh und übernahm später auch dessen Kreis um etwa 120 n.H. (=738ndZ), im Alter von 40 Jahren.

Das Verlangen nach Wissen brachte den Imam aber zuerst noch jung, aber unausweichlich nach Mekka, als dies ein umtriebiges Zentrum des Lernens war. Dort hatte eine Anzahl von anerkannten Meistern der Überlieferungen, die selber bei Gefährten des Propheten gelernt hatten, eigene Schulen eingerichtet.

Abu Hanifa war - zeitlich betrachtet - einer ersten unter den großen Imamen (Lehrern), unter ihnen aber der einzige Nachfolger (Tabi’i), da er mit eigenen Augen noch 5 Gefährten des Propheten (möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben) selbst gesehen hatte:

* Anas ibn Malik ,

* Abdallah ibn Abi Aufa ,

* Sahl ibn Sa’d as-Sa’idi ,

* Abu at-Tufail

* und ‘Amir ibn Wathila



Zu diesen gehörte ‘Ata ibn Rabah. ‘Ata war ein bekannter Nachfolger (Tabi’i), der mit vielen Gefährten zusammensaß und dadurch eine Autorität in Mekka war. Er selbst bezeugte, dass er mit 200 der Gefährten des Gesandten Allahs zusammen gesessen hatte und von ihrem Wissen annahm.

Ein anderer Gelehrter, dessen Klassen Imam Abu Hanifa besuchte, war ‘Ikrimah. Dieser war Sklave und Schüler des ‘Abdallah ibn ‘Abbas, der ihn mit großer Vorsicht und Aufmerksamkeit ausbildete, was ‘Ikrimah so kompetent machte, dass er während seiner eigenen Lebenszeit stets Abu Hanifa die Autorität gab, wenn es darum ging, persönliche Urteile zu fällen.

Ibn ‘Abd al-Barr überliefert in seinem Buch "Al-Intiqa’": "‘Abdallah ibn Ahmad ad-Dauraqi bezeugte: "Ibn Ma’inn wurde in meiner Gegenwart nach Abu Hanifa befragt und antwortete darauf: "Er ist vertrauenswürdig (Thiqatun). Ich habe von niemandem gehört, der stärker war als er." - Außerdem fragte bei ihm Shu’ba (um Überlieferungen an) und wies ihn an, AHadith zu übermitteln."

Imam Abu Hanifa war einer der ersten im Islam, der die Schriften des Fiqh [islamisches Recht] im Ganzen mit Kapiteln versehen und geordnet hat;
angefangen mit:

* der rituellen Reinheit [Tahara]

* und Gebet [as-Salah] etc.


Alle nachfolgenden Imame - Imam Malik, Imam asch-Schafi’i, Abu Dawud, Bukhari, Muslim, Tirmidhi und andere - folgten ihm darin. Sie alle stehen in gewissem Sinne auch in seiner Schuld und ihm wird ein Anteil an ihrer Belohnung zuteil, da er den Weg für sie geebnet hatte.

Asch-Schafi’i sagte über seinen zweiten Lehrer Imam Abu Hanifa: "Die Leute sind alle Kinder von Abu Hanifa im Fiqh, von Ibn Ishaq in Geschichte, von Malik in den Ahadith und von Muqatil im Tafsir."

Dies entspricht dem Hadith des Gesandten Allahs: "Derjenige, der im Islam mit etwas Gutem als Erster beginnt, hat seine Belohnung und die Belohnung derjenigen, die dies bis zum Jüngsten Gericht praktizieren, ohne das deren Belohnung nur im Geringsten verringert werden würde. Derjenige, der etwas Schlechtes im Islam beginnt, wird seine Strafe erhalten und die Strafe all derer, die damit bis zum Tage des Jüngsten Gerichts fortfahren, ohne dass am Tage des Jüngsten Gerichts ihre Strafe nur um das Geringste verkürzt werden wird."

Al-Hafiz al-Kabir Abu Bakr Ahmad al-Harizmi schrieb in seinem Buch "Musnad" (Beweise): "Saif al-Aimma (=Sejf ul-e’imme) berichtete, dass Imam Abu Hanifa, wenn er eine Angelegenheit aus dem Qur’an und den Hadith ableitete, er seine Antwort so lange nicht gab, bis er sie nicht alle [seine Schüler] zu der Sache befragt hatte. Wenn er in der Moschee von Kufa unterrichtete, nahmen aber bis zu tausend seiner Schüler daran teil. Vierzig Schüler unter ihnen waren auf der Stufe des Urteilfällen-Dürfens. Wenn er eine Antwort über eine Frage gefunden hatte, sagte er sie seinen Schülern. Wenn er und seine Schüler damit einverstanden waren, dass diese Antwort mit dem heiligen Koran und den AHadith und den Wörtern der heiligen Gefährten übereinstimmend waren, sagte er die Dankgebetsformel (El-hamdü li’llâh wa’llâhu akber!). Alle, die im Unterricht anwesend waren, wiederholten dies dann auch.

Wenn er eine Antwort fand, pflegte er sie ja seinen Studenten zu geben, damit sie diese studieren konnten. Wenn sie diese in Übereinstimmung mit dem Qur’an, den Hadithen und den Worten der Gefährten (des Propheten) fanden, dann sagte er deshalb: "Al-Hamdu li’Llah wa’Llahu akbar (Gelobt sei Allah und Allah ist noch-größer)" und die Anwesenden wiederholten seine Worte. Dann wies er sie an, diese Entscheidung aufzuschreiben."

Al-Khatib überlieferte von Abu Hanifas Schüler Abu Nu’aim, dass dieser gesagte habe: "Muslime sollten in ihren Gebeten Allah für Abu Hanifa anflehen, denn die Sunnan und das Recht wurde für sie durch ihn bewahrt."
Adh-Dhahabi, der über das Leben der anderen drei großen Imame jeweils ein Kapitel schrieb, sagte: "Die Begebenheiten aus den Leben von Abu Hanifa benötigen zwei Kapitel." - Dessen Sohn Hammad rief anläßlich der Vorbereitungen für die Beerdigung seines Vaters aus: "Möge Allah dir gnädig sein! Du hast alle, die dir nachfolgen wollten, erschöpft."

Abu Hanifa hatte erstaunlich viel Respekt: obwohl das Haus seines Lehrers Hammâd ganze sieben Straßen weit entfernt war, hatte er sich diese Richtung fest eingepraegt und streckte niemals seine Beine in diese Richtung aus, weil man seine Fusssohlen niemandem zukehren sollte, den man achtet.

Auch der Imam Abu Hanifa verdiente sein Leben auf ehrliche Weise, selber, durch Handel: er sandte Waren zu anderen Orten (wie wohl von altersher schon seine den Namen nach vermutlich frueher persisch-juedische Familie), und mit Freigiebigkeit und Gottesfurcht - er lebte nicht vom Lohn für das Lehren der Unwissenden.

Im Gegenteil: Er finanzierte Bedürfnisse seiner Studenten aus seinem Verdienst. Er gab viel Geld für seine Familie, aber auch in genau dieser Menge den Armen Almosen. Jeden Freitag mittags nach dem Gemeindegebet gab er den Armen außerdem weitere 20 Goldstücke für die Rettung der Seelen seiner Eltern. In allen seiner Tätigkeiten erfüllte er die von der Religion geforderten Bedingungen.

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Kemal06 Offline

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07.05.2007 12:44
#2 RE: Lasst uns den Gelehrten Imam Azam kennenlernen antworten

Er war gewissenhaft:

Einmal erfuhr er, dass einer von seinen Handels-Partnern eine große Menge Handelsgut verkaufte, ohne den religiösen Vorschriften zu folgen (man darf z.B.von religiösen keinen Zins verlangen). Abu Hanifa nahm dieses Geld nicht an und gab die 90'000 Silbermünzen, die er - bisher arglos - schon durch diesen Handels-Partner erworben hatte, den Armen. (Das heisst, er und die grosse Familie hatten Mitarbeiter, Partner und Helfer, er war kein armer Kaufmann, aber sah nicht sich als Eigner des Vermoegens an, sondern so, als sei es ihm auf Zeit verliehen).

Einmal hatten Räuber die Dörfer von Kûfa überfallen und Schafe gestohlen. Weil er sich davor fürchtete, dass die gestohlenen Schafe heimlich geschlachtet und in der Stadt verkauft worden sein konnten, wo er auch lebte und ass, verzichtete er hier 7 Jahre lang auf jedes Schaffleisch, denn er hatte erfragt, dass ein Schaf damals maximal 7 Jahre lebte. So weit ging seine Furcht, etwas durch G0TT Verbotenes zu tun.

Er war ebenso bekannt für seine große Exaktheit in allen Glaubensdingen wie für seine Frömmigkeit. Abu Hanifa betete jeden Tag sein Morgengebet in der Moschee und beantwortete bis zum Mittag die religiösen Fragen seiner Schüler. Auch wird bezeugt, dass er 40 Jahre lang das Morgengebet mit der rituellen Waschung des Nachtgebetes in-eins-verrichtete, d.h.bereits die ganze Nacht mit Gebet, Rezitation und Gottesgedenken verbracht hatte, um anschließend den Tag über zu arbeiten, zu lehren und Fragen zu beantworten, alles nur unterbrochen durch einen kurzen Mittagsschlaf nach dem Zuhr-Gebet. Nach dem Mittagsgebet lehrte er seine Studenten bis zum Nachtgebet. Nachdem er sein Nachtgebet verrichtet hatte, kam er nach Hause zurück, ruhte sich ein wenig aus und ging wieder in die Moschee. Dort verrichtete er Gebete bis zur Zeit des Morgengebets.

Abu Hanifa An-Nu’man ibn Thabit at-Taima, stets "nur ein persischer Kaufmann" geblieben, wurde von Abu Dawud als "Imam" bezeichnet, weil man so viel bei ihm lernte, der so begeistert lernte,
und von Ibn Hadschar als "Imam 'Azam =Lehrer derjenigen, die den Himmel erreichten" wegen der Tiefe seiner Kenntnisse und Ethik.

Abu Hanifa, der "Imam 'Azam", rezitierte nämlich inzwischen den ganzen Koran gewöhnlich 1mal am Tag und 1mal in der Nacht. (Den Gläubigen sind 5-7 beliebige Suren auferlegt, die kurze Sure 114 z.B.besteht aus nur 3 Saetzchen.)

Ibrahim ibn Rustum al-Marwazi sagte: "Vier Imame rezitierten den Qur’an in einem einzelnen Rak’a: ‘Uthman ibn ‘Affan, Tamim ad-Dari, Sa’id ibn Dschubair und Abu Hanifa." [da er in dieser Zeit nicht schlief, musste er deshalb auch keine neue Gebetswaschung vollziehen, die für tiefen Schlaf notwendig wird].
Ibn al-Mubarakt war es, der sagte: "Abu Hanifa betete für eine lange Zeit alle fünf Gebete mit einer einzigen Waschung."

As-Sujuti überlieferte in seinem "Tabjid asch-Schifa", dass ein bestimmter Besucher Abu Hanifa einen ganzen Tag in der Moschee beobachtete, wie er unermüdlich lehrte, alle Fragen, sowohl von den Einfachen wie von den Gelehrten, beantwortete und niemals damit aufhörte, es sei denn, es kam die Zeit für das Gebet. Während die Leute schliefen, verbrachte er zu Hause die Nacht im Gebet. Obwohl er selten aß, zählte er zu den ansehnlichsten und edelsten Leuten. Er war immer aufmerkasam und niemals müde, Tag für Tag, so dass der Besucher erklärte:

"Ich bin überzeugt, dass dies keine alltägliche Angelegenheit ist,
sondern Wilaja (Freundschaft mit Allah)."

Abdulhaq- Dehlewî, einer der Hadithgelehrten, schreibt in seinem Buch Srat-Mustekîm (Der richtige Weg): "Imam Abu Hanifa nahm manche AHadith nicht als Beweis an, welche Imam Schafi’i als Beweis annahm. Die Verirrten, die diese Tatsache bemerkten, sehen dies als eine günstige Gelegenheit, um Abu Hanifa anzuschwärzen. Auf solche Weise erhoben sie ein lautes Geschrei: Abu Hanifa folgte nicht den Hadithen! Tatsächlich aber hatte er lediglich andere AHadith, die als Beweise nach seiner Meinung für dieselbe Angelegenheit gültiger, zuverlässiger waren und nahm diese an."

Unter dem Kalifat von Mervan bin Muhammed wurde ihn von Statthalter Yezid bin Amr das Richteramt über die Stadt Kufa angeboten. Da seine Frömmigkeit so ausgezeichnet wie sein Wissen und seine Intelligenz war, hatte er Angst, aus menschlicher Nachsicht die Rechte der Menschen nicht haargenau beachten zu können. Deshalb lehnte er das Richteramt ab. (So eine Ablehnung galt zu der Zeit als unerhörte Beleidigung des Amts-Verteilers). Auf Befehl Yezids peitschte man seinen Nacken, sein Haupt, mit 110 Peitschenhieben oder Stockschlägen aus. Am nächsten Tag bereits ließ Yezîd ihn aus dem Gefängnis holen und bestand wieder darauf, dass er seinen Vorschlag annehmen sollte, das Richteramt zu übernehmen. Abu Hanifa sagte:"Lass mich um Rat fragen!" und er bekam die Erlaubnis. - Er ging daraufhin nach Mekka, wo er diesmal ganze 5 oder 6 Jahre lang blieb.

Er pilgerte insgesamt 55 mal von Kufa nach Mekka. Bei seiner letzten Pilgerfahrt ging er in die Kaaba hinein und verrichtete ein Gebet mit zwei Gebetseinheiten, in dem er nocheinmal den ganzen heiligen Koran rezitierte. Nach diesem Gebet betete er weinend zu ALLAH, dem Erhabenen: "O mein Schöpfer! Ich habe nicht verstanden, DIR richtig zu dienen. Jedoch habe ich gut verstanden, dass DU mit dem Verstand nicht erfassbar bist. Vergib mir die Fehler in meinen Diensten - hinsichtlich dieser Einsicht von mir!’ - Diese Tatschen wurden von Mis’ar bin Ke’dâm-? Kûfî, einem Nachfolger der Propheten-Gefährten (gest.115 n.H.), und von vielen anderen angesehenen Personen bezeugt.

Abu Hanifa der Kaufmann war es, der als erster unter den Gelehrten des Islam das göttliche Gesetz (Scharî’a) und die Rechtswissenschaft (Fiqh) analysierte, klassifizierte und systematisierte und in verschiedene Bereiche einteilte - wie Tahâra (rituelle Reinheit), Salât (Gebet), Zakât (Pflichtabgabe), Hajj (Pilgerfahrt), Fara’id (Erbrecht) usw. - die Anordnung, die fast alle späteren Gelehrten und Imâme wie Mâlik, Schâfi’î, Ibn Hanbal, al-Bukhârî, Muslim und viele andere nach ihnen übernahmen. Imâm Schâfi’î sagte deshalb: "In der Rechtswissenschaft sind alle Gelehrten Kinder Abû Hanîfas." - Er war auch der erste, der die Kriterien und Voraussetzungen für Qiyâs (Analogie-Schlüsse) definierte, in den Fällen, für die keine eindeutige Entscheidungsgrundlage zu einer Frage im Qur’ân oder der Tradition seit Mohammed (Sunna) vorlag.

Sufjan ath-Thauri lobte Abu Hanifa mit den Worten: "Wir waren vor Abu Hanifa wie kleine Vögel vor einem Falken" und er stand für ihn auf, als dieser ihm nach dem Tod seines Bruders kondolierte. Er sagte: "Dieser Mann hält einen hohen Rang im Wissen, und wenn ich nicht für seine Wissenschaft aufstehen würde, dann für sein Alter, und wenn nicht für sein Alter dann für sein Bewusstsein um die Anwesenheit Allahs (Wara’) und wenn nicht dafür, dann für sein Recht [Fiqh]."

Hamid ibn Adam al-Marwazi sagte: "Ich hörte wie Ibn al-Mubarak erklärte: ‚Ich sah niemanden, der Allah mehr fürchtete als Abu Hanifa, selbst unter dem Peitsche und der Herausforderung durch Geld und Besitz.’"

Es wird berichtet, dass er an dem Ort, an dem er schließlich sterben sollte, den Qur’an 7'000 mal rezitiert haben soll.

Im Jahre 146 A.H. wurde Abu Hanifa von Mansur, dem damaligen Khalifen, erneut ins Gefängnis gesteckt, nachdem er die Position von Mansur nicht als "rechtmäßigem" Khalifen anerkannte. Ebenso weigerte er sich auch hier, die Position des Richters an dessen oberstem Gerichtshof anzunehmen. Während seiner Zeit im Gefängnis wurde er mit dem Stock geprügelt. Mansur bereute dies und sandte Imam Abu Hanifa Geld, was dieser zurückwies.

Aber jetzt war Imam Abu Hanifa gut bekannt und wo immer er hinging, kamen ja Tausende, um ihn zu sehen und um seine Meinung zu suchen. Seine Inhaftierung konnte seiner Beliebtheit keinen Abbruch leisten, und daher wurde ihm erlaubt, trotz der Gefängnisstrafe zu unterrichten. Schließlich wurde jedoch entschieden, dass der große Imam entfernt werden musste und er wurde vergiftet. Abu Hanifa, nun 70 Jahre alt, als er im Monat Radschab die Folgen des Giftes zu spüren begann, warf er sich nieder zum Gebet und starb so verbeugt betend.

Der Imam Abu Hanifa starb in Bagdad im Jahre 150 A.H.=767^ndZ, 32 Jahre nach Mohammed.

Die Nachricht vom Tode des Imams gelangte auch in die entfernten Gebiete und Tausende versammelten sich an seinem Grab. Der Qadi der Stadt persönlich wusch seinen toten Körper und wiederholte immer wieder: "Bei Allah, du warst der größte Faqih und der Mann mit der meisten Taqwa in unserer Zeit ..." Als die Waschung vollendet war, hatten sich so viele Leute versammelt, dass an seinem Totengebet 50.000 Menschen teilnahmen.

Ibn al-Mubarak pries Abu Hanifa und nannte ihn ein Zeichen Allahs. - Ibn Hadschar überlieferte folgende Worte von Ibn al-Mubarak: "Hätte Allah mich nicht gerettet durch Abu Hanifa und Sufjan, dann wäre ich wie die anderen Leute."

Von Bischr al-Hafi stammt die Aussage: "Niemand kritisiert Abu Hanifa, es sei denn er ist ein Neider oder unwissend."

Wie jeder Freund Allahs, so hatte auch Abu Hanifa seine Feinde. ‘Abdan sagt, dass er von Ibn al-Mubarak hörte: "Wenn ihr hört, wie sie Abu Hanifa respektlos erwähnen, dann erwähnen sie mich respektlos. Ich sorge mich um sie wegen Allahs Missgefallen."

Abu Mu’awija ad-Darir sagt: "Liebe zu Abu Hanifa ist Teil der Sunna."

Imam Schâfi’î sagte: ‘Wer Spezialist in der Rechtswissenschaft werden will, soll die Bücher von Abu Hanifa lesen.

Abdullah ibn Mubârek sagte: ‘Ich habe kein größeren Spezialisten in der Rechtswissenschaft getroffen wie Abu Hanifa. Der große Gelehrte Mis’ar fragte und lernte, was er nicht wusste, von ihm. Von tausend islamischen Gelehrten nahm ich Unterricht. Aber wenn ich Imam A’sam nicht getroffen hätte, wäre ich im Sumpf der griechischen Philosophie geraten.’

Der große Religionsgelehrte, Süfyan Sewri: ‘Wir waren neben Abu Hanifa wie Sperlinge neben einem Falken. Abu Hanifa ist der Führer der Gelehrten."

Alî bin Âsam sagt: ‘Wenn man die Kenntnisse von Abu Hanifa mit den gesamten Kenntnissen der anderen vergleicht, so ist die Kenntnis Abu Hanifa mehr’.

Sogar Yezîd bin Hârûn sagt: ‘Ich nahm von tausenden von Gelehrten Unterricht. Ich sah niemanden, dessen Verstand und Wera’ (zweifelhafte Angelegenheiten zu vermeiden) so viel ist, so wie der Verstand und Wera’ von Abu Hanifa Hanîfe."

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Kemal06 Offline

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07.05.2007 12:44
#3 RE: Lasst uns den Gelehrten Imam Azam kennenlernen antworten

Ibn Hadscher-i Mekki war einer der schafiitischen Gelehrten. Dennoch schreibt er in seinem Buch Kala-id (Halsband): ‘Der große Hadithgelehrte Amesch stellte dem "Imam A’sam" viele Fragen. Er beantwortete jede Frage mit AHadith. Als Amesch den großen Abu Hanifa und sein reiches Wissen über die A_Hadith bemerkte, sagte er ‘O Rechtsgelehrter! Ihr seid wie ein Arzt und wir Hadîth-Gelehrten sind wie Apotheker. Die AHadith und ihre Überlieferer berichten wir, die Bedeutung und den Sinn zu diesen, wird von euch verstanden.’

Die "hanafitische Rechtsschule" (Madhhab) ist jene älteste, die nach diesem Imam benannt wurde. In der Mehrheit der muslimischen Welt urteilten viele muslimische Richter nach ihren Grundlagen. Dazu zählten auch die Perioden der ‘Abbasiden, der Moghulsultane in Indien, der Turkreiche in Zentralasien /Südrussland und der Osmanen, und sie breitete sich während des Osmanischen Reiches in viele Teile der Welt aus. Sie war die offizielle Rechtsgrundlage (Schari'a) des Osmanischen Reiches und überall wo die Osmanen Einzug hielten, zog auch diese Rechtsschule ein. Noch heute vollziehen mehr als die Hälfte aller Muslime weltweit ihre ‘Ibada nach der Rechtsschule von Abu Hanifa.

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Kemal06 Offline

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07.05.2007 12:45
#4 RE: Lasst uns den Gelehrten Imam Azam kennenlernen antworten

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Kemal06 Offline

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07.05.2007 12:46
#5 RE: Lasst uns den Gelehrten Imam Azam kennenlernen antworten

Die Hadithe über Imam-i Azam, die Imam-ı Harismi durch Überlieferung von Ebu Hureire verkündete, sind allgemein bekannt:

"Einer meiner Gemeinschaft namens Ebu Hanife wird kommen. Am Jüngsten Tag wird er das Licht meiner Gemeinschaft werden."

"Einer namens Numan bin Sabit, Ebu Hanife wird kommen und die Religion Allahs, des Allmächtigen, und meine Sunna wiederbeleben." "In jedem Jahrhundert werden Menschen aus meiner Gemeinschaft kommen, die im höchsten Rang sind. Ebu Hanife ist der Vorzüglichste seiner Zeit."

Diese drei Hadithe stehen auch in den Büchern Mewduat ul-Ulum (Angelegenheiten der Wissenschaft) und Durr ul-Muchtar. Ferner sind die folgende Hadithe zu erwähnen:

"Aus meiner Gemeinschaft wird Einer namens Ebu Hanife kommen. Er hat einen Schönheitsfleck zwischen den beiden Schulterblättern. ALLAH, der Allmächtige, wird SEINE Religion durch ihn wiederbeleben."


Im Vorwort des Buches Durr ul-Muchtar steht: "Die Hadithen lauten:

"So wie Adam, Friede sei mit ihm, mich rühmt, so rühme ich einen aus meiner Gemeinschaft namens Numan Ebu Hanife. Er ist das Licht meiner Gemeinschaft." "Propheten rühmen mich. Und ich rühme Ebu Hanife.

Wer ihn liebt, liebt mich auch. Wer ihm Feindseligkeit ausübt, der übt mir auch Feindseligkeit aus."

Sie befinden sich auch im Buch Mukaddime (Einleitung) von von dem absoluten Religionsgelehrten Hazrat Ebul-Lais-as Samarkandi und in dessen Erläuterung Takaddume (Priorität). Im Vorwort des Buches Mukaddime von Ghaznewi gibt es noch mehrere Hadîthen, die Ebu Hanife loben und in dessen Erläuterung Diya-al-manewi (Geistiges Licht) sagt Kadi Ebu l-Baka, Ebu`l-Faradsch Abd ar-Rahman ibn ul Dschewzi folgte Chatib aus Bagdad und behauptete, daß diese oben genannten Hadithen Mawdu seien. Er ist jedoch im Unrecht, da diese Hadîthen auf verschiedenen Wegen überliefert wurden."

Bei der Erläuterung des Buches Durr ul-Muchtar (Ausgewählte Perle) beweist Ibn Abidin die Richtigkeit der angeführten Hadithen und er zitiert ferner die Hadith aus dem Buch Chairat ul-Hisan (Wohltaten der Guten) von Ibn Hadscher-ı Mekki


"Der Schmuck der Welt wird im Jahre 150 zurückgenommen."


Der große Rechtsgelehrte Abd ul-Ghaffar Kerderi (gest. 562 n.Hed./1166) sagte, daß diese Hadith auf Hazrat Imam-ı Azam Ebu Hanife obligatorisch hinweist, weil er im Jahre 150 starb. Eine Hadith, die aus den nach ihren Verfassern benannten Hadithbüchern Buchari und Muslim steht, lautet:

"Auch wenn der Glaube zum Planeten Venus ginge, würde ein Sohn der Perser ihn wieder zurückholen."

Imam-ı Suyuti, einer der Gelehrten der Rechtsschule Schafii erklärte, dass diese Hadith in Übereinstimmung der Gelehrten auf Imam-ı Azam hinweist. Auch Numan Alusi schreibt im Buch Galiyye (Das Geschätzte), dass die Hadith auf Ebu Hanife hinweise und sein Vater aus dem Persischen Volksstamm komme. Yusuf, ein Hanbeli Gelehrter zitiert in seinem Buch Tenwir us-sahife (Aufklärung der Seite) durch die Überlieferung von dem Gelehrten namens Yusuf ibn Abd al Berr (geb. 368/978, gest. 463/1071 in Dschatiwa), Richter von Lissabon, Portugal, Verleumdet nicht Ebu Hanife und glaubt nicht denen, die ihn verleumden! Ich schwöre bei ALLAH, dem Erhabenen, dass ich keinen kenne, der so fromm und gelehrt ist wie er. Glaubt nicht daran was Chatib aus Bagdad sagt! Er stand den religiösen Gelehrten ablehnend gegenüber. Er verleumdete Ebu Hanife, Imam-ı Ahmed und ihre Schüler.

Die islamischen Gelehrten antworteten auf Chatîb und tadelten ihn. Yusuf Schams ad-din aus Bagdad teilt in seinem vierzigbändigen Werk Mirat uz-zaman (Spiegel der Zeit)[wunderschönes Werk] seine Überraschung mit, dass sein Großvater Ibn el Dschewsi, Chatib gefolgt war. Imam-ı Gazali, Friede sei mit ihm, lobte in seinem Buch Ichja-i Ulum (Erneuerung der Religionswissenschaften) Imam-ı Azam als einen frommen und absoluten Religionsgelehrten.

Bei Worten bei denen die Gefährten des heiligen Propheten und die islamischen Gelehrten untereinander verschiedener Meinungen waren, soll nicht geglaubt werden, daß einer die Meinung des anderen nicht billigt, oder dass sie gegeneinander die Brüderschaft nicht geleistet hätten. Die Religionsgelehrten, Friede sei mit ihnen allen, trennen sich voneinander bei ihren Urteilen um ALLAHs Willen und weil sie meinten, auf dieser Weise der Religion nützlich zu sein."

Ein Gelehrter träumte von dem heiligen Propheten, und fragte Ihn, was er von den Kenntnissen Ebu Hanifas hält. Der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, antwortete, dass jeder seine Kenntnisse benötigt. Ein anderer Gelehrter fragte Ihn im Traum, was Er vom Wissen des Imam Numan ibn Sabit aus Kufa halte. Der heilige Prophet sagte, "Lerne von ihm und ordne deine Lebensweise gemäß dem, was er dich lehrte, ein! Er ist ein sehr guter Mensch." Imam Ali Keremullah Vecce,teilte mit,

"Ich melde euch von jemandem, namens Ebu Hanife in dieser Stadt Kufa. Sein Herz wird voller Wissen und Weisheit sein."


Vor dem Weltende werden viele Menschen, die seine Größe nicht einschätzen konnten, zugrunde gerichtet. So werden auch die Schiiten wegen Ebu Bekr und Umar zugrunde gerichtet.

Imam-i Muhammed Baqir bin Zejn Abidin Ali bin Hüssein, Friede sei mit ihm, (geb. 57 n.Hed. in Medina und gest. 113 n.Hed. beerdigt im Mausoleum von Hazrat Abbas, Friede sei mit ihm, in Medina) betrachtete Ebu Hanife und sagte, "Wenn sich die vermehren, die die Religion meiner Vorfahren zu verderben versuchen, wirst du die Religion wiederbeleben. Du wirst der Befreier der Furchtsamen sein. Bei dir werden die Verirrten Zuflucht finden und du wirst sie auf den richtigen Weg führen. ALLAH, der Erhabene wird dir helfen."

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Kemal06 Offline

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07.05.2007 12:47
#6 RE: Lasst uns den Gelehrten Imam Azam kennenlernen antworten

Das dritte Vorwort

Dieses Vorwort ist bezüglich den Ahadith, welche das kommen von Imam Abu Hanifa Rahimehullah prophezeihen.

Die größte Hadith darüber, die vollkommenste und eindeutigste ist ohne Zweifel die von Imam Buhari, Imam Muslim und Abu Nuaym Isfahani, durch Ebu Hureyre (Radiyallahu Anh); Schirazi und Taberani durch Kays ibn Saad b. Ubaade; Taberani ebenfalls von Ibn Mesud (Radiyallahu Anh); von Resulullah (Sallallahu aleyhi we sellem): "Wenn das Wissen auf dem Stern Sirius wäre, dann würde sicherlich einer von den Söhnen der Perser ihn erreichen."

In den Überlieferungen dieses Hadith gibt es unterschiede im Wortlaut. Schirazi und Abu Nuaym ihrer Überlieferung zufolge heißt es: "Wenn es auf dem Stern Sirius gebunden wäre."; In der Überlieferung Taberanis von Kays ibn Saad steht noch dabei: "Die Araber können es nicht erreichen". Imam Muslim seine Überlieferung benutzt nicht das Wort "ilim" sondern "iman". [Muslim, As-Sahih, IV, s.1972-1973]

Hafidh Dschalaladdin Suyuti sagt: "Diese Überlieferungen sind Sahih und fundiert; Diese Überlieferungen geben frohe Botschaft über das Kommen von Abu Hanifa."

Einer von den Gelehrten, die von Imam Suyuti erzogen wurden, sprachen: "Das unser Meister Imam Suyuti sagt, dass mit dem Hadith in den Sahihayn Abu Hanifa gemeint ist, ist vollkommen richtig. Darin gibt es keinen Zweifel. Denn nach der Asr-i Saadat ist von den Persern niemand gekommen, der Abu Hanifas Rang und den seiner Freunde erreicht hat. Dies ist ebenfalls eines der Wunder unseres Propheten. Mit dem Wort "Fars" im Hadith ist nicht ein Land gemeint, sondern jemand der kein Araber ist. In einem Hadith von Daylami heißt es: "Die Segensvollen von den Nichtarabern, sind diejenigen die in Fars leben."

Die Gesundheit des ersten Hadith bezüglich Abu Hanifa muss nicht weiter erwähnt werden. Denn in seiner Gesundheit gibt es eine Meinungsübereinkunft. Der Gelehrte von Imam Suyuti spricht weiter: In den Ahadith wo die Kunya oder der Name von Abu Hanifa vorkommt, in diesen Überlieferungsketten gibt es Brüche. Mit diesem zusammenschluss sind die unten gelisteten Ahadiht Mewdu:

1) "Einer meiner Gemeinschaft namens Ebu Hanife wird kommen. Am Jüngsten Tag wird er das Licht meiner Gemeinschaft werden."

2) "Aus meiner Gemeinschaft wird ein Mann kommen, dessen Name Numan und seine Kunya Abu Hanifa ist. Er ist die Kerze meiner Umma, die Kerze meiner Umma"

3) "Nach mir wird ein Mann kommen, sein Name ist Numan ibn Sabit, seine Kunya ist Abu Hanifa. Allahs Din und meine Sunnah werden in seiner Hand wieder auferstehen."

4) "In jedem Jahrhundert gibt es Führer meiner Umma. Abu Hanifa ist ebenfalls einer dieser."

5) Es wird überliefert das Ibn Abbas sagte: "Nach Resulullah (Sallallahu aleyhi we sellem) wird in Khorasan ein Mond geboren, dessen Kunya Abu Hanifa ist."

6) "Aus meiner Gemeinschaft wird Einer namens Abu Hanifa kommen. Er hat einen Schönheitsfleck zwischen den beiden Schulterblättern. Er wird die Din Allahs und meine Sunnah mit seinen Händen wieder erwecken."

Dieser und die Ahadith davor, dass diese Mewdu sind wird keiner der nur ein klein wenig Wissen in der Hadithwissenschaft hat leugnen. Dass diese Mewdu sind, sagt Ibn Dschawzi in seinem Al Mawzuat, Hafidh Dhahabi und Imam Suyuti in ihrem Muhtasar, Scheichulislam Hafidh Ibn Hadschar al-Asqalani in seinem Lisanul Mizan. Der als Meister der Hanafi Madhab geltende Scheich Kasim b. Kutluboga el-Hanafi bezeugt diese Ansicht.

Deswegen haben Imam Tahawi und andere Tabakat Ulama und andere, die über Abu Hanifa geschrieben haben wie Muhyiddin al-Kuraschi, wegen ihrem können in der Hadithwissenschaft, diese Ahadith nicht in ihr Werk genommen.

Dies sind die Worte des Gelehrten von Imam Suyuti, die wir bis hierhin überliefert haben.

Diejenigen, welche die nächsten Kapitel dieses Buches lesen, werden bemerken, dass es nicht nötig ist Mewdu Ahadith bezüglich Abu Hanifa zu schreiben, denn sein Ahlak, Sirat und Karamat sind auch so schön genug.

Der Hadith von Buhari und Muslim, welcher sicherlich dem Imam zugeschrieben ist, langt vollkommen aus. Dieser Hadith erhebt den Ruhm des Imam. Salman-i Faris war auch von den Nichtarabern. Salman-i Faris überliefert einen Hadith wo es heißt: "Der Schmuck der Dunya wird im Jahre 150 aufgehoben."

Schamsul Aimmah Al-Kardari seiner Ansicht nach ist dieser Hadith ein Zeichen für den Tod Abu Hanifas. Denn der Imam starb im Jahre 150.

Allah sei Barmherzig mit ihm...

O Allah führe mich auf dem Weg der Weisen!

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