Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
(Islam ist “Frieden, Reinheit, Hingabe” und “Gehorsam”) "Der Mensch ist Richter über die Worte die er noch nicht ausgesprochen hat und Gefangener seiner Worte nachdem er es ausgesprochen hat." Hazreti Ali 7.Jh & 'Daß du das Band knüpfst zu dem, der es zerreßt; daß du verzeihst dem, der dir Unrecht tut; daß du gibst dem, der dich beraubt."(Der Prophet Muhammed sallallahu 'aleihi wesellem)
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 510 mal aufgerufen
 Tasawwuf
Derwisch Offline

Mitglied

Beiträge: 50

13.04.2007 11:49
Seyhk Mewlana, was will er ? antworten
Verstand ist das, was ständig,Tag und Nacht, ruhelos ist, denkend und ringend, im Versuch, den Geliebten zu begreifen, obgleich dieser dem Wissen entzogen und unbegreiflich ist. Der Verstand ist wie ein Nachtfalter und der Geliebte wie eine Kerze. Wenn der Falter sich auf die Kerze stürzt, wird er verzehrt und zerstört; aber das liegt in der Natur des Falters. Wie zerstörerisch die Flamme auch sein mag und wie groß die Qual des Verbrennens – der Falter kann nicht von der Kerze lassen. Gäbe es ein irgendein Tier wie den Falter, das es ohne die Kerze aushalten könnte und sich nicht in ihr Licht stürzte, so wäre das alles andere, aber kein Falter. Und wenn sich der Falter ins Licht der Kerze stürzen würde, ohne zu verbrennen, so wäre das keine Kerze. Deshalb ist jener Mensch, der es ohne seinen Geliebten aushalten kann, den keine Sehnsucht antreibt, überhaupt kein richtiger Mensch. Wenn er aber seinen Geliebten begreifen könnte, so wäre das kein richtiger Geliebter. Deshalb ist der wahre Liebende einer, der unaufhörlich sich bemüht; der unablässig, ruhelos das Licht seines Geliebten umkreist. Und der Geliebte ist es, der ihn verzehrt und zunichte macht und den Schleier des Verstandes zerreißt.
Derwisch Offline

Mitglied

Beiträge: 50

13.04.2007 11:54
#2 RE: Seyhk Mewlana, was will er ? antworten

Alles ist der Geliebte – und der Liebende nichts als ein Schleier.
******
Ich werde
schreien nach Dir
und schreien nach Dir
und schreien nach Dir, bis
die Milch Deiner Güte überkocht!
*******
Ich blickte in mein eigenes Herz.
Da sah ich ihn.
An keinem anderen Ort war er.
*******
Bat ich Dich, so bat ich Dich
immer nur um Dich.
Schmückt ich mich, so schmückte stets
Deine Liebe mich.
Gestern sah ich einen Traum –
ich behielt ihn nicht,
doch ich weiß, dass ich berauscht
von dem Lager wich.
*******
Was ist Lieben?
Freude finden im Herzen,
wenn die Zeit des Kummers kommt.
*******
Glaubst Du, dass ich weiß, was ich tue?
Dass ich auch nur einen Atemzug lang
oder einen halben mir selbst gehöre?
So wie eine Feder weiß, was sie schreibt,
oder der Ball ahnen kann, wo er hinrollen wird.
*******
Süßer als dies Gift
war mir kein Trank,
lieblicher als diese Krankheit
war mir kein Gesundsein.
*******
Ich trank von seinem süßen Wein.
Nun bin ich krank,
es schmerzt die Brust,
ich habe hohes Fieber.
Der Arzt verschreibt mir diese Pillen;
wohlan, es wird jetzt Zeit,
sie einzunehmen.
Der Arzt verordnet diesen Tee;
wohlan, es wird jetzt Zeit,
den Tee zu trinken.
Der Arzt rät, diesen süßen Wein
zu meiden;
wohlan, es wird jetzt Zeit,
den Arzt zu meiden.
********
Fragst du:
„Was ist Liebe?",
sagte ich:
„Den Eigenwillen aufzugeben."
Wer ihn noch hat,
der ist nicht auserwählt.
********
Alles, was ich hier sage,
ist in Wirklichkeit ein Gebet zu Allah.
Es Sind Worte, mit denen ich den Atem
des Allerköstlichsten anlocken versuche.
Wie könntest du das Beten unterlassen,
wenn du eine Antwort von Allah suchst?
Wie könntest du schweigen,
wenn du weißt,
das ER dein >>Ya Rabb!<<
immer mit SEINEM >>Hier bin Ich!<< erhört?
SEINE Antwort gibt ER schweigend,
aber du kannst sie vom Kopf
bis in den Zehen spüren.
********
Die Menschen klimmen die Leiter
der ICH-Sucht hinauf, aber am Ende
muss jeder von dieser Leiter stürzen.
Je höher du kletterst,
desto törichter bist du,
denn deine Knochen werden dir nur umso
schlimmer zerschmettert.
Stirbst du jedoch deinem ICH
und kommst zum Leben aus Allah,
dann wirst du wahrhaftig mit Allah eins,
im absoluten Einssein.
********
»O Gott!« rief einer viele Nächte lang,
Und süß ward ihm sein Mund von diesem Klang.
»Viel rufst du wohl«, sprach Satan voller Spott.
»Wo bleibt die Antwort >Hier bin Ich!< von Gott?
Nein, keine Antwort kommt vom Thron herab!
Wie lange schreist du noch >O Gott!<? Laß' ab!«

Als er betrübt, gesenkten Hauptes, schwieg,
Sah er im Traum, wie Chidr niederstieg
Und sprach: »Warum nennst du Ihn denn nicht mehr?
Was du ersehnt - bereust du es so sehr?«

Er sprach: »Nie kommt die Antwort: »Ich bin hier!«
So fürchte ich, Er weist die Türe mir!«

»Dein Ruf >O Gott!< ist Mein Ruf: >Ich bin hier!<
Dein Schmerz und Flehn ist Botschaft doch von Mir,
Und all dein Streben, um Mich zu erreichen -
Daß ich zu Mir dich ziehe, ist's ein Zeichen!
Dein Liebesschmerz ist Meine Huld für dich -
Im Ruf >O Gott!< sind hundert >Hier bin Ich!<«

Genauso wie das essen und trinken keinen Nutzen mehr bringt, wenn der Körper gänzlich erkrankt ist, so bringt Ratschlag und Predigt einem Herz, voll mit Liebe zur Dunya, nichts. - Malik bin Dinar

Derwisch Offline

Mitglied

Beiträge: 50

08.05.2007 12:30
#3 RE: Seyhk Mewlana, was will er ? antworten

"Einmal sprach der Meister Jalaluddin Rumi:
Die Musik ist das Knarren der Pforten des Paradieses.
Da antwortete ihm einer von den Dummdreisten:
Ich kann das Knarren von Türen nicht genießen.
Darauf sprach Rumi:
Wir hören, wie die Pforten sich auftun.
Was du hörst das ist, wie sie sich schließen."

Genauso wie das essen und trinken keinen Nutzen mehr bringt, wenn der Körper gänzlich erkrankt ist, so bringt Ratschlag und Predigt einem Herz, voll mit Liebe zur Dunya, nichts. - Malik bin Dinar

 Sprung  
Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber haftbar.
Xobor Forum Software von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen