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(Islam ist “Frieden, Reinheit, Hingabe” und “Gehorsam”) "Der Mensch ist Richter über die Worte die er noch nicht ausgesprochen hat und Gefangener seiner Worte nachdem er es ausgesprochen hat." Hazreti Ali 7.Jh & 'Daß du das Band knüpfst zu dem, der es zerreßt; daß du verzeihst dem, der dir Unrecht tut; daß du gibst dem, der dich beraubt."(Der Prophet Muhammed sallallahu 'aleihi wesellem)
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 Tasawwuf
Kemal06 Offline

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Beiträge: 559

18.03.2007 20:01
?! Oh mein Nefs?! antworten

Aus dem Werk von Imam Ghasali(Kuddise Sirruhu)

„Oh mein Nefis!“





Muhasebe und Murakabe



Ich ziehe mich vor dem gesteinigten Scheytan zu Allah zurück

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Allbarmherzigen



In der Sure Enbiya, Ayet 47 sagt Allah:

„Und Wir werden am Tage der Auferstehung gerechte Waagen aufstellen, und niemand soll im geringsten Unrecht erleiden. Und wäre es (auch nur) vom Gewicht eines Senfkorns, Wir brächten es herbei. Und Wir genügen als Rechner.“



Aus dieser Ayet leiten wir ab, dass jeder, bevor er die Welt verlässt, sich selbst zur Rechenschaft ziehen soll. Allahu Teala sagt in der Sure Haschr, Ayet 17:

„O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah! Und eine jede Seele habe auf das Acht, was sie für morgen vorausschickt. Und fürchtet Allah! Allah weiß sehr wohl, was ihr tut.“



Unser Prophet (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) hat gesagt:

„Schlau ist derjenige, der seinen Tag in vier Teile teilt. Im ersten Teil berechnet er die Sachen, die er getan hat und tun wird. Im zweiten sucht er Auskunft bei Allah und fleht Ihn an. Beim dritten Teil arbeitet er für seine Versorgung. Im vierten ruht er sich aus und unterhält sich mit Sachen, die Mubach sind.“



Emirul Mu’minin Ömer (Radiyallahu Anh) sagt:

„Bevor ihr zur Rechenschaft gezogen werdet, zieht euch selbst zur Rechenschaft.“

Allahu Teala sagt in Sure Ali Imran, Ayet 200:

„O ihr, die ihr glaubt, übt Geduld(bei der Pein, die man euch macht wegen der Din) und wetteifert in Geduld(damit ihr in den Kämpfen gegen euere Feinde die Oberhand habt, haltet Wache an den Grenzen eurer Länder beim Dschihad) und seid standhaft und fürchtet Allah, damit ihr Frieden findet.“



Daraus haben die Scharfsinnigen und Großen der Din abgeleitet, dass sie auf diese Dunya zum Handel gekommen sind und Handel mit dem Nefs betreiben müssen. Der Gewinn dieses Handels ist das Dschennet und der Verlust ist das Dschehennem. Das heißt, der Gewinn ist ewige Glückseligkeit und der Verlust ewige Pein. Diese haben ihr Nefis als Teilhaber im Handel genommen. Mit dem Teilhaber berät man sich zuerst und spricht mit ihm. Danach passt man auf, ob er sein Versprechen einhält oder nicht. Danach rechnet man ab und wenn er Verrat begangen hat, dann geht man vor Gericht. Diese Menschen haben mit ihrem Nefis nach der Reihe diese sechs folgenden Sachen gemacht:

Regeln aufgestellt
Ihn überwacht und überprüft
ihn zur Rechenschaft gezogen
ihn bestraft
sich um ihn bemüht
ihn getadelt


1. Ihm Regeln aufstellen:

Wie derjenige Teilhaber am Handel jemand ist, der am Geldgewinnen teilhat, so wird er, wenn er Verrat begeht, der Feind. Obwohl doch die Sachen, die man in der Dunya verdient, vergänglich sind. Der Handel des Ahiret ist ewig. Für diejenigen mit Verstand ist das, was nicht ewig bleibt, wertlos. Es haben sogar viele gesagt, dass das vergängliche Khayr schlechter ist als das nicht endende Scher (Schlechte). Jeder Atem des Menschen ist ein wertvoller Diamant, woraus er einen Schatz machen kann. Eigentlich ist es wichtig, diese Sachen in Rechenschaft zu ziehen und sich hier nicht täuschen zu lassen. Jemand, der Verstand hat, muss sich nach jedem Frühgebet, ohne an etwas zu denken, hinsetzen und seinem Nefis sagen:

„Mein Kapital ist allein mein Leben. Dieses Kapital ist so wertvoll, dass jeder Atem der, vergeht, mit nichts zu zurück zu holen ist. Jeder einzelne meiner Atemzüge wird bei Allahu Teala gezählt. Sicherlich werden sie es nicht vermehren. Wenn mein Leben zu Ende ist, dann wird der Handel sein Ende finden. Lass uns an dem Handel festhalten, da unsere Zeit gering ist. Auch wenn das Ahiret lang ist, gibt es dort keinen Gewinn und Handel. Heute ist deine Zeit. Allahu Teala hat uns ein Leben gegeben. Wenn der Tod kommt, wird man ein Tag um Erlaubnis bitten, doch man wird keine Erlaubnis bekommen. Heute haben wir diesen Segen in unserer Hand. Oh mein Nefis! Pass gut auf, kennen den Wert dieses Kapitals und lass es nicht aus den Händen. Morgen wird dir das Weinen und Jammern nicht helfen. Stell dir vor, der Tod hätte dich schon eingeholt und du hast gefleht, dass man dir einen Tag Aufschub gibt und man hat dir einen Tag gewährt. Stell dir nun vor, dass es dieser heutige Tag ist, den sie dir gaben. Wenn das so ist, gibt es dann einen größeren Verlust, als diesen Tag aus den Händen zu verlieren und mit ihm nicht die Glückseligkeit zu erlangen?



In einem Hadithi Scherif wird gesagt:

„Morgen, am Tage des Gerichts werden dem Knecht für die 24 Stunden am Tag 24 Schätze vorgelegt. Sie werden eins aufmachen und man wird es voll mit Sewab und Noor sehen. Das ist die Sewab, die er in dieser Stunde getan hat. Wegen diesem Schatz wird er sich so sehr freuen und solch einen Frieden in das Herz bekommen, wenn man diese Freude und den Frieden denen im Dschehennem ausgeteilt hätte würden sie nicht verstehen, dass sie im Dschehennem sind. Seine Freude ist deswegen so groß, weil er weiß, dass dieses Noor ein Grund ist, dass er von Allah akzeptiert wird. Dann wird man einen anderen Schatz öffnen. Daraus wird schwarzer, stinkiger Rauch kommen und ein ekliger Geruch. Jeder wird seine Nase zuhalten. Das ist die Stunde, wo er gesündigt hat. In sein Herz kommt solch eine Furcht, solch eine Bedrängnis und solche Scham, dass, wenn man dies den Leuten im Dschennet verteilen würde, würde das Dschennet für sie sogar bedrängend. Dann öffnet man noch einen Schatz. Das Innere wird leer sein und weder Noor noch Finsternis enthalten. Dies sind die Stunden, die er leer verbracht hat. Er wird in seinem Herzen so eine Sehnsucht spüren wie jemand, der die Chance hatte, ein ganzes Land und dessen Schätze zu gewinnen, aber diese Chance nicht genutzt hat. Man wird ihm sein ganzes Leben Stunde für Stunde zeigen.“



Dann wird er sagen: „Oh mein Nefis. Sie haben dir 24 solche Schätze vor deine Augen gelegt, verbringe ja nicht deine Zeit mit leeren Dingen. Sonst wirst du die Trennung von den Sachen nicht ertragen.“ Die Großen haben gesagt: „Stelle dich selbst als dein Feind hin. Stell dir vor, du hast keine Sewab und hast die Stufe derjenigen, die gute Taten tun, verpasst und wurdest betrogen. In diesem Zustand hast du all deine Organe Allahu Teala überlassen und deine Augen, deine Zunge und deine restlichen Organe musst du beschützen. Man sagt, dass das Dschehennem 7 Tore hat. Diese Tore sind deine 7 Organe. Denn jeder Einzelne von ihnen kann ins Dschehennem gehen. Indem er sich an die Sünden der Organe erinnert, muss er sein Nefis Angst machen. Er muss ihm die Ibadet, die er für diesen Tag machen kann, ihm in Erinnerung rufen, sie ihm anraten, ihn anspornen und ihm drohen: „Wenn du dies nicht tust, werde ich dich bestrafen“ und ihm so Angst machen. Auch wenn der Nefis ein Rebell ist, der seine Grenzen nicht kennt und Befehle nicht ausführt, so akzeptiert er dennoch Ratschläge und es hat Nutzen mit ihm zu sprechen. Dies ist die Abrechnung vor der Tat. Wie ja auch Allahu Teala in der Sure Bakara am Ende der Ayet 235 sagt:



„Und wisset, dass Allah dessen gewahr ist, was in euren Seelen ist. Darum seit vor Ihm auf der Hut. Und wisset, das Allah allverzeihend und nachsichtig ist“



Rasulallah(Sallallahu Aleyhi ve Sellem) sagt:

„Derjenige, der Verstand hat, ist jemand, der sich vor seinem Tod zur Rechenschaft zieht und Sachen tut, die ihm nach dem Tod von Nutzen sein werden.“

Wieder wird in einer Hadithi Scherif gesagt:

„Denke vor jeder Tat, die du tust nach, ob sie richtig ist. Wenn sie richtig ist, dann tu sie, wenn nicht, dann lasse sie.“



So muss er jeden Tag in der Früh seinem Nefis Regeln auferlegen und sogar jemand, der dies getan hat und ein guter Mensch ist, muss das tun, weil er jeden Tag mit etwas Neuem konfrontiert werden kann.



2. Überwachen



Überwachung ist, sein Nefis zu kontrollieren und ihn nicht zu vergessen. Nachdem man das Kapital seinem Freund gegeben hat und ihm Regeln auferlegt hat, darf man ihn nicht allein lassen und muss ihn beobachten. Es ist nötig, das man den Nefis jeden Moment kontrolliert und beobachtet. Wenn du ihn vergisst und allein lässt, dann wird er wieder seinen eigenen Gelüsten verfallen und faul werden, wie er davor war. Die Wahrheit der Kontrolle ist, nicht zu vergessen, dass Allah alles, was wir tun und denken, sieht. Die Menschen sehen gegenseitig ihr Äußeres. Allahu Teala aber sieht das Äußere und das Innere des Menschen. Jemand, der dies weiß und bei dem dieses Wissen im Herzen siegreich ist, dessen Gedanken werden mit Adap sein. Sowieso ist jemand, der nicht daran glaubt, Kafir. Daran zu glauben, es aber zu vernachlässigen, ist eine große Adaplosigkeit. Allahu Teala sagt in der Sure Alak, Ayet 14: „Weiß er nicht, dass Allah (ihn) sieht?“



Bilal-i Habesch ist zu Rasulallah(Sallallahu Aleyhi ve Sellem) gekommen und hat gefragt:

„Ich habe viele Sünden begangen, wird meine Tawba akzeptiert?“

Als Rasulallah: „Ja.“ sagte, fragte Habeschi: „Als ich die Sünde beging, sah er mich da?“

Als dann Rasulallah (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) „Ja“ sagte, hat Habeschi ein tiefes: „Ach“ gesagt und ist in Ohnmacht gefallen und so geblieben.



Resulallah(Sallallahu Aleyhi ve Sellem) hat gesagt:

„Macht so Ibadet, als würdet ihr Allahu Teala sehen. Auch wenn ihr ihn nicht seht, so sieht er euch.“



Jemand, der daran glaubt, dass Er ihn sieht, kann dieser etwas tun, was ihm nicht gefällt?

Wie ja auch Allahu Teala in der Sure Nisa, Ayet 1 am Ende sagt:

„Siehe, ohne Zweifel, Allah wacht über euch.“

Hier ist die Größe dabei, ihn andauernd zu beobachten und ihn zu sehen. Einer von den Großen liebte einen seiner Mürids mehr als die anderen. Die anderen waren darüber traurig. Er gab jeden einzelnen ein Vogel und sagte: „Nehmt diesen Vogel und tötet ihn an einer Stelle, wo euch niemand sieht.“ Jeder hat seinen Vogel an einer Stelle umgebracht, wo er allein war. Doch sein Lieblingsschüler hat den Vogel ohne zu töten zurückgebracht. Er fragte ihn: „Warum hast du mir nicht gehorcht?“ und er sagte: „Ich habe keinen Platz gefunden, wo mich niemand sieht. Er sieht alles.“ und da haben die anderen verstanden, dass dieser auf der Stufe der Muschahade ist. Als die Frau des Königs von Ägypten, Selliha, Yusuf (Aleyhisselam) gerufen hat, hat sie erst mit einem großen Korb das Angesicht ihres Götzen bedeckt.

Yusuf (Aleyhisselam) sagte zu ihr: „Warum hast du diesem da das Gesicht bedeckt?“

Selliha sagte: „Weil ich mich vor ihm schäme.“

Yusuf (Aleyhisselam) sagte darauf: „Wenn du dich von einem Stück Stein schämst, wie soll es dann sein, dass ich mich nicht vor meinem Herrn, der die 7 Himmel und Erden erschaffen hat, schäme?“

Eines Tages kam einer zu Dschunaydi Bagdadi und fragte ihn:

„Ich kann mich nicht davor zurückhalten, auf der Straße die Mädchen und Frauen anzuschauen. Was soll ich tun, um von dieser Sünde weg zu kommen?“

Dschunaydi Bagdadi sagte: „Denke daran, dass Allahu Teala dich besser sieht, als du die Frauen und Mädchen auf der Straße.“



In einer Hadithi Scherif heißt es:

„Allahu Teala hat das Dschennet Adn für diejenigen bereitet, die, wenn sie dabei sind eine Sünde zu tun, an seine Größe denken und dann sich schämen und vor der Sünde fliehen“



Abdullah bin Dinar (Radiyallahu Anhuma):

„Wir gingen mit Ömer nach Mekka und ein Hirte führte seine Herde vom Berg herunter.

Der Kalif hat zu ihm Folgendes gesagt: „Verkauf mir eins von diesen Schafen.“

Der Hirte sagte darauf: „Ich bin ein Sklave, diese hier sind nicht meine.“

Der Kalif sagte: „Woher soll dein Herr das schon wissen? Du sagst einfach, dass ein Wolf ihn gefangen hat.“ Als der Hirte sagte: „Auch wenn er es nicht weiß, Allah weiß es doch.“,

hat Ömer (Radiyallahu Anh) geweint. Später hat er den Herrn des Sklaven gesucht, ihm den Sklaven abgekauft und dann befreit. Er sagte zu ihm: „Wie diese Worte dich in dieser Dunya gerettet haben, werden sie dich auch auf der anderen Seite retten.“



Die Kontrolle der Siddiks und Muttakis



Die Kontrolle geschieht auf zwei Arten.

Die Murakabe der Siddiks ist so, dass ihre Herzen in die Größe und Schönheit Allahs verfallen sind, ihre Herzen durch die Furcht zu ihm gebrochen sind und dass sie keine Möglichkeit mehr haben, jemand anderes anzuschauen als Allah.


Diese Murakabe ist kurz. Wenn man sie berichtigt und die Organe dem Herzen gehorchen, dann beschäftigt er sich nicht mal mit dem Mubahs und wenn das so ist, wie soll es dann sein, dass sie sich mit den Sünden beschäftigen?



Um seine Organe zu schützen, muss man keine Maßnahme und keinen Grund suchen.

Rasulallah (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) hat gesagt:

„Wenn jemand in der Früh mit einer Himmet aufwacht, dann wird ihm Allah bei den Geschäften der Dunya und Ahiret zu Hilfe eilen.“



Manche sind darin so eingetaucht, dass sie nicht hören, was man zu ihnen sagt. Auch wenn ihre Augen offen sind, sehen sie nicht, wer sich neben sie stellt oder zu ihnen kommt.

Abdullah bin Zeyd (Radiyallahu Anh) hat man gefragt:

„Kennen Sie jemanden, der seinen eigenen Zustand bedenkt und sich nicht mit den Menschen beschäftigt?“ Abdullah bin Zeyd (Radiyallahu Anh) sagte:

„Ich kenne einen. Er wird gleich hier eintreffen.“

Utbetul Gullam kam rein und man fragte ihn:

„Wen hast du auf dem Weg gesehen?“ und sie bekamen von ihm diese Antwort:

„Ich habe niemanden gesehen.“ Obwohl er vom Marktplatz gekommen war.



Yahya bin Zekeriyya (Aleyhisselam) ging an einer Frau vorbei. Er rammte sie und fiel auf den Boden. Man fragte ihn, warum er das getan hat.

Er gab als Antwort: „Ich dachte, es ist eine Mauer.“

Einer erzählt: „Ich ging an einer Gruppe Menschen vorbei, welche Pfeile schossen. Einer von ihnen saß weiter weg von den anderen. Ich wollte mit ihm reden und er sagte zu mir:

„Allahu Teala Zikir zu machen und an ihn zu denken, ist besser als reden.“

Ich sagte ihm, dass er alleine sitzt und er sagte:

„Nein….Allahu Teala ist mit mir und bei mir sind 2 Engel.“

Ich fragte ihn, wer von der Gruppe dort am höchsten sei?

Er sagte: „Derjenige, dem Allah vergeben hat.“

Als ich fragte, von wo der Weg ist, hob er sein Gesicht gegen den Himmel, stand auf, ging weg und sagte dabei: „Ya Rabbi! Viele deiner Knechte sind mit anderen Sachen beschäftigt als mit dir.“



Schibli ist zu Sufyani Sevri gekommen. Er sah, dass er sich zur Murakabe hingesetzt hatte und leise war. Er bewegte sich keinen Deut, so sehr, dass nicht mal ein Haar auf Sufyani Sevris Körper sich bewegte. Schibli fragte ihn: „Von wem hast du diese schöne Murakabbe gelernt?“

Sufyan gab Folgendes zur Antwort: „Von einer Katze habe ich es gelernt. Ich sah sie vor dem Loch einer Maus, wie sie ihre Beute in einem noch ruhigeren Zustand als ich jagte.“



Ebu Abdullahi Hafif (Kuddise Sirruhu) sagte:

„Man sagte, dass in der Stadt Su ein junger Mann und ein Alter Mann sich dauernd in Murakabbe befinden. Ich bin dorthin gegangen und habe zwei Leute gesehen, die ihr Gesicht gegen die Kible gewandt haben. Ich gab ihnen dreimal Selam und sie antworteten mir nicht.

Darauf sagte ich ihnen: „Antwortet auf mein Selam für Allah.“ Der Jüngere hob seinen Kopf und sagte: „Oh Sohn des Hafif! Die Dunya ist kurz und von dieser Kürze ist sehr wenig geblieben. Habe viel Anteil von diesem Wenigen. Oh Sohn des Hafif! Wie leer bist du, dass du versuchst uns Selam zu geben?“ und beugte wieder sein Kopf nach vorne. Ich war hungrig und durstig, aber vergaß meinen Zustand. Sie nahmen mich von mir selbst hinweg. So blieb ich dort und machte mein Mittags- und Nachmittagsgebet mit ihnen. Später sagte ich zu ihnen: „Gebt mir ein Ratschlag.“ Er sagte: „Oh Sohn des Hafif! Wir sind die Leute des Kummers. Wir haben keine Zunge für Ratschläge.“ Ich blieb 3 Tage dort und ich habe weder etwas gegessen noch geschlafen. Später sagte ich zu mir selbst: „Damit sie mir ein Ratschlag geben, sollte ich ihnen vielleicht ein kleinen Lohn geben.“ Der Junge hob seinen Kopf und sagte: „Derjenige, bei dem du dich zur Sohbet befindest, nicht seine Zunge, sondern sein Gesicht soll dich Allahu Teala erinnern lassen.“



Das ist die Stufe der Murakabbe der Siddiks, sie haben sich selbst vollkommen Allahu Teala übergeben.



Die andere Murakabe ist die Murakabe der Muttaki und der Ashabu Yemin.
Das sind diejenigen, die wissen, dass Allahu Teala weiß, was sie tun und welche sich schämen vor ihm, aber ihr Verstand ist nicht geschwunden wegen der Größe und Schönheit Allahs und der Furcht vor Ihm. Sie wissen, was ihr Zustand ist und was in der Dunya ist. So einer ist wie jemand, der nackt ist und gerade etwas macht und ein Kind dabei sieht und sich vor ihm schämt und sich mit dem eigenen Willen zu bedeckt. Die davor jedoch, waren wie jemand der auf einmal den König getroffen hat und durch seine Würde sich auf den Boden geworfen und sich selbst vergessen hat. Deswegen ist es wichtige das man demjenigen seine Worte, seine Gedanken und seine Taten Murakabe macht, das heißt, kontrolliert. Es gibt für jede Sache die er tut, zwei Ansichten:

Er muss vor jeder Sache die er tut aufpassen was ihm einfällt und muss dauernd kontrollieren was in sein Herzen kommt.
Er passt darauf auf, dass er Allahu Teala das Richtige gibt. Die Wünsche seines Nefs stoppen. Er fängt an sich vor Allah zu schämen, weil ihm so ein Gedanke gekommen ist und schimpft auf sein Nefs. Er erzählt dann die Strafe im Ahiret dafür, die Schlechtigkeit der Tat sich selbst. Solch eine Murakabe ist vor jeder Handlung Farz. Denn in der Hadithi Scherif wird gesagt: „Für jede Bewegung ,die der Knecht getan hat und nicht getan hat, werden ihm 3 Bücher vorgelegt. Das eine: „Warum hast du es getan?“ Das andere: „Wie hast du es getan?“ und das dritte: „Für wen hast du es getan?“ Die Bedeutung der ersten Frage lautet:„Hast du es für Allah getan oder für dein Nefis? Oder hast du es dafür getan um Scheytan zu folgen?“ wenn er davor sich rettet, dann kommt er zu dem: „Wie hast du es getan?“ Denn für alles Rechte gibt es eine Regel, eine Adap und Ilim. Hast du das, was du getan hast, nach deinem Ilim getan oder weil du das Dschahil sein als Leichtigkeit sahst? Wenn er sich davor rettet, das heißt, alles nach den Regeln getan hat, kommt das: „Für wen.“ Das heißt:„Es wurde von dir erwartet, das du dies mit Ihlas, also rein für Allah machst. Wenn du es für Ihn gemacht hast, wirst du deinen Lohn sehen aber wenn du es für jemand anderen gemacht hast, dann erwarte den Lohn von demjenigen. Wenn du es für die Dunya gemacht hast, dann bist du sowieso jemand ohne Anteil. Wenn du es für jemanden noch unterschiedlicheren getan hast, dann bereite dich auf Strafe und Bedrängnis vor.“ wird zu ihm gesagt.



Allahu Teala sagt in der Sure Zumer, Ayet 3 inhaltlich:

„Wisse, dass allein Allah (allein) der aufrichtige Glaube gebührt.“



Wieder sagt Allahu Teala in der Sure Araf Ayet 194 inhaltlich:

„Siehe, jene, denen sie neben Allah dienen, sind Diener wie sie selbst. Ruft sie doch an und lasst sie euch antworten, wenn ihr wahrhaft seid!“



Wenn jemand mit Verstand das weiß, dann wird er nicht vergessen sein Herz zu kontrollieren.

Das wichtige ist, das zu kontrollieren, was als erstes in die Gedanken kommt. Denn wenn man diesen nicht beseitigt, wird das Verlangen durch diesen geweckt und wird später danach verlangen und es erwünschen. Danach wird dieses Verlangen an den Organen gesehen.

Rasulallah(Sallallahu Aleyhi ve Sellem) sagt:

„Wenn der Grund einer Sache sich zeigt, dann fürchte dich vor Allah.“



Es ist sehr schwer und ein hohes Wissen, zu erkennen, welche der Sachen, die in die Gedanken kommen, von Allah sind und welche von den Gelüsten des Nefis. Jemand, der kein Wissen darüber hat, muss sich bei einem Alim zur Sohbet gesellen, der darüber Bescheid weiß und sonst auch viel Wissen hat. Er muss dafür sorgen, dass die Noors sich auf ihn abfärben. Er muss von den Alims fliehen, welche die Dunya lieben. Denn diese sind die Wekils des Scheytan geworden. Allahu Teala hat Davud (Aleyhisselam) eine Wahiy geschickt und gesagt: „Oh Davud! Verlange nicht von dem Gelehrten, den die Liebe zur Welt betrunken gemacht hat, irgendetwas. Er würde dich von meiner Liebe fern halten. Sie sind Wegschneider. Sie schneiden den Weg meiner Knechte ab.“

Rasulallah (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) sagte:

„Allahu Teala liebt diejenigen, die bei den zweifelhaften Sachen scharfsinnig sind und wenn ihre Lust sie übermannt, mit gesundem Verstand handeln.



Hier ist die Vollkommenheit dabei, die Wahrheit der Sache mit Scharfsinn zu erkennen und mit gesundem Verstand seine Lust einzudämpfen. Diese beiden Sachen befinden sich nebeneinander. Jemand, der keinen Verstand hat, wird, wenn er mit zweifelhaften konfrontiert wird, nicht darauf kommen, seine Lust zu bekämpfen. Deswegen hat Rasulallah (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) gesagt:

„Derjenige, der eine Sünde tut, verliert einen Gedanken und dieser kommt nicht mehr zu ihm.“



Isa (Aleyhisselam) hat gesagt:

„Die Arbeiten sind drei verschiedene: Mache die Sachen, die offensichtlich gut sind und vermeide die Sachen, die offensichtlich schlecht sind. Lasse die Zweifelhaften Sachen den Alims.“



Murakabe, wenn man etwas tut
Dem Menschen sein Tun ist auf diese 3 beschränkt, diese sind Gehorchen, Sünde machen oder Mubach tun. Die Murakabe beim Gehorchen ist es, mit Ihlas und mit Huzur zu machen und darauf aufzupassen und von dem, was noch besser ist, auf keinen Fall fern zu bleiben.



Die Murakabe bei den Sünden ist sich zu schämen, Tawba zu machen und als wieder gut Machung etwas Gutes zu tun.



Die Murakabe bei den Mubachs ist es Adap zu haben und bei der Nimet Allahu Teala vor Augen zu halten, sprich, denjenigen von dem es gekommen ist, vor Augen zu halten und zu wissen, dass man vor ihm steht. Zum Beispiel wenn man sitzt, mit Adap zu sitzen und wenn man schlafen will, sich auf die rechte Seite zu legen und das Gesicht in Richtung Kible zu drehen. Genauso muss man, wenn man beim Essen ist, im Herzen nachdenken. Dieses Taffakkur ist die höchste von allen Taten. Denn beim Essen ist solch eine Kraft Allahu Tealas enthalten, das wenn man an den Geruch denkt, die Form, der Geschmack, es Sachen sind, die den Verstand zum Nachdenken bringen. Wieviel Nimets gibt es auf dem Körper, die dem Menschen beim Essen helfen, wie die Finger, der Mund, die Zähne, die Speiseröhre, die Leber und was noch alles. Die Sachen, die dem Körper dienen, werden verdaut und bleiben, während die schädlichen Stoffe und unnützes Zeug ausgeworfen werden. All diese Sachen sind das Werk von Allahu Teala, welche den Verstand zum Gefrieren bringen. An diese Sachen zu denken ist eine große Ibadet. Dies ist die Stufe der Alims. Manche gelangen, wenn sie diese Werke sehen, in die Herrlichkeit Allahu Tealas. Sie tauchen ein in sein Celal, Cemal und seine Vollkommenheit. Dies ist die Stufe der Muwahids und der Siddiks. Manche schimpfen auf das Essen und sehen es als schlecht an, da es sie beschäftigt und so sagen sie:

„Wären wir doch bloß nicht davon abhängig.“ Und denken über die Notwendigkeit dessen nach. Dies ist die Stufe der Sahids. Manche schauen, indem sie wollen und all ihre Gedanken sind, noch Leckereres, noch Süßeres und noch mehr zu finden und tun alles um das zu bekommen. Dann finden sie in dem Gekochten oder Gebratenem Fehler und Schlechtes. Dass alles von Allah kommt und das Werk zu beschuldigen, den Macher zu beschuldigen bedeutet, wissen sie nicht. Dies ist die Stufe derjenigen, die Gafil und unwissend sind.



Bei allen Mubahs, trifft man auf diese Stufen.



Die Abrechnung, die man nach den Taten zu machen hat
Jeden Tag, wenn man schlafen geht, muss man den Nefis zur Rechenschaft ziehen und das Kapital in Verlust und Gewinn trennen. Das Kapital sind die Farz. Der Gewinn sind die Sunnas und die Nafiles, die man tat. Der Verlust jedoch sind die Sünden. Genauso wie der Mensch mit seinem Teilhaber sich unterhält um nicht betrogen zu werden, muss man gegenüber dem Nefis noch aufgeweckter sein. Denn der Nefs ist listig und lügnerisch.

Er zeigt dir seine eigenen Wünsche als gut und nutzvoll, obwohl diese Sachen eigentlich Sünden sind. Man muss für jedes Mubach sogar Rechenschaft abziehen und sich fragen, warum hast du das getan? Wenn er etwas Schädliches getan hat, muss er ihn dafür bezahlen lassen.



Ibni Abdussamed ist einer von den Großen gewesen. Er hat 60 Hidschri Jahre seines Lebens berechnet und es waren 21.500 Tage und er sagte Folgendes:

„Ach, wenn ich jeden Tag am wenigsten eine Sünde getan habe, wie soll ich mich dann von 21.500 Sünden retten? Doch es ist doch so, das ich solche Tage hatte, an denen ich hunderte von Sünden tat.“ und er fiel um. Die Leute beugten sich herab und sahen, dass er sein Leben gegeben hatte.



Wie traurig ist es, dass die Menschen sich selbst nicht zur Rechenschaft ziehen. Wenn jemand bei jeder Sünde, die er tut, einen Stein in sein Zimmer tun würde, würde in kurzer Zeit das Zimmer gefüllt sein. Wenn die Schreiber-Engel auf unseren Schultern für jede Sünde, die sie aufschreiben, Lohn verlangen würden, hätte es bedeutet, dass wir all unser Gut hätten hergeben müssen. Aber wenn wir mit Gaflet und verschiedenen Gedanken einige Male Subhanallah sagen, dann nehmen wir die Tesbih in unsere Hand, zählen und sagen: „Ich habe es nun 100mal gesagt.“ Aber wie viel Leeres reden wir am Tag und wir zählen es nicht und denken nicht daran. Wenn wir es zählen würden, würde es jeden Tag die Tausend überschreiten. Danach erwarten wir, dass bei der Waage am Gericht die Seite der guten Taten schwer wiegen wird. Was ist das für ein Verstand? Deswegen hat Ömer (Radiyallahu Anh) gesagt:

„Bevor euere Taten gewogen werden, wiegt sie selber auf.“

Ömer (Radiyallahu Anh) schlug mit der Peitsche auf seine Füße und sagte:

„Was hast du heute getan?“

Als Ebu Bekir (Radiyallahu Anh) im Sterben lag, sagte er:

„Ich habe niemanden, den ich mehr liebe als Ömer, er ist es, den ich am meisten liebe.“

Später fragte er Hz.Aysha (Radiyallahu Anha): „Wie habe ich es gesagt?“ und als Hz.Aysha ihm die Worte wiederholte, sagte er: „Für mich gibt es niemanden, der ehrenvoller und schöner ist als Ömer“ und hat so sein Wort berichtigt. Sprich, er hat solch eine kleine Sache in Rechenschaft gezogen und den Weg zur Verbesserung gewählt. Ibni Selam hatte sich Holz genommen und trug es. Als sie sagten: „Lass das doch die Sklaven und Armen machen.“, sagte er: „Ich teste mein Nefis, lasst uns doch sehen, wie er wird.“



Enes (Radiyallahu Anh) erzählt: „Ich habe Ömer gesehen, er stand hinter einer Wand und sagte zu sich selbst: „Wie schade um dich, oh mein Nefs! Sie sagen zu dir Emirul Muminin. Entweder fürchte Allah oder bereite dich auf Seine Strafe vor.“



Hasan-i Basri (Radiyallahu Anh) sagte:

„Nefsi Levamme ist der Nefis von jemandem, der, wenn er isst, sich selber befragt, warum er es gegessen hat oder warum er etwas getan hat. Deswegen ist es sehr wichtig, den Nefis zu befragen, wenn er etwas tut.“



Den Nefis zu bestrafen
Wenn man dem Nefis seine Fehler nicht sieht und ihn nicht bestraft, findet er Mut und wird frech. Dann wird man nicht mehr gegen ihn ankommen. Für alles, was er tut, muss man ihn bestrafen. Wenn er etwas Zweifelhaftes gegessen hat, muss er ihn hungern lassen. Wenn er fremde Frauen angeschaut hat, darf er ihn nicht die guten Mubach Sachen anschauen lassen. So muss er jedes Organ bestrafen. Die Großen vor uns haben das so getan. Einer der Abids hat seine Hand an einer Frau gestreift und später als Strafe seine Hand bis, sie verbrannte, unter das Feuer gehalten. Ein Abid von Beni Israil war in einem Raum. Eine Frau hat sich ihm angeboten und er ist aufgestanden um zu ihr zu gehen. Als er mit einem Fuß aus dem Raum war, fing er an, Angst vor Allah zu kriegen und hat Tawba gemacht und wollte wieder zurückgehen. Doch dann fiel ihm ein, „Nein, das kann nicht sein. Dieser Fuß ist für die Sünde hinausgegangen. Er kann nicht in den Raum.“ Und hat so seinen Fuß nicht rein genommen. Durch die Kälte und Hitze ist sein Fuß kaputt gegangen und er hat ihn verloren.

Dschunaydi Bagdadi (Rahmetullahi aleyh) hat gesagt:

„Kürrebi erzählte: „Ich wurde eines Nachts Dschanab. Ich wollte die Vollwaschung vollziehen, da fing mein Nefis an faul zu werden und sagte: „Schau doch mal, das Wetter ist so kalt. Sonst wirst du noch krank. Habe Geduld. Du kannst morgen zum Hamam gehen.“

Um mein Nefis zu bestrafen, habe ich mir geschworen, mit meinem Gewand Ghusl zu machen und habe es auch so getan. Ich habe mich mit dem nassen Gewand Schlafen gelegt. Mein Gewand ist auf mir getrocknet und ich habe meinem Nefis gesagt: „Das ist die Strafe des Nefis, welches bei den Befehlen Allahu Tealas Leichtigkeit zeigt.“

Einer hat ein Mädchen angeschaut und bereute es später und hat geschworen als Strafe kein kühles Wasser mehr zu trinken und hat es auch nicht getrunken.

Hasan ibni Ebi Sinan sah einen schönen Ort und fragte: „Wer hat diesen Platz gemacht?“

Danach sagte er zu sich selbst: „Wie kannst du etwas fragen, was dich nichts angeht? Oh mein Nefis! Ich schwöre, du wirst ein Jahr fasten.“



Ebu Talha verrichtete in seinem Garten sein Gebet. Ein schöner Vogel hat sich neben ihn gesetzt. Er ist in Gedanken über ihn gefallen und hat vergessen, wie viele Rekat er gemacht hat. Deswegen hat er danach den ganzen Garten als Almosen gegeben.

Malik bin Kaygan sagt: „Rebaul Kawsi kam und fragte nach meinem Vater. Ich habe gesagt, dass er schläft. Er sagte, Wie kann man am Nachmittag schlafen? und ging davon.

Ich ging hinter ihm her. Er sagte zu sich selbst: „Oh du leerer Hals! Was hast du davon, wenn du dich mit dem Schlafen eines anderen beschäftigst? Ich schwöre dir, das du dein Kopf ein Jahr nicht auf den Kissen legen wirst.“ und weinte dabei und sagte dauernd: „Hast du keine Angst vor Allah?“



Temimi Dairi (Radiyallahu Anh) verfiel einmal dem Schlaf und verpasste das Nachtgebet. Um sein Nefis zu strafen hat er geschworen, ein Jahr lang nicht mehr zu schlafen.

Talha (Radiyallahu Anh) erzählt: „Es gab mal einen, der hatte seinen Oberkörper ausgezogen und hat sich in den brennenden Sand geworfen und gesagt: „Ey Murdar! Bis in die Früh hast du die Nacht leer verbracht. Wann werde ich mich aus deinen Händen befreien?“

Rasulallah (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) ging dort vorbei und fragte: „Warum tust du das?“ und er sagte: „Mein Nefis will mich beherrschen.“ Rasulallah (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) sagte zu ihm: „Die Tore des Himmels haben sich für dich geöffnet. Allahu Teala lobt sich selbst mit dir bei seinen Engeln.“ Rasulallah (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) sagte zu seiner Ashab: „Geht und nehmt euch von ihm euren Anteil.“ und alle gingen zu ihm und sagten, „Mache für uns Dua“. Er machte für jeden einzelnen Dua, daraufhin sagte Rasulallah (Sallallahu Aleyhi ve Sellem): „Mache für alle gemeinsam eine Dua.“ und er hob die Hände und sagte:

„Ya Rabbi! Gebe ihnen Takwa und lass sie sich alle auf dem richtigen Weg befinden.“ Rasulallah (Sallallahu Aleyhi ve Sellem) sagte: „Ya Rabbi, mache ihn redlich.“ sprich, gebe auf seine Zunge eine bessere Dua und da sagte der Sahabi: „Ya Rabbi! Mach den Platz von allen das Dschennet.“ Medschma war von den Großen. Er schaute auf ein Fenster und sah ein Mädchen. Er hat geschworen, nie mehr nach oben zu schauen. Ahnef bin Kays nahm nachts die Kerze in seine Hand, hielt seine Finger über das Feuer und sagte: „Warum hast du an diesem Tag das und dies getan? Warum hast du das und dies gegessen?“ Die Großen, die ihre Din verteidigt haben, haben die so getan und haben gewusst, dass der Nefis schlecht ist. Sie haben verstanden dass, wenn man den Nefis nicht bestraft, er einen zur Vernichtung bringt und ihm deswegen Grenzen gesetzt und bei der Überschreitung bestraft.



Das Bemühen um den Nefis
Manche haben, wenn ihr Nefis faul wurde und locker, viel Ibadet als Strafe gemacht.

Abdullah ibni Ömer (Radiyallahu Anhuma) schlief, wenn er ein Dschemaat-Gebet verpasste, eine Nacht nicht. Ömer (Radiyallahu Anh) hat, weil er einmal die Dschemaat verpasst hat, Gut in Wert von 200 Silbermünzen als Almosen gegeben. Abdullah ibni Ömer (Radiyallahu Anhuma) hatte eines Tages solange sein Abendgebet verpasst, dass es draußen dunkel wurde und man 2 Sterne sah. Weil er es so lang hinausgezögert hat, hat er 2 Sklaven befreit. Es gibt viele, die solches getan haben. Jemand, der seinem Nefis die Ibadet nicht mit Liebe machen lassen kann, dessen bestes Heilmittel ist es, sich bei jemandem zu befinden, der viel Ibadet macht und das mit Liebe. Wenn er sieht, dass er die Ibadet mit Lust macht, wird er sich selber auch daran gewöhnen. Einer sagt: „Wenn ich Faulheit bei meinem Nefis sah, um Ibadet zu machen, schaute ich auf Muhammed ibni Awsis Lust, mit der er Ibadet machte und sah, dass mein Nefis eine Woche lang die Ibadet mit Lust machte. Jemand, der solch einen schlauen, braven und Ihlas-vollen Mann Allahs nicht finden kann, muss die Geschichten der Leute Allahs und der Salih Leute lesen. Lasst uns ein paar von denen auflisten:



Davud Tai (Rahmetullahi Aleyh) aß nichts, zerkleinerte das Brot in das Glas Wasser, trank es und sagte: „Zwischen dem Essen und Trinken gibt es eine Zeitspanne, in der man 50 Ayets lesen kann. Warum soll ich meine Zeit leer verschwenden?“



Man sagte zu einem: „Eine Stütze eures Daches ist kaputt gegangen.“ Er gab als Antwort:

„Ich lebe nun schon seit 20 Jahren hier und habe noch kein einziges mal dahin geschaut.“

Sie sahen das unnütze Schauen als Mekruh. Ahmed ibni Serrin saß von der Früh bis in den Nachmittag im Gebet und schaute in keine Richtung. Als man ihn für den Grund danach fragte gab er als Antwort: „Allahu Teala hat die Augen dazu erschaffen, dass man alles, was er erschaffen hat in den 7 Himmeln und Erden, mit seiner Kraft und seiner Würde, seiner Herrlickeit, all dies leben lässt, mit Lehre anschaut. Für jemanden, der ohne Lehre schaut, wird ein Fehler gut geschrieben.“



Ebu Derda (Radiyallahu Anh) sagt: Ich will für 3 Sachen auf der Dunya leben. In langen Nächten Namaz zu machen, in langen Tagen zu fasten und bei Salih Menschen zu sitzen, deren Worte Heilung für die Herzen sind.“



Allkame bin Kaysa fragte man, warum er sein Nefis so bestrafe. Er sagte:

„Weil ich ihn sehr liebe und ich will, dass er vom Dschehennem befreit wird.“

Als sie sagten, dir wurde solch eine Aufgabe nicht befohlen, sagte er:

„Damit ich morgen mich selbst nicht schlage und sage, warum habe ich es nicht getan, tu ich alles was in meiner Macht steht.“

Dschunaydi Bagdadi (Kuddise Sirruhu) sagt:

„Ich habe keinen merkwürdigeren Menschen als Sirri Zekaid gesehen. Er hat 98 Jahre gelebt und außer zu seiner Todeszeit hat keiner ihn gesehen, wie er seinen Rücken auf die Erde legte.“



Ebu Muhammed Hariri blieb ein Jahr in Mekka. In dieser Zeit hat er nicht geredet, nicht geschlafen, seinen Kopf nicht gehoben oder seine Füße ausgestreckt. Ebu Bekir et Tani hat zu ihm gesagt: „Wie hast du das vollbracht?“ sagte er: „Das Sidk sein in meinem Herzen hat meinem Körper Kraft gegeben.“



Jemand erzählt: „Ich habe Fetih Musolli gesehen, wie er blutige Tränen vergossen hat. Als ich ihn fragte, warum er so weint, sagte er: „Eine Zeitlang habe ich für meine Sünden geweint. Heute weine ich für die Tränen, die ich dort nicht mit Ihlas vergossen habe.“

Als man ihn im Traum sah und fragte, was hat Allahu Teala mit dir gemacht, sagte er:

„Allahu Teala hat mir wegen der Tränen, die ich vergossen habe vergeben und mich rein gemacht und er hat auf seine Ehre geschworen und gesagt, dass die Engel die Bücher gebracht haben und es 40 Jahre lang keine Sünde enthielt.“



Man sagte zu Davud Tai: „Was wäre dabei, wenn du deinen Bart mal kämst?“ und er gab als Antwort: „Dafür muss ich nichts anderes zu tun haben.“



Üweysi Karani (Kuddise Sirruhu) teilte seine Nächte auf. Er sagte, diese Nacht ist die Nacht der Ruku und machte eine Ruku, die ganze Nacht lang. Er sagte, diese Nacht ist die Nacht der Sejde und machte bis in die früh eine Sejde. Utbetul Gullam aß nichts und trank nichts. Er kämpfte sehr und seine Mutter sagte ihm, er soll sich selbst doch Gnade zeigen. Er sagte:

„Ich versuche mir selbst doch Gnade zu erweisen. Ich will ein paar Tage leiden um ewige Freiheit zu erlangen.“



Rebi erzählt: Ich ging zu Uweys und er machte gerade sein Frühgebet. Als er sein Selam gab, dachte ich mir, dass ich mit ihm nicht rede, bis er mit seiner Tesbih fertig wird. Er blieb bis zum Mittagsgebet so und stand nicht von seinem Platz auf. Später hat er vom Nachtmittagsgebet aus ohne zu stoppen bis in die nächste Früh gebetet. Er hat dazwischen ein wenig geschlafen. Als er aufwachte, sagte er: „Ya Rabbi! Ich ziehe mich vor dem Auge zurück, das nicht genug schlaf bekommt und von dem Magen, der nicht genug zu Essen bekommt, zu dir zurück“

Ich sagte mir selber, dass mir das langt und ging wieder.



Ebu Bekir ibni Ayasch hat 40 Jahre nicht geschlafen später kam ihm schwarzes Wasser aus den Augen. 20 Jahre hat er es vor seiner Frau versteckt. Wie es erzählt wird, hatte sich Semnun als Brauch gemacht, jeden Tag 500 Rekat zu beten. Er las Tag und Nacht 1000mal die Sure Ihlas. Kerz ibni Vehba war von den Abdals. Er machte am Tag 3 Hatims. Als man zu ihm sagte, dass er sich selbst zu sehr quäle, sagte er: „Was ist schon das Leben auf der Dunya? Wie lange ist sie?“ Da sagten sie: „Es sind 7000 Jahre.“ und er sagte: „Wie lange ist dann der Tag der Rechenschaft?“ sagten sie: „50.000 Jahre.“ Da sagte er, wer quält sich nicht 7 Tage lang, damit er 50 Tage lang in Friede leben kann? Sprich, er wollte sagen: „Wenn mein Leben solange wäre wie die Dunya selbst, würde ich alles, geben um in der Ahiret diese Stufe zu erlangen.“ Es bleibt noch zu sagen, dass das Leben des Menschen kurz, aber die Ahiret ewig ist. Sufyani Sevri (Rahmetullahi Aleyh) sagt: „Eine Nacht blieb ich bei Rabia al Adawiyya zu Besuch. Sie hat sich zum Namaz gestellt und bis in die Früh gebetet und ich habe das auch in einem anderen Raum getan. Als ich sie fragte, wie wir danken sollen dafür, das wir die Nacht lang beten durften, sagte sie: „Der Dank ist, morgen für Ihn zu fasten.“



Den Nefis zu tadeln und ihn anzuspornen.
Nefis, ist so erschaffen, dass er vor den guten Sachen flieht. Es ist ihm anerschaffen, das er seiner Lust verfallen ist und er seine Wünsche erfüllen will. Allahu Teala befiehlt uns, unser Nefis von diesem Charakter abzubringen und ihm vom falschen Weg auf den richtigen zu bringen. Um das zu, tun müssen wir ihn manchmal streicheln, manchmal zwingen und mit ihm mit Worten oder Taten auskommen. Denn der Nefis ist so erschaffen, dass er zu den Sachen rennt, die ihm selbst als gut vorkommen und harrt aus bei den Erschwernissen, die ihm dabei begegnen um an sein Ziel zu kommen. Sein größter Schleier ist Gaflet und Dschehalet. Wenn man ihn aufweckt und ihm zeigt, wo es Frieden gibt, akzeptiert er es. Deswegen sagt Allahu Teala in der Sure Sariyat ,Ayet 55 : „Doch ermahne (weiterhin); denn Ermahnung nützt sicherlich den Gläubigen.“



Dein Nefis ist auch wie jedem anderen sein Nefis. Ratschläge und Tadel wirken auf ihn. Deswegen gebe erst deinem Nefis Ratschläge und tadle ihn und unterlasse das Tadeln niemals.

Sage zu ihm: „Oh mein Nefs. Du sagst, dass du schlau bist und schimpfst diejenigen, die sagen, dass du dumm bist. Aber bitte sage mir doch, wer ist nicht dümmer als du? Du verbringst dein Leben mit leerem Zeug. Dein Leben ähnelt diesem Mörder, der weiß, dass die Polizei ihn sucht und dass wenn sie ihn finden, töten werden aber dennoch sich mit Spaß beschäftigt. Kann es jemand Dümmeren als diesen geben? Oh mein Nefis. Die Soldaten des Todes warten auf dich. Sie suchen dich, sie haben versprochen, dass sie nicht gehen werden, ohne dich zu nehmen. Dschennet und Dschehennem wurde für dich erschaffen. Sagen wir mal, dass der Tod nicht heute kommt, so wird er vielleicht morgen kommen, aber irgendwann wird er sicherlich kommen. Stell dir vor, das, was dir passieren wird, ist passiert. Denn der Tod sagt zu niemanden: „Ich komm in der Nacht oder in der Früh oder ich komme früh oder spät“ auch hat er nicht gesagt, ob er im Sommer oder im Winter kommt. Er kommt zu jedem plötzlich und genau dann, wenn er es nicht erwartet. Wenn du dich nicht darauf vorbereitet hast, gibt es dann etwas Dümmeres als das? Deswegen, wie schade um dich, oh mein Nefis. Oh mein Nefis! Den ganzen Tag bist du in Sünden, wenn du denkst, das Allahu Teala dich nicht sieht, bist du ein Kafir. Wenn du daran glaubst, dass er deine Sünden sieht, dann bist du wirklich schamlos und frech, da du seinem Sehen keine Wichtigkeit beimisst. Deswegen, wie schade um dich mein Nefis. Oh mein Nefis, wenn dein Diener dir nicht dient, dann wirst du wütend auf ihn und wie du doch auf ihn schimpfst. Wie kann es sein, dass du dich sicher fühlst davor, das Allahu Teala dich nicht beschimpfen wird? Wenn du Seine Strafe als leicht siehst dann halte deinen Finger über das Feuer oder setze dich eine Stunde unter die blanke Sommersonne oder bleibe stundenlang in der Sauna und verstehe deine Erbärmlichkeit und wie dumm du bist.

Aber wenn du denkst, dass du nicht dafür Rechenschaft abgeben musst, was du auf Erden tust, dann sprichst du gegen den Qurani Kerim und gegen 124.000 Propheten (Aleyhimus Salavatu ve Teslimat) und glaubst nicht an sie und hast sie alle zu Lügnern gemacht. Allahu Teala sagt in der Sura Nisa, Ayet 123 am Ende: „Wer Böses getan hat, dem wird es vergolten, und er findet außer Allah keinen Beschützer oder Helfer.“ Wenn das so ist, wie schade um dich, oh mein Nefis. Oh mein Nefis! Er ist Kerim, Rahim, Er wird mir verzeihen, sagst du. Wenn das so ist, warum lässt er dann Hunderttausende auf der Welt Hunger und schmerzen leiden und gibt denjenigen, die ihr Feld nicht sähen, keine Ernte? Um zu deiner Lust zu gelangen, benutzt du jede List, aber warum sagst du dann in dem Moment nicht, dass Allah Rahim und Kerim ist und es dir ohne dein Wünschen schickt? Deswegen, wie schade um dich, Oh mein Nefis. Oh mein Nefis! Vielleicht wirst du sagen, dass du glaubst, aber keine Last tragen kannst. Das heißt, du weist nicht, dass man sich dem Schweren hingeben muss, um später nicht das Schwere im Dschehennem zu erleben. Denn wer nicht Schweres, erduldet kann sich nicht vom Schweren befreien. Wenn du schon heute das nicht aushältst, wie willst du dann morgen der Strafe im Feuer und den Erniedrigungen im Ahiret standhalten? Deswegen, wie schade um dich, oh mein Nefis. Oh mein Nefis, um Geld zu verdienen, gibst du dich starken Schmerzen und Erniedrigungen hin und um von einer Krankheit geheilt zu werden, gibst du dich gerne einem dummen Arzt hin und gibst all deine Lust dafür auf. Weißt du denn nicht, dass das Dschehennem schlimmer ist als jegliche Krankheit und Armut und dass das leben in der Ahiret um einiges länger als das leben in der Dunya ist? Deswegen, wie schade um dich, oh mein Nefis. Oh mein Nefis. Wenn du sagst, ich mach später Tawba und gute Sachen, dann sage ich dir, dass der Tod noch davor dich ereilen kann. Genau dann wirst du bereuen, aber es wird nichts bringen. Wenn du denkst, dass es morgen leichter ist Tawba zu machen als heute, dann hast du dich geirrt denn die Tawba wird immer schwerer, je weiter man sie hinauszögert und der Tod nähert sich dir rapide schnell und es wird dann keinen Nutzen mehr haben. Dein Zustand ist wie jemand, der zu faul ist seine Lektionen zu lernen und sich denkt, dass er alles am letzten Tag lernen wird. Um Ilim zu lernen braucht man eine lange Zeit, doch das weiß er nicht. Genauso muss dem Tawba Machenden sein Nefis im Kampf dahinschmelzen und muss die Stufen der Marifet, der Liebe und Reinheit erlangen und so alle Hindernisse überwinden. Wenn das Leben umsonst vergeht, wie kannst du all dies in einem Moment tun? Warum verstehst du nicht vor dem Älteren den Wert der Jugend, vor dem Krank sein werden den Wert der Gesundheit, den Wert der Freiheit vor der Bedrängnis und den Wert des Leben vor dem Tod nicht? Deswegen, wie schade um dich, oh mein Nefis. Oh mein Nefis. Warum verspätest du dich nie dabei, dich im Winter schon auf den Sommer vorzubereiten? Warum vertraust du nicht Allahu Tealas Geschenken und Barmherzigkeit bei diesen Sachen? Da doch die Kälte des Dschehennems nicht weniger ist als der tiefste Winter und die Hitze nicht weniger ist als die Sonne im August. Bei der Vorbereitung dazu, zeigst du keinen Fehler, warum zeigst du dann Lockerheit bei den Arbeiten der Ahiret? Was ist der Grund für dieses Tun? Oder glaubst du nicht an das Ahiret und den Jüngsten Tag und versteckst du diesen Kufur in deinem Herzen vor dir selbst? Wenn das so ist, wird dies der Grund für deine ewige Verdammnis und deswegen, wie schade um die mein Nefis. Oh mein Nefis. Wer sich nicht in die Obhut von dem Noor des Marifet begibt und denkt, dass er sich befreien wird von dem Feuer des Dschehennem, ähnelt jemandem, der sich nicht in die Obhut von dicker Kleidung gibt und im Winter hofft, das Allah ihn warm hält. Dieser weis nicht, dass Allahu Teala, auch wenn er den Winter mit seinen Nutzen erschaffen hat, so hat er auch mit seiner Bamrherzigkeit und Segen die Kleidung erschaffen. Deswegen, wie schade um dich, oh mein Nefis. Oh mein Nefis. Denke nicht, dass du Strafe erleiden wirst, weil deine Sünden Allahu Tealas Zorn erweckt haben. Denke nicht, was haben meine Sünden schon einen Schaden für ihn, dass er mich schimpft? Das ist nicht so, wie du dir denkst. Das Dschehennem Feuer ist ein Feuer, das aus dir herauskommt und aus deinem Gelüste und dich verbrennt. Wie ja auch jemand, der nicht auf die Worte des Arztes hört, nicht auf den Arzt schimpfen kann, sondern auf sich selbst. Deswegen, wie schade um dich oh mein Nefis. Oh mein Nefis. Ich habe verstanden, dass du dich an die Geschenke in der Dunya und den Geschmack der Dunya gewöhnt hast und dich selbst von ihnen eingenommen hast. Wenn du nicht an Dschennet und Dschehennem glaubst, dann leugne wenigstens den Tod nicht. Man wird dir all diese Geschmäcker und Geschenke aus deiner Hand nehmen. Und du wirst mit dem Feuer der Sehnsucht verbrennen. Liebe diese Sachen, wie sehr du willst, umarm dich so fest wie du willst, du darfst aber nicht vergessen, das Feuer der Sehnsucht wächst mit der Liebe, die du dazu hast. Deswegen, wie schade um dich, oh mein Nefis. Oh mein Nefis. Wenn man dir die ganze Dunya geben würde und die ganzen Menschen vor dir niederknien würden, so werdet ihr doch in kurzer Zeit Erde werden. Eure Namen werden vergessen und aus den Gedächtnissen gelöscht werden. Gibt es jemanden, der sich noch an die vergangenen Könige erinnert? Der Zustand jedoch ist, dass man dir nur ein klein wenig gegeben hat von dieser Dunya und das ist dabei kaputt zu gehen und sich zu verändern. Damit war es möglich, dass du das Dschennet bekommst. Deswegen, wie schade, wie jämmerlich du doch bist, oh mein Nefis. Ya Allah! Ya Allah! La ilahe ilallah Muhammedun Rasulallah Ya Rahman Ya Rahim Ya Afuwu Ya Kerim Wa’g fu anni wer hamni Ya Erhamerrahimin Tewef-feni Muslimen we el hukni Salihin Allahuma firli weliya i ba i we umma hati we li a ba i we umma hati zewdscheti weli asdati wet dscheddati weli ebnai we benati weli ihweti we ehewati weli armani we ammati weli ahwali

O Allah führe mich auf dem Weg der Weisen!

 Sprung  
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