Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
(Islam ist “Frieden, Reinheit, Hingabe” und “Gehorsam”) "Der Mensch ist Richter über die Worte die er noch nicht ausgesprochen hat und Gefangener seiner Worte nachdem er es ausgesprochen hat." Hazreti Ali 7.Jh & 'Daß du das Band knüpfst zu dem, der es zerreßt; daß du verzeihst dem, der dir Unrecht tut; daß du gibst dem, der dich beraubt."(Der Prophet Muhammed sallallahu 'aleihi wesellem)
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 638 mal aufgerufen
 Lebenssprüche und Lebensweise der gottesfürchtigen Gläubigen(Evliya)
Kemal06 Offline

Mitglied

Beiträge: 559

21.09.2006 14:38
Djafer Ssa'dek Allahs wohlegefalle auf ihm antworten
1.Der hohe Gelehrte Dja’far Ssadek

Dja’far ibni Muhammed war der sechste Imam, und Saadek ist sein Beiname und bedeutet >>der Wahrhaftige<<.Er stammt aus der Familie des heiligen Propheten Muhammed und hatte das Wissen und die Würde seines Großvaters Ali geerbt. Man nannte ihn den Schatzmeister der Geheimnisse Gottes.
Er war der einzige in der Nachfolgerschaft Muhammeds, der ein großes, tiefes Wissen über die Esoterik oder Geheimwissenschaften des Islams besaß.
Doch er fand unter seinen Zeitgenossen und auch unter den großen Gelehrten Theologen seiner Zeit wenige Menschen, denen er sein esoterische, d.h. inneren Wissen übertragen konnte.Er sate einmal auf seiner Brust weisend: >>Hier liegt wahrlich ein kolossales Wissen, ich wünschte , ich hätte dafür einen Träger gefunden.<<

Er sagte auch einmal über die Notwendigkeit der Geheimwissenschaften folgendes:>> O, mein Sohn, strebe im Studium der Geheimwissenschaften, denn ihre Fruchtbarkeit ist viel größer, als du denkst. O, mein Sohn, der du die äußerliche Wissen lernst und die Geheimwissenschaften vernachlässigst und verlässt, du wirst dein Leben verlieren, ohne dass du es weißt. Wisse aber, dass diese Geheimwissenschaften etwas ist, das Gott schenkt und nicht etwas, das man gewinnt. Aber Allah schenkt sie dem, der danach richtig strebt.<<

Er war der Meister aller Mystiker seiner Zeit. Sehr viele Menschen vertrauen zu ihm. Er war für sie die einzige Autorität. Er war ohnegleichen in der Auslegung der Symbole und der Geheimnisse des Korans. Von ihm haben die Mystiker in seiner Zeit die Erleuchtung und Inspiration empfangen und sich auf den Weg der Geheimwissenschaften geopfert.

Einige Kalifen in seiner Zeit hatten bedenken gegenüber ihm, weil er aus der Familie des Propheten Muhammed stammt.Man erzählt, dass eines Abends der Kalif Mansur in Bagdad seinen Minister aufgefordert hatte, Dja’fer Sadek vor ihn zu bringen, da er ihn töteten lassen wollte.
Der Minister sagte folgendes: >> O Kalif, Ssa’dik hat die Welt verlassen, er sitzt n einem Ort, weit fort von allen Menschen und lebt nur im Gebet an Allaah.Er versucht dem Kalifen keinen Schaden. Was können sein Tod für nutzen bringen?<<
Der Kalif weigerte sich, seinen Befehlen zurückzunehmen und der Vezir ging nun, um Sa’dek zu holen.Als er sich entfernt hatte, befahl der Kalif seinen Dienern, Sa’dek in dem Augenblick zu töten, in dem der Kalif beim Herein kommen Ssa’dek seinen Turban berühren würde.
Als nun der Vezir und Ssa’dek eintraten, erhob sich plötzlich Mansur, eilte auf Saa’dek zu und bat n, auf seinem Thron Platz zu nehmen. Er selbst kniete vor ihm nieder und fragte ihn nach seinen Wünschen. Ssa’dek sprach:
>>Ich wünsche, dass du mich nicht mehr zu dir rufen lässt, auf dass ich in Ruhe meinem Gott dienen kann<<.<< Mansur befahl, ihn mit Ehren nach seinem Haus zu geleiten. Als er wieder allein war, fragte ihn der Vezir:
>>O Kalif, was ist geschehen und warum hast du deine Absicht geändert?<<

Mansur antwortete:>> Als Ssa’dek eintrat, habe ich eine Vision erlebt; ich sah neben ihm einen Drachen erscheinen, der mic mit meinem Thron in seinen Rachen aufnehmen wollte. Ich wusste vor Angst nicht, was ich tun sollte. Ich habe mich darum von dem Thron entfernt und entschuldigte mich.<<

Eines Tages, als einer seiner Sklaven warmes Wasser für den Abendmahl holen ging, um die Hände zu waschen, war das Wasser zu heiß, so dass seine Finger schmerzten und er sich schleunigst zurücknahm. Der Sklave war beschämt und erschüttert. Er bat um Vergebung seiner Schuld in dem er ein Vers aus dem Kuran fortlies:
>>Allah liebt diejenigen, die ihren Ärger hinunter schluckten und diejenigen, die den Menschen vergeben und diejenigen, die freigebig sind!<<

Kaum hatte der Sklave den erste Vers ausgesprochen, sagte Ssa’dek: Ich habe dir vergeben. Und bei dem letzten sagte er: Ich habe auch dich freigegeben.
Dann dankte Ssa’dek Gott, dass Er ihm durch diesen kleinen Schmerz die Gelegenheit geschenkt hatte, ein Tat der Freigebigkeit auszuüben.

Dja’fer trifft den hohen Gelehrten Ebü Hanife (Allahs wohlgefallen auf ihm):
Eines Tages fragte Ssa’dek Abu Hanife, einen der gelehrtesten Theolgen seiner Zeit:>>Wer ist ein Weiser?<<
Ebü Hanife sagte:
Der ist ein Weiser, der zwischen Guten und Bösen unterscheiden kann.
Ssa’dek entgegnete:
Diese Unterscheidung besitzen auch die Tiere.
Darauf fragte Ebü Hanife:
Wer ist wohl nach deiner Meinung der Weiseste?
Ssa’dek sprach:
Derjenige ist weise, der zwischen zwei Guten und auch zwei Bösen unterscheiden kann, damit er von zwei Guten das Beste und von zwei Bösen das Geringste auswählen kann.

Literatur: Lebensweisheiten und Lebenssprüche der Sufi Gelehrten

«« Mevlana
 Sprung  
Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber haftbar.
Xobor Forum Software von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen